Das macht den Rechner schnell: Der Arbeitsspeicher (RAM)

Neben dem Prozessor spielt der Arbeitsspeicher die zweitwichtigste Rolle in Sachen Geschwindigkeit. Wie der Name bereits verrät ist der Arbeitsspeicher der Bereich im Computer, in dem „gearbeitet“ wird. Hier speichert der Rechner alle Daten, auf die schnell zugegriffen werden muss. Das sind zum Beispiel Teile des Betriebssystems, die gestarteten Programme oder geöffnete Dateien.

In Sachen Arbeitsspeicher gilt: Viel hilft viel. Je mehr Arbeitsspeicher – auch Random Access Memory (RAM) genannt – zur Verfügung steht, umso schneller können Sie mit Programmen arbeiten. Viel Arbeitsspeicher ist auch wichtig, wenn Sie mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeiten. Ist genügend Arbeitsspeicher eingebaut, können Sie etwa problemlos den Internet-Browser, einen Mail-Client, ein Brennprogramm und die Textverarbeitung starten. Ist zu wenig Arbeitsspeicher eingebaut, ist das gleichzeitige Arbeiten prinzipiell zwar auch möglich, allerdings müssen Sie mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen. Denn wenn es eng wird im Speicher, muss Windows auf die Festplatte ausweichen. Dabei wird ein Teil des Festplattenspeichers als Arbeitsspeicher „missbraucht“. Das funktioniert reibungslos, kostet aber eine Menge Zeit, da die Festplatte rund 500 Mal langsamer ist als der interne Arbeitsspeicher.

Als Faustregel gilt: Der PC sollte mindestens über 1 GB (GigaByte) Arbeitsspeicher verfügen, für Spiele oder Grafikanwendungen besser 2 GB. Je mehr desto besser. Moderne Rechner sind mit 4 GB oder mehr ausgestattet. Doch ab 3 GB müssen Sie aufpassen: Windows XP und Windows Vista können „nur“ knapp 3 GB verwalten. Selbst wenn 4 GB RAM eingebaut sind, kann Windows nur 3 GB, auf einigen Systemen 3,5 GB „sehen“. Wenn Sie mehr als 3 GB RAM nutzen möchten, brauchen Sie die 64-Bit-Version des Betriebssystems. Beide wichtigen Windows-Varianten – XP und Vista – gibt es auch als 64-Bit-Edition; hier sind zu 128 GB Arbeitsspeicher möglich.

Die meisten Computer lassen sich problemlos mit mehr Arbeitsspeicher aufrüsten. Im Inneren des Rechners gibt es hierzu sogenannte „Speicherbänke“, in die Sie weitere Speicherbausteine einsetzen können. Hier müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie dieselbe Speichertechnologie verwenden. Im Handbuch Ihres Rechners erfahren Sie meist, welche Speicherbausteine erforderlich sind. Meist handelt es sich um Speicherbausteine mit der DDR- oder DDR2-Technologie.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.