Abnehmen wirklich leicht gemacht? Wie uns unser Gehirn manipuliert

Ein Ernährungspsychologe verrät jetzt, wie sehr unser Denken und unser Gehirn damit zu tun haben, ob wir eine Diät auch wirklich bis zum Ende durchziehen. Er untersuchte verschiedene Konzepte zum Abnehmen und das in Verbindung mit der Hirnleistung. Der Wissenschaftler untersucht Wege, um Menschen beim Abnehmen zu helfen.

Es ist wie bei Kindern und einem Verbot: Die Gedanken kreisen ums Essen und wir dürfen nicht. Schlimm: Der Appetit auf Essen und vor allem auf Süßes wächst enorm. Was dagegen tun?

Abnehmen ist die Kombi von Lust und Frust. Und die beißen sich bekanntlich. Die einen verweigern sich vor Süßem und Saurem, die anderen fallen in alte Essmuster zurück. Die Einen essen kalorienarm, weitere legen sich starke Verbote auf.

Prof. Joachim Westenhöfer von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg rät daher, einen Ansatz zu finden, der so realistisch ist, dass er auch bleibt.

Die Lösungsstrategie für gutes Essen

Was bewirkt rigider Verzicht und flexibel kontrolliertes Essen im Gehirn? Die flexiblen Esser können Ihr Gewicht leichter halten, denn sie haben eine lockerere Spanne und Möglichkeit zu essen. Hierzu wurde eine Untersuchung gemacht an der University von Surrey in Südengland an 106 Probanden.

Gerade Frauen im Alter von 21 bis 74 Jahren nahmen ein halbes Jahr am Programm der Weight Watchers teil und haben dadurch um die zehn Kilo abgenommen. Es ging um „alles, oder nichts“ sowie „weniger oder mehr“.

Die Tests

Es begann mit der Aufmerksamkeit. Hierüber bekamen die Probanden an den Bildschirmen verschiedene Wörter aufgezeigt, die anschließend in Farben abgefragt wurden. Zunächst ging es um 48 neutrale Wörter, später um Begriffe aus dem Bereich Ernährung und Körperfigur.

Bei den rigiden Essern gibt es einige Störungen, die vom bewussten Ess- und Figurbewusstsein abhalten. Dabei lasse sich die Funktionsweise des Gehirns mit einem Computer vergleichen, denn auch beim Denken gibt es zahlreiche Arbeitsspeicher, die Verknüpfungen zum Langzeitgedächtnis herstellen und abgerufene Informationen verarbeiten. Forscher leiten daraus ab, dass Betroffene aufgrund von schlechten Assoziationen Diäten weniger durchhalten können. Wenn man etwas unbedingt abhalten will, so kommt es immer wieder. Das ist wie mit einer Aufgabe: Denken Sie 15 Sekunden lang nicht an einen Eisbär. Und Sie werden in genau diesen 15 Sekunden daran denken, selbst wenn Sie tagelang oder wochenlang nicht an einen solchen Bären dachten.

Der Buchstabentest bezüglich Reaktionsverhalten zeigte auch, dass die Aufmerksamkeit der Probanden stark eingeschränkt ist.

Somit ist das Fazit, das Essen von der Umwelt gesteuert wird und vom eigenen Denken.

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