Keine Chance für Spam: Tipps gegen unerwünschte Werbung

Früher oder später erwischt es jeden Internet-Nutzer: Trotz sorgsamen Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse quillt das Postfach über mit unerwünschten Werbebotschaften.

„Spam“ wird der massenhaft und unverlangt zugesandte Werbemüll genannt. Der Begriff stammt aus einem Sketch der Comedyserie Monthy Python’s Flying Circus, in dem das Wort Spam über einhundert mal erwähnt wird. Im Sketch geht es um eine Speisekarte, die nur aus Gerichten mit Spam besteht. Ursprünglich ist Spam die Abkürzung für Spiced Ham (Gewürzter Schinken) und seit 1936 in den USA ein Markenname für Dosenfleisch.

Die Masse an Spam-Mails steigt von Tag zu Tag. Nach aktuellen Studien des MessageLabs Intelligence Report (www.messagelabs.com/Threat_Watch/Intelligence_Reports) sind im Schnitt fast zwei Drittel der im eigenen Postfach landenden E-Mails Spam.

Selbst hohe Bußgelder, die in Deutschland und anderen Ländern für unverlangt zugesandte Werbemails drohen, können Spammer nicht abschrecken. Neun von zehn Absendern sitzen im Ausland, vornehmlich in Afrika und Asien. Die abschreckende Wirkung von hohen Bußgeldern verpufft hier wirkungslos.

Nicht jeder Newsletter ist Spam

Einige E-Mails werden fälschlicherweise als Spam bezeichnet, obwohl sie es gar nicht sind. Wenn Sie zum Beispiel bei einem Gewinnspiel teilnehmen oder online einkaufen und dabei die Einverständniserklärung für die Weitergabe Ihrer E-Mail-Adresse geben, sind Werbemails der Gewinnspielveranstalter oder Warenhäuser kein Spam – schließlich haben Sie ja Ihre Zustimmung dafür gegeben.

Spam ist nicht nur lästig, es kostet auch bares Geld. Nach einer EU-Studie belaufen sich die Kosten allein in Europa auf 2,5 Milliarden Euro jährlich. Das stundenlange Lesen und Löschen unerwünschter Müll-Mails kostet wertvolle Arbeitszeit.

Tipps zum Vermeiden von Spam

Auch wenn sich Spam fast nie ganz vermeiden lässt: Einige wichtige Tipps und Hinweis zum Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse verhindern zumindest das Ertrinken in der Spamflut.

So geht’s: Folgende Maßnahmen gegen E-Mail-Spam haben sich in der Praxis bereits bewährt:

Sorgsamer Umgang mit der eigenen E-Mail: Geben Sie die eigene E-Mail-Adresse nicht blind an jeden weiter. Sobald die Adresse einmal in die Hände der Spammer gelangt, kommen Sie aus der Spam-Spirale nicht mehr heraus. Die private E-Mail-Adresse sollte nur Freunden und Verwandten bekannt sein.

Für jeden Zweck eine Adresse: Einige Provider gestatten es, beliebig viele E-Mail-Adressen anzulegen und diese auf eine Haupt-Adresse umzuleiten. Nutzen Sie den Service, um für jeden Zweck eine eigene Adresse zu verwenden, etwa buechershopxy@meineadresse.de für Bestellungen beim Büchershop XY. Sollten Sie später genau an diese Adresse Spam erhalten, können Sie zumindest feststellen, wer Ihre E-Mail-Adresse weitergegeben hat. Zudem können Sie betreffende E-Mail-Adresse sperren oder alle an diese Adresse geschickten Mails automatisiert löschen.

Wegwerf-Adressen verwenden: Wenn Sie E-Mail-Adresse nur einmalig benötigen, etwa bei der Anmeldung zu einem Forum, lohnen sich Wegwerf-Adressen. Spamgourmet (www.spamgourmet.com) richtet zum Beispiel kostenlos eine Einwegadresse ein, die nach einer bestimmten Anzahl eingehender Mails oder einer festgelegten Gültigkeitsdauer automatisch wieder gelöscht wird.

Adressen verschleiern: Manchmal ist es unumgänglich die eigene E-Mail-Adresse zu veröffentlichen, zum Beispiel im Impressum der eigenen Webseite oder in Foren bzw. Newsgroups. Das ist ein gefundenes Fressen für so genannte Adress-Harvester (Adress-Ernter), die automatisiert das Internet nach so veröffentlichten E-Mail-Adressen abgrasen. Veröffentlichte E-Mail-Adressen sollten Sie so verschleiern, dass zumindest Adressroboter die Adresse nicht automatisiert einlesen können. Auf der eigenen Webseite können Sie beispielsweise die Adresse als Grafik anlegen: Schreiben Sie die Adresse wir gewohnt, machen Sie davon einen Screenshot (Bildschirmabbildung) und setzen Sie die Grafikdatei statt der echten Adresse auf die Webseite.

In Newsgroups oder Foren sollten Sie die Adresse so verschleiern, dass Personen, nicht aber Roboter die Adresse lesen können, etwa in der Form

petermuellerLOESCHMICH@email.de (LOESCHMICH vorher löschen)

Um Spam erst gar nicht entstehen zu lassen helfen Anbieter von Wegwerfadressen wie www.spamgourmet.com. 

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