Digitale Reputation: So schützen Sie Ihren Ruf im Internet

Grundsätzlich gilt: Alles, was Sie im Internet über sich verraten, ist für jeden sichtbar. Welche persönlichen Daten über Suchmaschinen gefunden werden, haben Sie weitestgehend selbst in der Hand. Schützen Sie Ihre Identität und Ihren Ruf im Internet mit folgenden Ratschlägen:

Pseudonyme verwenden

Vermeiden Sie die Verwendung Ihres echten Namens. Legen Sie sich für Communities oder Foren ein Pseudonym an, das nicht mit Ihrem echten Namen in Verbindung gebracht werden kann. Das geht auch bei Facebook. Eigentlich verlangt Facebook den echten Vor- und Nachnamen. Sie können aber auch tricksen und zum Beispiel Ihre Namen abkürzen. Heißen Sie zum Beispiel Daniela Echterhoff, nennen Sie sich bei Facebook einfache „Dan Echt“ oder „Dani Ehoff“ oder ähnlich. Ihr echter Name bleibt damit verschleiert; Freunde können Sie anhand der Abkürzungen aber dennoch wiedererkennen.

Wegwerf-E-Mail-Adressen verwenden

Bei Online-Diensten wie Communities oder Foren müssen Sie sich meist mit einer E-Mail-Adresse anmelden, an die ein Freischaltlink geschickt wird. Verwenden Sie für diesen Zweck nicht ihre echte E-Mail-Adresse, sondern legen Sie eine Wegwerf-Adresse an. Das sind Adressen, die nur kurze Zeit gültig sind und danach verfallen – für einmalige Registrierungen ideal. Einweg-Adressen erhalten Sie beispielsweise bei Spamgourmet. Weitere Tricks zu Wegwerfadressen haben wir im Tipp „Wegwerf- und Einweg-E-Mail-Adressen“ zusammengefasst.

Höflich bleiben

Was einmal im Netz „gesagt“ wurde, etwa in Foren oder Blogs, lässt sich kaum wieder revidieren. Bleiben Sie daher bei Ihren Beiträgen höflich und schreiben Sie nichts, was Sie nicht auch fremden Personen ins Gesicht sagen würden. Ihre digitale Reputation steht auf dem Spiel. Das gilt auch für Fotos oder Videos. Veröffentlichen Sie nur Inhalte, die Sie auch in Jahren noch bedenkenlos Vorgesetzten, Ehepartner, Kinder, Eltern oder Nachbarn zeigen würden.

Fotos und Videos ohne Personennamen

Wenn Sie Fotos und Videos bei Community-Seite wie Flickr, Instagram oder YouTube veröffentlichen, sollten Personennamen aus dem Spiel bleiben. Das gilt auch für Nummernschilder oder Außenaufnahmen des eigenen Hauses. Verzichten Sie sowohl beim Profil- und Benutzernamen als auch bei Dateinamen, Kommentaren oder Bildunterschriften auf die Nennung von Namen oder Adressangaben. Nur dann können die Fotos nicht mit den dargestellten Personen in Verbindung gebracht werden.

Profile einschränken

In sozialen Netzwerken wie Facebook können Sie eigene Profile anlegen und dort persönliche Daten wie Hobbies oder Lieblingsfilme verraten. Der Drang nach Selbstdarstellung oder der Wunsch nach möglichst vielen digitalen Freunden verleitet dazu, persönliche oder intime Daten preiszugeben. Hier gilt die Devise „weniger ist mehr“, da Zusatzinformationen wie Lieblingsgerichte, Sportarten oder andere Interessen nur weitere Bausteine zur digitalen Reputation bilden. Bei seriösen sozialen Netzwerken können Sie genau festlegen, welche Informationen für jedermann sichtbar sind und welche nicht. Das eigene Profil ist dann beispielsweise nur für eingeladene oder angemeldete Mitglieder sichtbar. Bei Facebook finden Sie die Einstellungen für die Sichtbarkeit im Bereich „Privatsphäre-Einstellungen„.

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