Jeder nur eine Partition – Festplatten richtig aufteilen

Neu gekaufte Computer verfügen in den meisten Fällen über nur eine Festplatte, die Sie in Windows als Lokaler Datenträger C: wieder finden. Mitunter tauchen aber weitere Festplatten-Laufwerksbuchstaben – z. B. D: oder E: – auf, obwohl nur eine einzige Festplatte eingebaut ist.

In diesem Fall wurde die Festplatte in so genannte Partitionen (Teilbereiche) unterteilt. Jede Partition der Festplatte erhält dann im Arbeitsplatz einen eigenen Laufwerksbuchstaben. Für Windows sieht es so aus, als wären weitere Festplatten installiert – obwohl es sich physikalisch nur eine einzige, dafür aber aufgeteilte Platte handelt.

Warum sind einige Festplatten in Partitionen aufgeteilt, andere nicht? Hier scheiden sich die Geister. Oft sind es die persönlichen Vorlieben von Herstellern oder Anwendern, eine Festplatte zu partitionieren (aufzuteilen) oder als Ganzes zur Verfügung zu stellen. Es gibt zum Beispiel Anwender, die Ihre Festplatte gleich in fünf oder mehr Teilstücke aufspalten – andere haben es lieber „am Stück“.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:

Eine zusammenhängende Festplatte C:

Vorteile:

– Betriebssystem, Daten und Programme sind zentral an einem Platz

– Unterordner wie Programme oder Eigene Dateien schaffen Ordnung und Übersicht

– Die gesamte Kapazität der Festplatte steht zur Verfügung

Nachteile:

– Beim Backup der gesamten Festplatte können Sie nicht zwischen Betriebssystem und Daten (oder anderen Bereichen) unterscheiden – es wird stets die komplette Festplatte gesichert. Dieser Nachteil wirkt sich allerdings nur aus, wenn Sie Festplatten-Sicherungsprogramme von Drittherstellern verwenden – z. B. Symantec Ghost – die komplette Festplatten sichern.

Partitionierte Festplatten (C:, D:, E: usw.)

Vorteile:

– Klare Trennung z. B. zwischen Betriebssystem, Programmen, Daten oder Spielen auf eigenen Teil-Festplatten

Nachteile:

– Es steht nicht die gesamte Kapazität der Festplatte zur Verfügung. So kann es z. B. auf der Daten-Partition eng werden, obwohl auf anderen Partitionen noch jede Menge Platz verfügbar. Dann ist mühsames Neu-Partitionieren notwendig. Oder Sie müssen Ihre Partitions-Struktur über Bord werfen und beispielsweise Ihre Musiktitel doch auf der Spiele-Partition speichern. Ordnung adé.

Welcher Weg ist der Optimale? Ich persönlich empfehle, alles auf einer Festplatte/Partition zu lassen. Die klare Trennung von z. B. Betriebssystem und Daten können Sie auch auf einer „Eine-für-Alles“-Festplatte wunderbar herstellen: Mit der richtigen Ordner-Struktur. Das Betriebssystem ist beispielsweise im Ordner C:Windows, die Daten im Ordner C:Eigene Dateien. Eigene Laufwerksbuchstaben hierfür sind überflüssig.

Ob und in wie viele Partitionen Ihre Festplatte aufgeteilt ist, können Sie leicht selbst herausfinden:

1. Klicken Sie auf Start, und rufen Sie den Befehl Systemsteuerung auf.

2. Anschließend klicken Sie auf Leistung und Wartung sowie auf Verwaltung.

3. Klicken Sie doppelt auf Computerverwaltung.

4. Klicken Sie im linken Bereich der Computerverwaltung auf Datenträgerverwaltung.

5. Im nachfolgenden Dialogfenster listet Windows alle in Ihrem PC eingebauten Laufwerk auf – Festplattenlaufwerke, CD-Laufwerke und USB-Laufwerke.

Im unteren Bereich des Fensters erkennen Sie, ob Ihre Festplatte partitioniert ist. Erscheint z. B. neben Datenträger 0 nur ein durchgehender Balken, ist die Festplatte „in einem Stück“. Erscheinen hingegen mehrere Teil-Balken, ist Ihre Festplatte entsprechend zerstückelt.

Vorsicht: Die Computerverwaltung ist ein mächtiges Werkzeug. Hier können Sie komplette Festplatten oder Partitionen unwiederbringlich löschen oder neue Partitionen anlegen. Änderungen an der Festplatten-Struktur sollten nur erfahrene Benutzer vornehmen – und natürlich nur, nachdem Sie eine Sicherheitskopie Ihrer Daten angelegt haben.

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