Google kennt uns genau: Demografische Merkmale und Interessengebiete für Werbung anzeigen und löschen

Google kennt mehr über Sie als einem lieb ist. Bestes Beispiel sind die „Anzeigenvorgaben“. Google weiß genau, welche Webseiten Sie am häufigsten besuchen. Aus den gesammelten Daten bildet Google ein Interessenprofil – Sie werden praktisch zum gläsernen Surfer. Wir zeigen, wie Sie dem ein Ende bereiten und die gesammelten Interessengebiete löschen.

Google weiß zum Beispiel, dass Sie gerne auf Webseiten zum Thema Auto unterwegs sind, oft nach Computerthemen suchen oder häufig an Online-Communities teilnehmen. Und weil Google das weiß, kann der Suchmaschinenriese Ihnen zielgruppengerechte Werbung präsentieren, etwa rund um Autos, PCs und Facebook.

So funktioniert das Google-Profil?

Wie kommt Google an die Daten? Ganz einfach: Viele Webseiten nehmen am Google-Display-Netzwerk teil. Das ist das Werbenetzwerk von Google – auch unter AdWords bekannt -, über die fast alle Webseiten Google-Werbung in Ihre Webseiten einbauen. Tipps, Trick & Kniffe übrigens auch. Der Banner ganz oben neben dem Logo ist eine solche Google-Werbung.

Wenn Sie eine der Webseiten aufrufen, die an AdWords teilnehmen (das sind praktisch alle), werden Cookies über Ihren Besuch gespeichert. Cookies sind digitale Fingerabdrücke, anhand derer Sie beim nächsten Besuch wiedererkannt werden. Die Fingerabdrücke sorgen aber auch dafür, dass genau nachverfolgt werden kann, welche Webseiten Sie wann wie lange besucht haben. Und genau aus diesen Daten generiert Google für jeden einzelnen von uns ein Nutzerprofil.

Ins Google-Nutzerprofil schauen

Sie möchten’s sehen? Bitte sehr: Um einen Blick ins eigene Google-Nutzerprofil zu werfen, rufen Sie folgende Webseite auf:

Das Ergebnis ist meist überraschend: Im Bereich „Ihre Kategorien“ werden alle Webseitenkategorien aufgelistet, die Sie gerne besuchen. Selbst Ihr Geschlecht kennt Google. Diese Daten verwendet Google unter anderem, um Ihnen passende Werbung zu Ihren Lieblingsthemen zu präsentieren. Die gute Nachricht: Über den Link „Entfernen“ können Sie die germerkten Kategorien aus dem Google-Gedächtnis löschen.

Google-Nutzerprofil abschalten

Das Entfernen einzelner Kategorien löscht den Eintrag zwar aus dem Google-Gedächtnis. Aber nur temporär. Bei der nächsten Surftour wird aber weiter fleißig gesammelt. Das können Sie unterbinden, indem Sie im Bereich „Deaktivieren“ auf die „Deaktivieren“-Schaltfläche klicken. Damit wird Ihr persönlicher Google-Cookie gelöscht, und Google sammelt ab sofort keine weiteren Interessen und demografischen Kategorien. Das gilt aber nur pro Rechner und Browser. Wenn Sie mit einem anderen Browser oder PC surfen, wird der Cookie aufs Neue gesetzt.

Google versichert zwar, dass mit dem Cookie-Verfahren keine personenbezogenen Daten wie Namen oder Adressen gespeichert werden. Ein mulmiges Gefühl bleibt beim Blick ins eigene Google-Protokoll aber doch.

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