Festplatte oder SSD? So findest du heraus, welcher Laufwerkstyp im Rechner eingebaut ist

Jeder weiß: Festplatte ist nicht gleich Festplatte. Es gibt die klassischen Festplatten und moderne, superschnelle SSD-Laufwerke. Doch welches Laufwerk ist eigentlich in meinem Rechner oder Notebook eingebaut? Von außen kann man das nicht erkennen. Im Geräte-Manager auch nicht. Wer es genau wissen möchte, schaut ins Defragementierprogramm von Windows.

Festplatte vs. SSD-Laufwerk

In Sachen Laufwerke gibt es zwei grundlegend verschiedene Techniken. Zum einen die alte klassische Festplattentechnik, bei der im Laufwerk tatsächlich dünne magnetische Platten rotieren. Die Technik ist günstig und bietet viel Speicherplatz, gilt aber als strom-hungrig und relativ langsam. Wesentlich schneller (aber auch teurer) sind moderne SSD-Laufwerke. In den Solid State Drives dreht und bewegt sich nichts mehr. Die Daten werden hier nicht auf rotierenden Scheiben, sondern – wie bei einer SD-Speicherkarte – auf winzigen Chips gespeichert. Dadurch sind die SSD-Laufwerke im Vergleich zu klassischen Festplatten rasend schnell.

Von außen kann man nicht erkennen, ob in einem Rechner eine klassische Festplatte oder eine SSD-Platte verbaut ist. Auch bei der täglichen Arbeit sieht man keinen Unterschied. Festplatten und SSD-Platten sehen im Explorer immer gleich aus und tauchen dort zum Beispiel als Lokaler Datenträger (C:) auf.

Festplatte oder SSD? So findest du’s heraus

Nur mit einem Trick kannst du feststellen, ob in deinem Rechner eine lahme Festplatte oder ein ultraschnelles SSD-Laufwerk verbaut ist. Ab Windows 8/8.1 geht’s folgendermaßen:

1.  Öffne mit [Windows-Taste][S] das Suchfenster von Windows, und gib den Suchbefehl Optimieren ein.

2. In der Trefferliste klickst du auf Laufwerke defragmentieren und optimieren.

3. Im Defragmentierprogramm sind alle Laufwerke aufgeführt. Wichtig ist hier die Spalte Medientyp. Hier erfährst du, ob es sich bei dem jeweiligen Laufwerke um eine SSD-Platte (Solid-State-Laufwerk) oder eine stinknormale Festplatte handelt.

Festplattentyp bei älteren Windows-Versionen feststellen

Bei älteren Windows-Versionen wie Windows 7, Vista oder XP verrät das Defragmentierprogramm leider nicht, um welchen Laufwerkstypen es sich handelt. Auch bei RAID-Systeme klappt es mit Bordmitteln nicht. Für diese Fälle empfehlen wir das Gratisprogramm CrystalDiskInfo, das es auch als platzsparende Portable-Version ohne lästiges Installationsprogramm gibt.

Im CrystalDiskInfo-Fenster ist die Zeile Drehzahl wichtig für die Erkennung des Laufwerktyps. Steht hier eine Drehzahl wie 5400 RPM, handelt es sich um eine klassische Festplatte mit rotierenden Scheiben. Die Drehzahl gibt dann an, mit welcher Umdrehung pro Minute sich die Platten drehen, etwa 5.400 mal pro Minute. Steht hier hingegen (SSD), handelt es sich um ein SSD-Laufwerk. Eine Drehzahl kann hier nicht angegeben werden, da sich bei SSDs ja nichts dreht.

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