Das macht den Rechner schnell: Der Prozessor

Je schneller ein Rechner ist, umso besser. Doch welche Komponenten sind im PC eigentlich für die Geschwindigkeit verantwortlich? Hier erfahren Sie, auf welche Hardwarekomponenten Sie besonders achten müssen, wenn der Rechner schnell sein soll. Aber auch, was „schnell“ eigentlich bedeutet. Denn die Geschwindigkeit des Rechners lässt sich ganz genau messen und mit anderen Computern – etwa von Freunden oder Bekannten – vergleichen. Und damit ein flotter Rechner auch dauerhaft schnell bleibt, gibt es jede Menge Tipps und Hinweise, damit der Computer nicht langsamer wird.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Das gilt auch für den Computer. Nur vier Bauteile sind für das Arbeitstempo maßgeblich: Der Prozessor, der Arbeitsspeicher, die Festplatte und die Grafikkarte.

Der Prozessor

Die wichtigste Komponente in Sachen Geschwindigkeit ist der Prozessor, auch CPU (Central Processing Unit) genannt. Der Prozessor ist der Motor des Computers, der alle anderen Komponenten antreibt und das Tempo bestimmt.

Wie beim Auto gibt es auch beim Computer unterschiedlich starke „Motoren“. Wie schnell ein Prozessor ist, wird unter anderem durch die Taktfrequenz bestimmt. Dabei gilt: Je höher die Taktfrequenz, umso mehr Rechenaufgaben kann der Computer pro Sekunde bewältigen. Das gilt allerdings nur, wenn Sie Prozessoren der gleichen Prozessorfamilie bzw. –technologie miteinander vergleichen. Ein Intel Core 2 Duo-Prozessor E6850 mit 3 GHz ist schneller als ein Intel Core 2 Duo-Prozessor E6450 mit 2,33 GHz. Das kann bei einer anderen Prozessortechnologie – etwa Intel Core 2 Quad – anders aussehen. Hier ist das 2,5-GHz-Modell flotter als die 3-GHz-Variante der Core-2-Duo-Technik.

Neben der Taktfrequenz gibt es weitere Faktoren, die über die Geschwindigkeit eines Prozessors entscheiden. In modernen CPUs sind gleich mehrere Prozessoren – auch Kerne genannt – untergebracht. Mit zwei Kernen (Dual-Core) arbeitet der Prozessor schneller als mit nur einem Kern. Noch schneller geht es mit vier Kernen (Quad Core) zur Sache. Der Computer kann die Rechenaufgaben dann auf vier Prozessorkerne verteilen.

Um die Prozessoren der beiden großen Hersteller Intel und AMD untereinander vergleichen zu können, sollten Sie auf die Nummer im Prozessornamen achten. Bei Intel gibt der erste Buchstabe die Prozessorart an. Der Buchstabe E steht beispielsweise für zwei Prozessorkerne, der Buchstabe Q für vier Kerne. Die Zahl dahinter ist eine Art Leistungszahl. Je höher die Zahl, desto schneller ist der Rechner. Der Prozessor Intel Core 2 Duo E6850 ist schneller als ein E6400; ein Intel Core 2 Quad Q6700 flotter als ein Q6600. Auch Konkurrent AMD setzt Typ- und Modellnummern ein, mit denen sich die Prozessoren vergleichen lassen. Ein AMD Athlon Dual Core 6000+ ist zum Beispiel schneller als ein AMD Athlon Dual Core 5000+.

Bei Prozessoren wird zwischen 32-Bit- und 64-Bit-CPUs unterschieden. Die 64-Bit-Variante bietet vor allem eine bessere Verarbeitung großer Datenmengen. Speicherintensive Programme und das Betriebssystem selbst können mehr Daten in den Arbeitsspeicher laden. Wichtig dabei: Der Vorteil lässt sich nur in Verbindung mit einem 64-Bit-Betriebssystem nutzen. Während die 32-Bit-Variante von Windows XP oder Vista „nur“ auf maximal 4 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann, sind es beim 64-Bit-Betriebssystem bis zu 128 GB. Wenn in Ihrem Rechner ein 64-Bit-Prozessor – etwa eine Intel-Core-2-Duo-CPU – eingebaut ist und Sie mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen möchten, müssen Sie auch die 64-Bit-Version von Windows installieren.

Allerdings gibt es bei 64 Bit noch einige Stolpersteine. Da die 64-Bit-Technologie recht neu ist, gibt es die meisten Programme und – noch viel wichtiger – die meisten Gerätetreiber nur in der 32-Bit-Variante. Vor einem Umstieg auf ein 64-Bit-Betriebssytem sollten Sie prüfen, ob die Hersteller der verwendeten Hardware wie Drucker, Scanner oder Faxgeräte auch passende 64-Bit-Treiber im Angebot haben. Falls nicht, sollten Sie bei der 32-Bit-Version bleiben. Auch wenn ein 64-Bit-Prozessor eingebaut ist, können Sie damit problemlos auch 32-Bit-Programme und –Betriebssysteme nutzen.

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