Die richtige Grafikauflösung

Ganz wichtig bei der Arbeit mit Windows: Die Bildschirmauflösung. Sie gibt an, wie viel Platz auf der Arbeitsoberfläche verfügbar ist. Üblicherweise arbeitet Windows mit einer Bildschirmauflösung von 800 mal 600 Punkten, d. h. zur Darstellung des Desktops stehen Ihnen 800 Zeilen mit je 600 Punkten zur Verfügung, insgesamt also 480.000 Bildpunkte. Das hört sich viel an, ist es aber nicht.

Gerade bei einer grafischen Oberfläche wie Windows, mit zahlreichen Menü- und Statuszeilen sowie Symbolleisten wird es auf dem Bildschirm schnell sehr eng – auch mit knapp einer halben Millionen Bildpunkten.

Windows XP bietet daher die Möglichkeit, die Grafikauflösung des Bildschirms und somit auch die Größe der zur Verfügung stehenden Arbeitsoberfläche zu erhöhen. Dies hängt jedoch von den Fähigkeiten Ihrer Grafikkarte und des Monitors ab, da einige Modelle keine höheren Auflösungen unterstützen. Um Windows mitzuteilen, mit welcher Grafikauflösung Sie arbeiten möchten, gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

1. Klicken Sie auf Start, und rufen Sie den Befehl Systemsteuerung auf.

2. Klicken Sie auf Darstellung und Designs und anschließend auf Design des Computers ändern. Es öffnet sich das Dialogfenster Eigenschaften von Anzeige.

Es gibt eine praktische Abkürzung zum Dialogfenster: Klicken Sie mit der rechten(!) Maustaste auf einen freien(!) Bereich des Desktops, und wählen Sie anschließend den Menübefehl Eigenschaften. Auf diese Weise können Sie sich den Weg durch die Systemsteuerung sparen.

3. Wechseln Sie in das Register Einstellungen.

2. Hier können Sie sowohl die Größe des Bildschirmbereichs als auch die Anzahl der möglichen Farben festlegen. Wählen Sie im Feld Farbqualität die Anzahl der maximal gleichzeitig darstellbaren Farben aus. Dabei gilt: Je höher die Anzahl der Farben, desto brillanter erscheinen Farbgrafiken in Grafikprogrammen, desto langsamer erfolgt allerdings auch der Bildschirmaufbau.

Die Farbqualität sollte mindestens 16 Bit betragen – nur dann hat Windows genügend Spielraum, um zum Beispiel Fotos in brillanter Qualität darzustellen. Wenn Windows Ihnen mehr anbietet – beispielsweise 32 Bit -, sollten Sie diese Einstellung verwenden. Je mehr Farben, desto besser.

4. Um mit einer anderen Grafikauflösung zu arbeiten, verschieben Sie im Feld Bildschirmauflösung den Schieberegler mit gedrückter Maustaste. Dabei gilt: Je höher sie die Auflösung wählen, umso mehr Platz steht Ihnen auf dem Bildschirm für Anwendungsprogramme zur Verfügung.

Die Wahl der richtigen Auflösung hängt allerdings von der Monitorgröße ab. Im Vorschaumonitor sehen Sie bereits, welche Auswirkungen die Einstellungen auf die Windows-Arbeitsoberfläche ausüben.

In der Praxis haben sich folgende Auflösungen als optimal erwiesen:

14 Zoll: 800 x 600 Pixel

15 Zoll: 800 x 600 Pixel

17 Zoll: 1.024 x 768 Pixel

19 Zoll: 1.152 x 864 Pixel oder 1.280 x 1.024 Pixel

21 Zoll: 1.280 x 1.024 Pixel oder 1.600 x 1.200 Pixel

24 Zoll: 1.920 x 1.200 Pixel oder 1.800 x 1.440 Pixel

5. Weitere wichtige Einstellungen finden Sie per Mausklick auf die Schaltfläche Erweitert. Besonders wichtig hier: Die richtige Einstellung im Register Monitor. Im Feld Bildschirmaktualisierungsrate sollte die korrekte Monitorfrequenz eingestellt sein. Unter der Monitorfrequenz versteht man die Wiederholrate, mit der ein Bild auf dem Monitor dargestellt wird. 75 Hertz bedeuten zum Beispiel, dass das Bild 75 Mal in der Sekunde neu aufgebaut wird.

6. Wählen Sie zunächst die Option Modi ausblenden, die von diesem Monitor nicht angezeigt werden, damit nur die Werte angezeigt werden, die Ihr Monitor verträgt.

7. Wählen Sie anschließend im Listenfeld Bildschirmaktualisierungsrate die Frequenz aus, mit der sich für Sie ein flimmerfreies Bild darstellt. Generell gilt: Bei Röhrenmonitoren sollten Sie mindestens mit einer Bildwiederholfrequenz von 85 Hertz arbeiten. Nur dann ist das Bild ruhig, flimmerfrei und augenschonend. Falls Ihnen einen höhere Frequenz angeboten wird – beispielsweise 90 oder 100 Hertz, wählen Sie diese aus.

Bei Röhrenmonitoren sollten Sie stets die höchstmögliche Bildfrequenz wählen. Ihre Augen werden es Ihnen danken. Anders bei LCD- oder TFT-Monitoren: Hier sollten Sie eine Frequenz von nur 60 oder maximal 70 Hertz wählen. Der Grund: LCD-Monitor haben von Hause aus ein ruhiges Bild – ihre Bildpunkte sind sehr träge. Ein Flimmern ist bei LCD-Monitoren erst gar nicht möglich. Da bringt es nichts, wenn Sie den Monitor mit 100 Bildern pro Sekunden „beschiessen“ – mehr als 60 Bilder pro Sekunde kann er sowieso nicht verarbeiten. Auch mit 60 Hertz liefern LCD-Monitore ein ruhiges und flimmerfreies Bild.

8. Sobald Sie die gewünschten Einstellungen vorgenommen haben, schließen Sie das Dialogfenster mit OK.

9. Wenn Sie sich für eine andere Auflösung entschieden haben, weist Windows Sie in einem Dialogfenster darauf hin, dass der Vorgang einige Sekunden dauern. Bestätigen Sie das Dialogfenster mit OK.

10. Windows aktiviert anschließend die neue Grafikauflösung und fragt in einem weiteren Dialogfenster, ob Sie die Einstellung beibehalten möchten. Beantworten Sie die Frage mit einem Mausklick auf Ja. Sollte es während der Umstellung zu Problemen kommen – der Bildschirm bleibt zum Beispiel schwarz oder zeigt Streifen -, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Nach 15 Sekunden stellt Windows automatisch wieder den ursprünglichen Zustand her.

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