Ist rohes Gemüse gesünder als gekochtes?

„Rohkost ist gesund und enthält jede Menge Vitalstoffe, daher sollte man täglich rohes Obst und Gemüse essen“, „Durch das Garen werden die Nährstoffe aus dem Gemüse vom Körper erst richtig aufgenommen.“ – vermutlich sind Ihnen solche scheinbar widersprüchlichen Aussagen auch schon bekannt. Doch wie ist es denn nun? Ist gekochtes Gemüse gesünder oder ist Rohkost die bessere Alternative?

Rohkost enthält mehr Vitamine und Enzyme

Klar ist, dass Gemüse ab etwa 50 °C wertvolle Vitalstoffe verliert. Vitamine, Enzyme, ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe werden – je nachdem, wie hoch die Temperatur liegt – mehr und mehr zerstört. Wird das Gemüse gekocht, so gehen zudem viele Inhaltsstoffe in das Kochwasser über, das häufig abgeschüttet wird. Rohkost enthält demzufolge also noch alle natürlich vorkommenden Mengen an Nährstoffen. Weitere Vorteile von rohem Gemüse sind, dass die Farbe und die knackige Konsistenz (zu Gunsten der Zahngesundheit) erhalten bleiben, es einen hohen Sättigungswert aufweist und dass es meist einen guten Geschmack zeigt und im Gegensatz zu gekochtem Gemüse nicht mehr großartig gewürzt und gesalzen werden muss.

Die Vorteile des Garens von Gemüsegewächsen

Schon seit Jahrtausenden werden Gemüsegewächse gekocht. Viele Gemüsesorten werden dadurch erst entgiftet. Auberginen, Rhababer, Spinat, Mangold, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Yamswurzel und Bohnen enthalten Substanzen (z. B. Oxalsäure), die in großen Mengen giftig sind und erst beim Kochen zerstört werden. Kohlgemüse wie Kohlrabi, Weißkohl, Rosenkohl und Brokkoli werden durch Erhitzen leichter verdaulich gemacht – im rohen Zustand führen sie oft zu Blähungen. Doch gegartes Gemüse wie z. B. Tomaten kann auch manche Nährstoffe vervielfachen.

Gemüse lieber sanft erhitzen

Legen Sie bei der Zubereitung von Gemüse Wert auf einen sanften Erhitzungsvorgang, damit nicht so viele Nährstoffe verloren gehen. Am besten ist Dämpfen und Kochen. Durch das Erhitzen werden Zellwände aufgebrochen, wodurch viele Inhaltsstoffe für den Organismus greifbarer werden. Doch bauen Sie auch regelmäßig Rohkost in Ihre Ernährung ein – darin sind oft mehr Vitamine und Enzyme enthalten als in gegartem Gemüse.

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