Digitale Musik: Weitere Anbieter neben iTunes und Musicload

Neben den Marktführern iTunes und Musicload gibt es zahlreiche weitere Downloadportale. Die Alternativen bieten zwar nicht die Vielfalt der Marktführer, bisweilen sind hier aber unbekannte Interpreten zu finden, die bei iTunes und Musicload fehlen. Welche Downloadportale ebenfalls über ein interessantes Musikangebot verfügen, zeigt folgende Übersicht:

Conrad MusicCorner

www.music.conrad.de

Musik gibt es auch beim E ektronikhändler. Im Conrad Musiccorner stehen rund eine Million Titel zur Auswahl. Einzeln kosten die Stücke knapp einen Euro. Die Flatrate (9,49 Euro) bietet zwar grenzenloses Herunterladen, allerdings nur als Stream, d.h. die Titel lassen sich nur während des Downloads abspielen, nicht aber als Musikdatei auf dem PC speichern.

Napster

www.napster.de

Napster gehörte Ende der 1990er Jahre zu den Pionieren in Sachen Musikdownload – allerdings illegal. Die Songs wurden ohne Beachtung der Urheberrechte über die Napster-Tauschbörse zum Download angeboten. Aus der einst illegalen Tauschbörse ist ein legales Musikdownloadangebot geworden. Mit knapp vier Millionen Titeln bietet Napster ein besonders breites Spektrum. Allerdings muss hierzu die Zusatzsoftware – der Napster-Client – installiert werden. Dann lassen sich die gekauften Titel auch auf CD brennen oder auf den MP3-Spieler kopieren.

Medion

www.medionmusic.com

Medion bietet neben dem WMA-Format viele Titel auch im freien MP3-Dateiformat an. Beide Varianten kosten knapp einen Euro pro Titel. Besonders praktisch: Der Download ist ohne Anmeldung und Registrierung möglich. Nach jedem Einzelkauf erhalten Sie eine Quittung per E-Mail. Die ist wichtig, falls Sie bereits gekaufte Titel noch einmal herunterladen möchten. Bestellnummer und Transaktionsnummer genügen, um den Download noch einmal zu starten.

Freenet

musikdownload.freenet.de

Über zwei Millionen Titel umfasst das Musikangebot von Freenet. Ein Großteil davon liegt im DRM-geschützten WMA-Format vor. Viele Songs (rund 500.000) gibt es zu Preisen um 1,29 Euro pro Titel auch im ungeschützten MP3-Format. Zum Abspielen von WMA-Titel benötigen Sie den Windows Media Player. Titel im MP3-Format lassen sich mit fast jedem Musikplayer nutzen und auf beliebige MP3-Player kopieren – auch auf Apples iPod.

AOL Musik Downloads

Musikdownloads.aol.de

Das Musikangebot von AOL können auch Nicht-AOL-Kunden nutzen. Mit über 500.000 Titeln bietet es nicht die Vielfalt von iTunes und Musicload, enthält neben Songs der großen Major-Labels auch Stücke kleinerer Indies (Independent Labels). Pro Titel sind neben 79 Cent und 1,39 Euro fällig. Die Songs werden ausschließlich im DRM-geschützten WMA-Format angeboten und lassen sich mit dem Windows Media Player abspielen und verwalten. Zu jedem Song erfahren Sie, wie oft er abgespielt, gebrannt und kopiert werden darf.

Sony Connect

www.connect-europe.com

Relativ aufwändig ist die Nutzung des Downloadportals von Sony. Zum Einkaufen, Abspielen und Brennen muss zunächst das Zusatzprogramm SonicStage installiert werden. Die Bedienung der Software ist gewöhnungsbedürftig und reicht nicht an den Komfort des Windows Media Players oder Apple iTunes heran. Die gekauften Titel liegen im seltenen ATRAC-Format vor. Als mobile MP3-Player kommen fast ausschließlich Sony Walkman in Frage; iPods oder WMA-fähige Player können damit nicht bespielt werden.

One4Music

www.one4music.de

Das Downloadportal One4Music setzt ausschließlich auf das WMA-Format. Die kopiergeschützten Titel lassen sich mit dem Windows Media Player zwischen 3 und 25 Mal auf CD brennen und ebenso oft auf MP3-Player kopieren. Das Musikangebot umfasst vor allem Titel der großen Plattenlabel BMG, Sony, Warner und Universal. Die Preise liegen mit rund 95 Cent meist unter denen der Konkurrenz.

Akuma

www.akuma.de

Im Gegensatz zu vielen anderen Downloadportalen setzt Akuma auf das ungeschützte MP3-Format. Gekaufte Songs lassen sich ohne Nutzungsbeschränkungen mit jedem Player abspielen und funktionieren auf allen mobilen MP3-Playern, auch auf dem Apple iPod. Die Songs können beliebig oft gebrannt und kopiert werden – natürlich nur im Rahmen des Urheberrechts. So sind Kopien auch weiterhin nur im privaten Rahmen und in begrenzter Stückzahl rechtlich bedenkenlos. Um Urheberrechtsverletzungen verfolgen zu können, sind die MP3-Titel mit einem digitalen Wasserzeichen versehen.

Da viele Plattenlabels dem MP3-Format skeptisch gegenüberstehen, ist das Angebot von Akuma nicht so umfangreich wie bei den „großen“ Downloadportalen. Knapp 500.000 Titel – vornehmlich von Independent Labels und Künstlern – stehen zu Preisen um 1,19 Euro zur Auswahl.

Mp3.de

www.mp3.de

Bei mp3.de ist der Name Programm: Musik gibt es hier fast ausschließlich im MP3-Format – ganz ohne Kopierschutz und Nutzungsbeschränkungen. Im Rahmen des Urheberrechts lassen sich die gekauften Songs beliebig brennen oder kopieren. Titel großer Labels wie BMG oder Sony findet man hier kaum, dafür viele unbekannte Künstler abseits des Mainstreams. Musiker können hier ihre Werke selbst veröffentlichen. Auch die Preise – zwischen null und zwei Euro – legen die Künstler meist selbst fest.

Wie viele Musikanbieter sollte man verwenden?

Theoretisch können Sie bei auch bei mehreren oder gleich bei allen Musikanbietern ein Konto anlegen und Musik kaufen. Praktisch ist das aber nicht. Kommen drei oder mehr Anbieter zum Einsatz geht schneller der Überblick verloren, welche Titel bei welchem Anbieter erworben wurden. Am besten konzentrieren Sie sich auf zwei, maximal drei Portale.

Vorsicht beim Firefox

Bei Musikanbietern ohne Zusatzsoftware reicht der Browser zum Einkaufen aus. Doch aufgepasst: Mit alternativen Browsern wie Opera und Firefox kann es problematisch werden. Mitunter scheitert der Download der Lizenzdateien. Verzichten Sie beim Musikkauf auf den Einsatz alternativer Browser, und verwenden Sie ausschließlich den Internet Explorer. 

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