Die Rückkehr zur Hormontherapie

Früher gehörte die Hormontherapie bei Beschwerden der Wechseljahre zu den Standardtherapieformen. In den letzten Jahren hat sich das Bild der Gesellschaft zu dieser Therapieform bei Beschwerden der Wechseljahre jedoch nachhaltig verändert. Grund dafür waren die oftmals starken Nebenwirkungen und das erhöhte Thromboserisiko.

In der jüngsten Zeit jedoch erschien eine Studie, welche plötzlich das Gegenteil bei Beschwerden der Wechseljahre beweisen soll. Die dänische Studie soll aufzeigen, dass Frauen, welche zu Beginn ihrer Wechseljahresbeschwerden Hormone einnahmen, mit keinen oder kaum Nebenwirkungen zu kämpfen haben. Ein weiterer Vorteil der frühzeitigen Hormontherapie bei Beschwerden der Wechseljahre, soll eine Senkung des Risikos einer Herzschwäche oder eines Herzinfarktes sein.

Nicht alles ist Gold, was glänzt.

Gynäkologen stehen der Studie jedoch eher skeptisch gegenüber. So wird in der Studie vor allen die schlechte Qualität bemängelt. Denn die Größe der Studie in Form der Anzahl an Teilnehmerinnen, welche sich innerhalb ihrer Wechseljahre befinden, fällt gering aus. Auch die Fragestellung der Studie wurde verändert, sodass die Studie weder methodisch noch statistisch tragbar ist. Ursprünglich ging es innerhalb der Studie gar nicht um die Wechseljahre, sondern darum, zu klären, ob eine Hormontherapie vor Osteoporose schützen kann. Aus Sicherheitsgründen wurde die Studie jedoch abgebrochen, da eine amerikanische Untersuchung erhebliche Sicherheitsrisiken geäußert hatte. Schnell wurde das Thema so von Osteoporose auf die Beschwerden der Wechseljahre umgeändert, in welchen es tatsächlich kleinere positive Wirkungen gab.

Hat die Wirtschaft ihre Finger im Spiel?

Diese Frage liegt auf der Hand, schließlich gibt es keine Studie, welche dafür spricht, dass eine Hormontherapie bei Frauen in den Wechseljahren weniger Risiken birgt als bereits festgestellt. Gründe könnten jedoch damit zusammenhängen, dass sich nach dem Bekanntwerden der Risiken einer Hormontherapie bei Beschwerden der Wechseljahre die Umsätze der Pharmakonzerne verringert haben. So soll die neue Studie den Pharmakonzernen nun zu neuen Umsätzen verhelfen.

Die Hormontherapie hat ihre Daseins-Berechtigung

Treten bei Frauen starke Beschwerden während der Wechseljahre auf, so ist es durchaus sinnvoll, Hormone zu geben. Jedoch ist die Schwere der Symptome während der Wechseljahre dabei unbedingt als Gradmesser zu beachten.

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