Internet Explorer: Sicher surfen

Im Internet gibt es auch Schwarze Schafe. Hacker schaffen es immer wieder, durch gefälschte E-Mails und Webseiten sensible Daten wie Kennwörter oder PIN und TAN fürs Homebanking zu ergaunern. Die Webbetrüger verschicken dabei E-Mails, die exakt genau so aussehen wie z. B. E-Mails der eigenen Hausbank. Sogar als Absender erscheint die Hausbank. Sowohl der Absender als auch der Inhalt sind jedoch gefälscht. Fachleute sprechen hier vom Phishing, dem Fischen nach persönlichen Informationen.

Der Internet Explorer verfügt über einen eingebauten Anti-Phishing-Mechanismus. Die Funktionsweise ist simpel, aber effektiv: Bevor eine Seite dargestellt wird, schickt der Internet Explorer die Webadresse erst einmal zu Microsofts Anti-Phishing-Server. Auf den Sicherheitsservern sind Listen der bekanntersten Phishing-Seiten gespeichert. Hier wird zunächst genau untersucht, ob es sich bei der Seite nicht etwa um eine betrügerische Webseite handelt. Erst wenn die Adresse „sauber“ ist, zeigt der Internet Explorer die komplette Webseite. Kommt Windows die Adresse hingegen suspekt vor, erscheint ein Warnhinweis. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie die Seite tatsächlich besuchen möchten oder nicht.

Der Phishingfilter des Internet Explorers hat eine betrügerische Phishing-Webseite entdeckt und blendet einen Warnhinweis ein.

Ob gerade eine Überprüfung stattfindet, können Sie leicht erkennen. Sobald der Internet Explorer eine Webseite durch den Phishingfilter schickt, erscheint ganz unten in der Taskleiste des Internet Explorers – links neben der kleinen Weltkugel – ein Symbol mit gelbem Ausrufezeichen. Erst wenn die Untersuchung abgeschlossen und die Webseite „sauber“ ist, verschwindet das Symbol wieder.

Sollte die Überprüfung ausbleiben und das Symbol nicht in der Statuszeile erscheinen, ist die automatische Überprüfung vermutlich deaktiviert. Das können Sie leicht nachprüfen:

1. Klicken Sie im Internet Explorer auf Extras.

2. Wählen Sie den Befehl Phishingfilter | Phishingfiltereinstellungen.

3. Blättern Sie in der Liste des folgenden Dialogfensters nach unten bis zum Abschnitt Phishingfilter.

4. Hier sollte die Option Automatische Websiteprüfung einschalten aktiviert sein. Nur dann schickt der Internet Explorer jede Webseite erst durch den Phishingfilter.

Manuelle Prüfung

Übrigens: Wenn Sie sich nicht auf die automatische Überprüfung verlassen oder die Analyse noch einmal wiederholen möchten, können Sie manuell eine erneute Überprüfung veranlassen. Wählen Sie hierzu im Internet Explorer den Befehl Extras | Phishingfilter | Diese Webseite überprüfen. 

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