Cameyo: Installierte Anwendungen virtualisieren, portable Versionen selber machen und überall mit hinnehmen

Zu zahlreichen Programmen wie Firefox oder OpenOffice gibt es eine portable Version. Im Gegensatz zur normalen Version läuft die portable Version zum Beispiel auch auf einem USB-Stick und lässt sich so auf jedem Rechner nutzen. Doch was tun, wenn man sein Lieblingsprogramm mitnehmen möchte, es dazu aber keine portable Version gibt? Dann hilft die Freeware „Camyeo“, mit der Sie fast jedes Programm portabel machen – egal, ob es dazu eine portable Version gibt oder nicht.

Cameyo macht alles portabel

Um ein normales Programm (das sich üblicherweise nur auf die Festplatte installieren lässt) portabel zu machen, wird es kurzerhand virtualisiert. Cameyo erstellt eine virtuelle Anwendung in Form einer EXE-Datei, die alles enthält, was das Programm braucht: Dateien, DLLs und Registrierungsdatenbank. Die so virtualisierte Anwendung lässt sich von überall aus ohne Installation starten, etwa vom USB-Stick, übers Netzwerk oder aus der Dropbox heraus.

Virtualisieren lässt sich praktisch jede beliebige Anwendung, die keine zusätzlichen Treiber oder Zusatzsoftware braucht. Das Grundprinzip: Cameyo legt einen System-Snapshot an, überwacht die Installation der gewünschten Anwendung und übernimmt alle Systemänderungen; das Ganze wird dann in eine handliche EXE-Datei verpackt. Im Detail verläuft die Virtualisierung folgendermaßen:

1. Installieren Sie die Freeware Cameyo.

2. Beenden Sie alle Programme außer Cameyo. Auch im Hintergrund laufende Programme wie Copernic, Wuala oder Dropbox-Tools sollten beendet werden.

3. In Camyeo klicken Sie auf „Studio“ sowie „Lokal eine Anwendung erfassen“.

4. Cameyo erstellt daraufhin einen Systemsnapshot und speichert den aktuellen Systemzustand. Danach erscheint die Meldung „Install the software you wish to package“.

5. Jetzt starten Sie das Installationsprogramm der gewünschten Anwendung und installieren das Programm wie gewohnt in das vom Installationsprogramm vorgeschlagene Standardverzeichnis.

6. Sobald die Installation abgeschlossen ist, klicken Sie auf „Install done“. Wichtig: Sollte das Installationsprogramm einen Neustart des Rechners verlangen, müssen die Schaltfläche „Install done“ unbedingt vor dem Windows-Neustart betätigen.

7. Nach dem Klick auf „Install done“ legt Cameyo einen zweiten System-Snapshot an und vergleicht den Zustand vor und nach der Installation. Die Änderungen an Dateien und Registrierdatenbank werden dann in die portable EXE-Datei gepackt. Zum Abschluss erhalten Sie die Meldung „Package was successfully created in DocumentsCameyo apps“.

8. Einige Apps benötigen Vollzugriff auf den Rechner – etwa Tuningtools wie TuneUp Uitlities. Um der portablen Variante Vollzugriff zu gewähren, klicken Sie in Cameyo auf „Studio“ und rufen den Befehl „Paket-Editor | Öffne bestehende virtuelle Anwendung“ auf. Hier wechseln Sie zum Ordner „Dolumente | Camyeo Apps“, wählen das gewünschten Programm aus und aktivieren im Register „Allgemeines“ des „Vollzugriff“. Mit „Datei | Speichern“ bestätigen Sie die Änderungen.

Die portable Version des Programms können Sie jetzt auf jedem Rechner ausführen. Sie müssen nur die entsprechende EXE-Datei auf einen USB-Stick oder in den Dropbox-Ordner kopieren.

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