KeePass 2 – Der Nachfolger der bekannten Passwortverwaltungssoftware

Heute benötigen wir für fast alles im Internet ein Passwort, da viele Webseitenbetreiber dies für die sicherste Art der Anmeldung halten. Selbstverständlich ist es empfohlen, sich für jeden Dienst ein neues, im optimalen Falle sogar langes und kompliziertes Passwort auszudenken, doch viele Nutzer können sich nur eine begrenzte Anzahl merken oder verwenden, noch schlimmer, ein einziges Passwort für alle oder mehrere Dienste und Anwendungen. Gelangt dieses in die Hände von dritten Personen, ist somit nicht nur ein Account in Gefahr, sondern gleich mehrere. KeePass 2 ist der Nachfolger der bekannten Passwortverwaltungssoftware, mit dem sich alle genutzten Passwörter ganz einfach auf dem Computer oder einer Netzwerkfestplatte speichern lassen. So muss man sich nur noch ein einziges Passwort merken und hat dadurch Zugriff auf alle anderen.

Sicher wie ein Banksafe

Das Speichern von Passwörtern auf dem Rechner ist ein Risiko, aber ein noch höheres Risiko ist es, ein einzelnes Passwort für verschiedene Dienste zu verwenden. Außerdem verwendet KeePass 2 einen sehr sicheren Algorithmus, alle eingegebenen Daten werden in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert, auf die man nur Zugriff hat, wenn man den sogenannten „Masterkey“, das ist das Passwort für Selbige, korrekt eintippt. Keins der Passwörter wird als Klartext gespeichert, die Verschlüsselungstiefe beträgt 256 Bit und ist damit auf einer Höhe mit den Verschlüsselungsmethoden von Banken, die mit sensiblen Daten umgehen. Die Frage, ob KeePass 2 sicher ist, lässt sich also eher mit Ja als mit Nein beantworten, wobei aus rechtlichen Gründen darauf hingewiesen werden muss, dass niemals eine absolute Sicherheit gewährt werden kann. Die hat man aber auch nicht, wenn man sich die Passwörter einfach so merkt.

Ressourcenschonende Open-Source-Software mit Portable-Kompatibilität

KeePass war bereits minimalistisch und simpel, KeePass 2 ist nicht nur anwenderfreundlicher, sondern auch ein echtes Leichtgewicht. Nur 2,4 Megabyte nimmt die Open-Source-Software in Anspruch und kann ohne Installation auch via USB-Stick oder externer Festplatte geöffnet werden. Die Standardversion ist in englischer Sprache verfügbar, auf der Webseite des Betreibers, www.keepass.info, werden aber auch mehr als 20 andere Sprachen, unter anderem Deutsch, angeboten. Beim ersten Start erstellt KeePass automatisch eine Datenbank mit vorgefertigten Gruppen. Diese lassen sich per Drag&Drop ganz einfach anordnen, verwalten und umbenennen. Die rechte und untere Seite ist für die Passwörter reserviert. Hier kann man auch URLs, beispielsweise für die Logins auf bestimmten Webseiten, angeben oder KeePass den Login ganz automatisch ausführen lassen. Insgesamt ist KeePass ein erstklassiges Tool zur Verwaltung seiner Passwörter, wirklich sensible Einloggdaten, beispielsweise für das Kreditkarten- oder Online-Banking, sollte man aber besser im Kopf behalten.

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