Anonym und unerkannt durchs Internet surfen

Wer am heimischen PC durchs Web surft, fühlt sich meist unbeobachtet. Viele Anwender glauben, bei einer Tour durchs Internet geht es anonym zu. Doch weit gefehlt. Bei jedem Klick, jeder verschickten E-Mail und jedem Download hinterlassen Sie jede Menge digitale Fingerabdrücke. Damit lässt sich genau verfolgen, welche Webseiten Sie wann besucht oder welche Downloads durchgeführt wurden. Von Anonymität keine Spur.

Das wissen Provider und Anbieter über Sie

Dass jeder Internetnutzer im Web unweigerlich Spuren hinterlässt, liegt an der Struktur des Internets. Das Web ist im Grunde ein riesiges Spinnennetz mit Millionen Knoten. Jeder mit dem Internet verbundene Computer bildet einen eigenen Knotenpunkt und kann mit jedem anderen Knoten kommunizieren und darüber Webseiten aufrufen oder E-Mails verschicken. Damit das funktioniert besitzt jeder Knoten eine eigene Adresse, die sogenannte IP-Adresse. Und genau darüber lassen sich Surfspuren zurückverfolgen. Bei jedem Seitenaufruf und jedem Download hinterlassen Sie als digitalen Fingerabdruck Ihre IP-Adresse. Internet-Provider können anhand der IP-Adresse genau verfolgen, welche Aktivitäten im Netz durchgeführt wurden. Hinzu kommen Cookies, Browserinformationen und Listen von zuletzt besuchten Seiten, die verräterische Spuren hinterlassen.

Anonymisierer sorgen für Diskretion

Stellt sich die Frage, ob es trotz IP-Protokollierung überhaupt eine Möglichkeit gibt, die eigenen Surfspuren zu verwischen. Die gute Nachricht: es gibt sie. Mit sogenannten Anonymisierern können Sie die verräterische IP-Adresse beim Surfen verschleiern. Der Trick: Der Rechner ist nicht mehr direkt mit dem Internet verbunden, sondern baut alle Verbindung über einen sogenannten Proxy-Server auf. Der Proxy dient als Zwischenstation und tauscht die eigene IP-Adresse durch eine andere IP-Adresse aus. In den Protokolldateien der besuchten Webseiten taucht dann nur noch die IP-Adresse des Proxy-Server, nicht aber des eigenen Rechners auf. Profi-Tools gehen sogar noch einen Schritt weiter und verwenden mehrere Proxy-Server hintereinander, um eine Rückverfolgung praktisch unmöglich zu machen. Zudem wird die Datenverbindung zwischen dem eigenen Rechner und dem Proxy-Server verschlüsselt, damit der eigene Provider nicht die eigene Datenverbindung „belauschen“ kann. Mit Anonymisierungssoftware surfen Sie unerkannt durchs Netz. Nicht immer, aber immer dann, wenn es auf Anonymität ankommt.

Übrigens: Auch für E-Mails gibt es Anonymisierer, über die sich E-Mails inkognito verschicken lassen. Sogenannte Remailer arbeiten wie Proxy-Server. Die Nachricht wird nicht direkt an den Empfänger, sondern an den Remailer geschickt; erst dort wird sie an den eigentlichen Adressaten weitergeleitet. Als Absender taucht nicht das eigene E-Mail-Konto, sondern der Remailer auf.

Die besten Anonymisierer für Ihren Rechner

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