Heiratsschwindler auf Online-Partnerbörsen: So schützen sich Frauen

In Internet-Partnerbörsen können Sie viele nette, zu Ihnen passende Männer kennenlernen. Doch Vorsicht: Dort melden sich auch Heiratsschwindler an, um Frauen um Geld zu betrügen. Mit einem gesunden Misstrauen vermeiden Sie Gefahren.

Vor allem ältere Frauen häufig Opfer

Die Internet-Kriminalität steigt insgesamt stark, auch vor Online-Partnerbörsen machen Verbrecher nicht Halt. Dort haben Heiratsschwindler ein neues Betätigungsfeld gefunden: Zockten sie früher Frauen nach einigen persönlichen Begegnungen ab, versuchen sie ihre Masche nun nur noch über den bloßen Kontakt im Internet. „Romance Scamming“ nennen Fachleute die Betrugsmasche per Online-Partnerbörse.

Fallen Sie auf einen solchen Heiratsschwindler herein, sehen Sie Ihr Geld nie wieder. Diese Heiratsschwindler befinden sich meist in Staaten, in denen deutsche Sicherheitsbehörden nichts ausrichten können. Der Ablauf ähnelt sich bei fast jedem Heiratsschwindler: Sie schreiben Frauen an, geben sich als Mitglied der gehobenen Schicht aus und suchen durch intensiven Mailaustausch Vertrauen zu gewinnen. Irgendwann weisen die Heiratsschwindler auf einen angeblichen Notfall hin und bitten um finanzielle Hilfe. Meist geschieht dies unaufdringlich, Heiratsschwindler setzen auf Mitleid. Spätestens jetzt sollte die Alarmglocken schrillen.

Skepsis schützt vor finanziellen Schäden

Sowohl im realen Leben als auch auf virtuellen Plattformen: Der beste Schutz vor Betrug ist in beiden Fällen das gesunde Misstrauen. Geben Sie nie leichtfertig Geld aus der Hand. Bei einem Profil im Internet können Sie nicht wissen, wer sich dahinter verbirgt. Heiratsschwindler geben dort komplett unwahre Angaben an. Diese Gefahr der Fake-Profile besteht im Internet immer, Sie können diese nicht nachprüfen.

Zurückhaltende Kontaktaufnahme empfiehlt sich

Sie sollten deshalb stets Vorsicht walten lassen und folgende Tipps beherzigen:

  • Zeit lassen: Lassen Sie sich nie vorschnell auf persönliche Kontakte ein. Nehmen Sie sich genügend Zeit für das erst Kennenlernen, und hinterfragen Sie die Stimmigkeit der Geschichten, welche Ihre Kontakte erzählen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Verdächtige Forderungen: Falls Ihnen der vermeintliche Traumpartner ungereimte Geschichten erzählt oder nach Geld verlangt, sollten Sie den Kontakt sofort abbrechen.
  • Identität schützen: Viele begehen den Fehler, dass sie an Heiratsschwindler Daten wie die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer übermitteln. Bei vielen Partnerbörsen können Sie über ein geschütztes Mailsystem anonym in Kontakt treten. Dieser Sicherheitsmechanismus wirkt aber nicht, wenn Sie außerhalb der Plattform kommunizieren. Verlangt jemand direkt die private E-Mail-Adresse, sollten Sie skeptisch werden. Auch private Daten wie Telefonnummer oder Adresse sollten Sie erst dann preisgeben, wenn Sie sich hundertprozentig sicher fühlen.
  • Auffällige Profile melden: Auffällige Mitgliederprofile, hinter denen sich Heiratsschwindler vermuten, werden oftmals automatisch von den Sicherheitssystemen der Anbieter gelöscht. Kommt Ihnen ein Kontakt suspekt vor, können Sie ihn auch selbst melden.

Ein Kommentar

  1. Linda-Tabea Vehlen 6. Mai 2014

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