Gefahren aus dem Internet – Aufgepasst im E-Mail-Postfach

Die elektronischen Briefe – kurz E-Mails – sind eine feine Sache. Damit können Sie über das Internet mit Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten kommunizieren. Doch es gibt auch Schwarze Schafe, die versuchen, Ihnen per E-Mail etwas zu verkaufen oder zur Herausgabe geheimer Daten wie Kennwörter oder PIN-Nummern auffordern. Daher sollten Sie beim Lesen von E-Mails stets wachsam sein. Wenn Sie folgende Hinweise beachten, verringern Sie das Risiko, auf Betrüger hereinzufallen.

  • Vorsicht bei unbekannten Absendern

Verdächtig sind E-Mails von Absendern, die Sie nicht kennen. Im Zweifelsfall verfahren Sie so wie bei unaufgefordert zugeschickter Briefpostwerbung: ab damit in den Papierkorb, und zwar ungeöffnet. Im E-Mail-Programm gibt es hierzu die Löschen-Schaltfläche, meist in Form des Buchstabens X.

  • Sehr verdächtig: Nachrichten in fremder Sprache

Ein Großteil der Werbe- und Betrugsmails kommt aus dem Ausland. Wenn zum Beispiel bereits die Betreffzeile in Englisch ist, sie aber keine englischsprachigen Bekannten haben, löschen Sie diese Mail sofort.

  • Keine Links in E-Mails anklicken

Viele Betrugsmails enthalten Links (anklickbare Verknüpfungen), die direkt zur Internetseite des Betrügers führen. Generell gilt: Klicken Sie nie einen Link in einer E-Mail an, auch wenn dieser unverdächtig und wie eine normale Internetadresse aussieht.

Das gilt auch für Newsletter oder Werbebriefe. Hier finden Sie oft einen Link namens Austragen oder englisch Remove me, Unlist bzw. Unsubscribe, um sich aus dem Werbeverteiler auszutragen. Auch diesen Link sollten Sie nicht anklicken, da damit der Werbetreibende sofort erkennt, ob Ihre E-Mail-Adresse tatsächlich existiert. Die Folge wäre nur noch mehr Werbung. Wenn Sie trotzdem eine in der E-Mail angegebene Webseite besuchen möchten, sollten Sie manuell den Internet Explorer starten und die Adresse von Hand in das Adressfeld eintragen.

  • Vorsicht bei E-Mails von Ihrer Hausbank

Auch wenn Ihnen Ihre Hausbank eine scheinbar seriöse E-Mail schickt und sie darin auffordert, die Internetseite der Bank zu öffnen oder die E-Mail zu bestätigen, sollten vorsichtig sein. Klicken Sie keinesfalls auf den Link in der E-Mail, da es sich möglicherweise um eine Phishing-Mail handelt.

  • Keine Anhänge öffnen

Einige E-Mails enthalten nicht nur Text, sondern zusätzlich eine beigefügte Datei, auch Anhang genannt. Das kann ein Textdokument, ein Foto, ein Video, eine Musikdatei oder ein Programm sein. Ob eine E-Mail einen Anhang enthält, erkennen Sie im E-Mail-Programm anhand einer kleinen Büroklammer neben dem Absender oder Betreff.

Bei E-Mails mit Anhang ist besondere Vorsicht angesagt. Dahinter verbirgt sich mitunter ein Schadprogramm. Das Schadprogramm wird aktiv, sobald Sie den Anhang öffnen, etwa mit einem Doppelklick auf die Büroklammer. Im Zweifelsfall sollten Sie die E-Mail mitsamt Anhang ungelesen löschen. Oder vergewissern Sie sich zum Beispiel telefonisch beim Absender, ob er Ihnen wirklich einen Anhang geschickt hat – es kann ja auch das neueste Foto Ihres Enkels sein. 

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