Diese Wikis sollten Sie kennen

Um mit den Grundfunktionen eines Wikis vertraut zu werden, lohnt ein Abstecher in die Welt der Wikis. Einen guten Gesamtüberblick erhalten Sie auf der Webseite www.wikiservice.at/gruender/wiki.cgi?WikiVerzeichnis. Hier finden Sie alle wichtigen Wikis, sortiert nach Sprache und Themengebiet. Ebenfalls empfehlenswert, allerdings in englischer Sprache, ist das IndexWiki (www.wikiindex.com) mit einer Übersicht von knapp 3.700 interessanten Wiki-Projekten.

Übrigens: Wenn Sie eine kleine Tour durch die Wiki-Welt unternehmen möchten, sollten Sie den Links des TourBus folgen. Hier werden Sie – wie bei einer virtuellen Busreise – Stück für Stück zu interessanten Wikis geleitet.

Das große Vorbild Wikipedia

Die wichtigste und erfolgreichste Internetseite nach dem Wiki-Prinzip ist Wikipedia (de.wikipedia.org – ohne www.). Wikipedia ist ein riesiges „Mitmach-Lexikon“. Es gibt keine zentrale Verwaltungsstelle oder Redaktion, sondern jeder kann eigene Fachbeiträge einstellen oder bestehende Beiträge korrigieren. Tausende ehrenamtliche Autoren – in Deutschland knapp 7.000 – erweitern und pflegen das Lexikon. Das hat Vor- und Nachteile. Mit knapp 700.000 Artikeln bietet Wikipedia eine enorme Themenvielfalt. Die Qualität der Fachbeiträge ist zwar durchwegs gut, mitunter müssen Sie jedoch mit fehlerhaften oder manipulierten Einträgen rechnen. Das kommt jedoch zum Glück nur selten vor und wird von den freiwilligen Mitarbeitern rasch korrigiert.

Das erste Wiki

Übrigens: Das erste Wiki der Welt gibt es noch immer. Das Portland Pattern Repository (www.c2.com) wurde von Ward Cunningham, dem Schöpfer Wiki-Idee 1995 als Wissenssammlung und Forum zu Software-Entwurfsmustern (Design Patterns) ins Netz gestellt.

 Das größte Online-Lexikon Wikipedia arbeitet besonders erfolgreich nach dem Wiki-Prinzip. Allein für die deutsche Ausgabe haben Internetnutzer wie Sie und ich knapp 700.000 Lexikoneinträge verfasst. Die englische Ausgabe (www.wikipedia.org) bringt es sogar auf über 2 Millionen Beiträge.

Hier darf gelacht werden: Kamelopedia & Co.

Auch der Humor kommt bei Wikis nicht zu kurz. Kamelopedia (www.kamelopedia.mormo.org) ist Parodie in Höchstform. In über 10.000 nicht ganz erst gemeinten Artikeln geht es um Parodien, Satiren, Wortspielereien und gepflegten Nonsens. Gefüttert wird die Satireseite von über 2.000 Benutzern, in Kamelopedia treffenderweise Kamele genannt.

Auch wenn es bei Kamelopedia nicht ganz ernst zugeht, spielt die Qualitätssicherung wie beim Vorbild Wikipedia eine große Rolle. Auch hier werden schlechte Artikel gelöscht und besonders gute Beiträge besonders gekennzeichnet.

Neben Kamelopedia gibt es weitere gut gemachte Satire-Wikis. Stupipedia (www.stupidedia.org), die Enzyklopädie ohne Sinn wurde 2004 vom österreichischen Satirikerduo Übel & Trost gegründet und umfasst über 14.000 Artikel. International sehr erfolgreich ist die Nonsensseite Uncyclopedia (www.uncyclopedia.org) mit knapp 25.000 amüsanten Beiträgen.

Ein Wiki für Reiselustige: Wikitravel

Rund um das Thema Reisen dreht es sich beim Wikitravel unter der Adresse www.wikitravel.org. Hier finden Sie über 4.000 Artikel zu Kontinenten, Ländern, Regionen, Städten und anderen Reisezielen in aller Welt. Wie bei Wikis üblich werden die Reisetipps nicht zentral von einer Redaktion, sondern von normalen Internetnutzern geschrieben. Der Vorteil: Die Beiträge verzichten auf den Blick durch die rosarote Werbebrille und informieren objektiv über Reiseziele und Geheimtipps.

International gehört World66 (www.world66.com) zu den beliebtesten Online-Reiseführern im Wiki-Format. Hier gibt es – allerdings nur in englischer Sprache – über 70.000 Artikel zu knapp 14.000 Reisezielen. Bei beiden Online-Reiseführern gilt: Neue Reiseberichte sind jederzeit willkommen. 

Ein Kommentar

  1. Heinrich 20. April 2011

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