Gasanbieter-Vergleich: Warum Verbraucher Tarife gegenüberstellen sollten

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes gibt es die Möglichkeit, den Strom- oder Gasanbieter frei zu wählen. Im digitalen Zeitalter ist die Auswahl und der Wechsel einfach und unkompliziert. Doch von den rund 13,5 Millionen Gasnutzern in Deutschland befindet sich noch immer ein Großteil in der vergleichsweise teuren Grundversorgung. Es gibt viele Gründe, warum sich die Verbraucher vor einem Wechsel scheuen, die meisten sind unbegründet. Nachfolgend erklären wir, warum ein Gasanbieter-Vergleich sinnvoll ist und wie Bundesbürger mit einem Gasanbieter-Wechsel Geld sparen können.

Die Zusammensetzung des Gaspreises

Endverbraucher zahlen Erdgas in Kilowattstunden (kWh). Der Gaspreis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Steuern sowie Abgaben
  • Gebühren für die Netznutzung
  • Import und Produktion

Entscheidend für den Endpreis ist in erster Linie der Einkaufspreis für Erdgas. Wie diese Grafik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) (PDF; 19 KB) zeigt, hat sich der Anteil der Erdgasbezugsquellen zwischen 2000 und 2013 stark verändert. Auffällig ist die immer geringer werdende Verwendung eigener Ressourcen von ehemals 19 auf nur noch 10 Prozent. Des Weiteren importiert Deutschland immer weniger aus dem Nachbarland, der Niederlande. Die große Abhängigkeit macht den Gaspreis natürlich anfällig für externe Faktoren, die Deutschland selbst nicht kontrollieren kann. Aktuell sind die Einkaufspreise glücklicherweise niedrig. Der verstärkte Wettbewerb sorgt zudem dafür, dass Gasanbieter um die Gunst der Gasverbraucher kämpfen. Letztere können von günstigen Preisen profitieren, wenn sie die zahlreichen Tarife vergleichen und aus der Grundversorgung wechseln.

Grundversorgungstarife sind in der Regel teurer

Das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv hat den Service und die Konditionen mehrerer Gasanbieter in einer Studie untersucht. Das Ergebnis: Die Tarife der Grundversorger liegt in den meisten Fällen über dem Branchendurchschnitt. Verbraucher können beim Gasanbieter-Wechsel bis zu 16 Prozent sparen. Ein Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 31.000 Kilowattstunden (kWh) spart in München 220 Euro, in Köln sogar 355 Euro durch den Wechsel vom Grundversorger zu einer günstigeren Alternative.

Gastarife vergleichen: Worauf man achten muss

Das digitale Zeitalter macht dem Gasverbraucher das Leben sehr einfach. Laut http://www.gasanbieter.com/, wo es umfassende Informationen zum Thema „Gas“ und den zuvor angesprochenen Tarifrechner gibt, müssen Verbraucher lediglich ihre Postleitzahl und ihren Verbrauch eintragen, und erhalten innerhalb von einer Minute alle wichtigen Daten zu Gasanbietern, die im eigenen Ort einen Gastarif anbieten. Entscheidend bei der Tarifwahl ist nicht nur der Preis, sondern auch folgende Punkte:

  • Wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit?
  • Wie steht es um die Kündigungsfristen?
  • Wann verlängert sich der Vertrag automatisch?
  • Gibt es eine Preisgarantie?

Besonders wichtig ist der letzte Punkt, die Preisgarantie, in Kombination mit einer kurzen Mindestvertragslaufzeit. So bleiben Verbraucher flexibel und schützen sich gleichzeitig vor einer plötzlichen Preisexplosion. Der Wechsel des Gasanbieters ist unkompliziert: Nach dem Tarifvergleich ist ein Gasanbieter-Wechsel in der Regel direkt online möglich. Die Vertragsunterlagen können Interessierte direkt im Tarifvergleich anfordern, ausdrucken, ausfüllen und dann an den Gasanbieter senden. Zum Ausfüllen des neuen Vertrages benötigen Verbraucher lediglich ihre Zählernummer, den aktuellen Zählerstand und die alte Kundenummer. Des Weiteren müssen sie den gewünschten Liefertermin angeben. Um alle weiteren Formalitäten wie zum Beispiel die Kündigung des bestehenden Vertrages, kümmert sich meist der neue Anbieter.

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