Dokumente als XPS-Datei drucken

In Windows 7 und Vista ist ein ganz spezieller Drucker installiert, der eigentlich gar kein Drucker ist: der Microsoft XPS Document Writer. Dahinter verbirgt sich ein „Drucker“, der Dokumente nicht auf Papier, sondern in Form einer Datei ausspuckt, einer XPS-Datei. Bei XPS handelt es sich praktisch um elektronisches Papier.

Der Trick macht vor allem beim Verschicken von Dokumenten Sinn: So können Sie beispielsweise eine Rechnung oder Bewerbung in eine XPS-Datei „drucken“ und diese dann per E-Mail verschicken. Wenn der Empfänger ebenfalls über Windows 7 oder Vista oder ein XPS-Anzeigeprogramm verfügt, kann er die Datei am Bildschirm betrachten und sie gegebenenfalls auf einem echten Drucker ausgeben. Das gleiche Prinzip kennen Sie vermutlich bereits von PDF-Dateien.

Das Erzeugen einer XPS-Datei unterscheidet sich kaum vom normalen Druckvorgang. Sie müssen im Drucken-Dialogfenster lediglich den Drucker Microsoft XPS Document Writer auswählen. Wenn Sie den Druckvorgang starten, müssen Sie nur noch angeben, wo die XPS-Datei gespeichert werden soll.

Nach dem Drucken, sprich: Speichern können Sie den „Ausdruck“ auch gleich mit dem XPS-Betrachter überprüfen. Wechseln Sie hierzu in den Ordner, in dem Sie die XPS-Datei abgelegt haben. Klicken Sie doppelt auf die XPS-Datei, um sie am Bildschirm zu betrachten. Sie können die Datei auch per E-Mail verschicken oder auf Ihrer Webseite zum Download anbieten.

XPS gegen Adobe PDF

Das XPS-Format (XML Paper Specification) ähnelt dem PDF-Format von Adobe. Wie beim bereits etablierten PDF-Format sind auch XPS-Dateien prädestiniert für Handbücher, Prospekte, E-Books oder Anleitungen, die am Bildschirm betrachtet oder auf Papier ausgegeben werden können. Wichtigster Unterschied zu PDF: XPS ist bereits in Windows Vista integriert und ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Sie können mit jedem Windows Vista XPS-Dokumente erzeugen oder betrachten. Bei PDF-Format benötigen Sie hierzu Zusatzprogramme – zum Erzeugen von PDF-Dateien sind sogar teure Spezialanwendungen wie Adobe Acrobat Professional (www.adobe.com/de/products/acrobat) notwendig.

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