Individuell und preiswert einrichten mit gebrauchten Möbeln

Es gibt viele Gründe dafür, sich bei seiner Einrichtung für den Kauf von gebrauchten Möbeln zu entscheiden. Die einen müssen aus finanziellen Gründen darauf achten, dass sie möglichst wenig ausgeben und andere bevorzugen ältere Stücke, weil sie individueller sind als das Einheitsmobiliar aus dem Möbelhaus.

Wie viel ist ein gebrauchtes Möbelstück noch wert ist

Bevor man sich auf die Suche nach gebrauchten Möbeln macht, sollte man wissen, wie viel ein solches Stück noch in etwa kosten darf und ob es sich tatsächlich lohnt, dieses zu kaufen.

Der Zeitwert eines gebrauchten Möbelstücks ist im Wesentlichen davon abhängig, was es ursprünglich mal gekostet hat. Ein weiteres Kriterium ist natürlich das Alter. Dabei muss man unterscheiden, ob es nur einfach lange und viel benutzt wurde oder doch schon antik ist. Außerdem ist auch die Herkunft des Möbels ausschlaggebend. Ein preiswerter Stuhl aus einem schwedischen Möbelhaus ist nach zwei Jahren kaum noch etwas wert, ein topgepflegter Designerstuhl hingegen verliert mit den Jahren nur wenig an Wert. Der Zustand des Stücks ist natürlich ebenfalls entscheidend. Ist das Möbelstück durch seinen Gebrauch beschädigt, die Oberfläche verkratzt oder etwas daran abgebrochen, senkt das den Preis erheblich. Ausnahmen sind antike Stücke.

Welche Gewährleistungsrechte es dafür gibt

Die Gewährleistungsfrist beim Kauf beweglicher Sachen beträgt normalerweise zwei Jahre. Bei gebrauchten Gütern kann die Frist vertraglich auf ein Jahr verkürzt werden. Wenn ein Mangel bereits zum Übergabezeitpunkt des Möbelstücks erkennbar ist, muss der private Käufer diesen umgehend melden. Tritt innerhalb von sechs Monaten nach Übergabe ein Mangel auf, spricht man von einem verdeckten Mangel, also man geht davon aus, dass er bereits bei Übergabe vorlag. Nach Ablauf dieser Frist muss der Käufer im Streitfall beweisen, dass der Fehler von Anfang an bestand. Auch Privatkäufer, die Möbel über das Internet anbieten, können ihre Haftung bei Gewährleistungsansprüchen nicht generell ausschließen.

Wo man besondere Stücke finden kann

Gebrauchte Möbel kann man entweder auf Flohmärkten, bei Gebrauchtmöbelhändlern oder bei Anzeigenportalen wie Local24.de im Internet kaufen. Entweder man hält dabei nach gut erhaltenen Stücken Ausschau oder man entscheidet sich für einen Einrichtungsgegenstand, den man selbst aufbereitet. Dabei muss es sich nicht unbedingt eine kostbare Antiquität handeln, sondern es kann auch eine in die Jahre gekommene Kommode sein, die mit einem Anstrich in neuem Glanz erstrahlt. Derzeit sind Eichenholzmöbel wieder besonders gefragt. Wer so ein Stück selber aufarbeitet, kann sich trendgemäß einrichten, ohne viel Geld auszugeben. Manchmal reicht es schon, wenn man das Möbelstück gründlich reinigt. Aber auch kann die Restaurierungen in Eigenregie selbst durchgeführt werden.

Dazu besorgt man sich Schleifpapier, Lacke, Lackierrolle, Spachtelmasse, Pinsel und eventuell Beschläge und Griffe im Baumarkt. Zunächst müssen alle Metallbeschläge abgeschraubt und entfernt werden. Dann ist das Möbel mit Schleifpapier abzuschleifen und unebene Stellen oder Kratzer sollten mit Spachtelmasse ausgefüllt werden. Anschließend wird das Ganze mit einem Vorlack gestrichen. Ist dieser getrocknet, trägt man eine Spachtelmasse dünn auf, damit die Oberfläche glatt wird. Danach schleift man nochmal ab, trägt den zweiten Voranstrich auf und streicht schließlich alles mit einem Acryllack.

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