Internet Explorer Privatmodus: Privates bleibt privat

Beim Internet Explorer ist Sicherheit ein großes Thema. Das muss es auch, denn im Web wimmelt es von Hackern, Betrügern und bösartigen Downloads. Damit beim Surfen nichts passieren kann, ist der Internet Explorer mit intelligenten Schutzfunktionen ausgestattet. Phishing-Angriffe auf PIN- und TAN-Nummern oder Attacken mit gefälschten Webadressen verlaufen damit im Sande. Bei jedem Seitenaufruf, ja sogar bei der Eingabe einer Adresse, achtet der Internet Explorer darauf, dass sich hinter der Webseite kein schwarzes Schaf versteckt. Wird der Browser fündig oder kommt etwas suspekt vor, schlägt der Internet Explorer sofort Alarm und blockiert die gefährlichen Inhalte.

Privates bleibt privat

Beim Surfen auf fremden Rechnern – etwa im Internet Cafe oder am Rechner von Freunden oder Kollegen – bleibt oft ein mulmiges Gefühl. Welche Daten meiner Surftour werden auf dem Rechner gespeichert? Im Normalfall eine Menge. Über die Verlaufsliste kann zum Beispiel jeder nachverfolgen, welche Seiten zuletzt besucht wurden; in Formularen werden mitunter Eingaben wie Benutzername oder das Kennwort gespeichert. Ganz zu schweigen von temporären Internetdateien und Cookies der Webanbieter. Die gute Nachricht: Es geht auch diskreter.

Mit der Funktion InPrivate Browsen können Sie ohne Surfspuren im Internet surfen. Wenn Sie zum Beispiel im Web nach Geburtstagsgeschenken suchen, kann später niemand mehr nachverfolgen, in welchen Shops Sie gestöbert haben. So funktioniert das private Surfen:

1. Um ohne Spuren zu surfen, rufen Sie den Befehl Sicherheit | InPrivate-Browsen auf oder drücken die Tastenkombination [Strg]+[Umschalten/Shift]+[P]. Alternativ hierzu können Sie auch eine neue Registerkarte öffnen (Tastenkombination [Strg]+[T]) und auf Ein Fenster für das InPrivate-Browsen öffnen klicken.

2. Es erscheint ein neues Browserfenster, das in der Adressleiste und in der Titelleiste zusätzlich mit dem Hinweis InPrivate gekennzeichnet ist. Solange die InPrivate-Kennzeichnung vor der Adresszeile steht, brauchen Sie sich keine Sorgen um Surfspuren zu machen.

Beim privaten Surfen werden auf dem Rechner keinerlei Informationen über den Internetausflug aufgezeichnet. Was im InPrivate-Modus mit den sonst üblichen Spuren passiert, zeigt folgende Übersicht:

Verlauf – Es werden keine Adressen besuchter Seiten gespeichert.

Formulardaten und Kennwörter – Kennwörter, Benutzernamen und andere Formulareingaben werden nicht gespeichert.

Adressleiste, AutoVervollständigen – Es werden keine Adresseingaben gespeichert.

Cookies  – Cookies werden wie gewöhnlich gespeichert, damit alle Seiten fehlerfrei funktionieren. Sobald Sie das InPrivate-Browserfenster schließen, werden alle Cookies dieser Sitzung restlos gelöscht. Das gleiche gilt für den sogenannten DOM-Speicher (auch „Super-Cookie“) genannt.

Temporäre Internetdateien  -Während des InPrivate-Browsens speichert der Browser temporäre Internetdateien, die beim Schließen des Browsers aber restlos entfernt werden.

Phishingcache – Damit Sie auch im Privatmodus vor Phishingseiten geschützt sind, werden die Daten des Phishing-Caches gespeichert, allerdings in verschlüsselter Form.

3. Sobald Sie wieder normal surfen und die Komfortfunktionen wie Verlaufsliste, AutoVervollständigen und gespeicherte Formulardaten nutzen möchten, müssen Sie das InPrivate-Fenster nur schließen. Alle Cookies und temporären Internetdaten werden daraufhin gelöscht und andere PC-Nutzer können nicht mehr nachverfolgen, auf welchen Webseiten Sie sich getummelt haben.

InPrivate heißt nicht anonym

Im InPrivate-Modus werden auf dem eigenen Rechner zwar keine Surfspuren hinterlassen, Sie surfen aber trotzdem nicht komplett anonym. Trotz Privatmodus werden zum Beispiel bei den Webseitenbetreibern und den Knotenpunkten im Internet Daten wie IP-Adressen und aufgerufene Webseiten gespeichert. Wirklich anonym geht es nur mit Zusatztools wie JAP (http://anon.inf.tu-dresden.de) oder Tor (www.torproject.org/index.html.de).

Damit Sie beim Surfen keine persönlichen Angaben auf dem Rechner hinterlassen (etwa im Internet Cafe oder dem Rechner eines Kollegen), verwenden Sie die Funktion InPrivate-Browsen. Verräterische Surfspuren werden so gar nicht erst angelegt.

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