Kidsclub contra Facebook, ab wann darf mein Kind ins Netz?

Die Zahl der jungen Internetnutzer steigt kontinuierlich. In beinahe jeder Familie ist ein PC vorhanden und längst zum alltäglichen Unterhaltungsgegenstand und Kommunikationsmittel geworden. Studien haben gezeigt, dass bereits 3jährige online sind und dass beinahe die Hälfte aller Vorschulkinder regelmäßig surft. Dass mehr als ein Drittel aller Grundschüler bereits in Besitz eines Facebook-Profis sind, regt zum Nachdenken an.

Ab wann sollte ein Kind zu Facebook?

Laut den Geschäftsbedingungen des Anbieters ist die Anmeldung auf Facebook erst ab 13 Jahren erlaubt. Doch das soziale Netzwerk achtet wohl eher sporadisch auf die Daten seiner Mitglieder. Wie sonst lässt es sich erklären, dass bereits Babys von Mama und Papa mit einem Facebook-Profil ausgestattet werden? Da Kinder erfahrungsgemäß recht leichtfertig mit Daten umgehen, hat Facebook auf seinem Minderjährigen-Profil Einschränkungen hinsichtlich der Dateneinstellungen und der Datenweitergabe gemacht. Weitere Informationen finden interessierte Eltern unter facebook-fuer-eltern.net.

Was können Eltern tun?

Falsch wäre es, die Kinder am PC sich selbst zu überlassen. Erste Schritte der Kleinen auf Facebook sollten von den Eltern begleitet werden. Probleme wie Datenschutz und Datenmissbrauch sollten Sie direkt ansprechen. Ratsam ist es, wenn Kinder keine “Online-Freundschaften” knüpfen sondern nur mit Personen kommunizieren, welche sie persönlich kennen. Zahlreiche Profile sind fingiert und könnten für die Kinder zu einer gefährlichen Falle werden. Von Antiviren-Firmen gibt es spezielle Kinderschutz-Tools für Facebook und andere soziale Netzwerke, etwa von Avira (SocialShield), BitDefender (Parental Control) und Symantec. Ebenfalls empfehlenswert: Der Ratgber „Mein in Kind ist bei Facebook“ aus dem Addison-Wesley-Verlag.

Welche Daten sind erlaubt?

Die Kinder sollten keine persönlichen Daten, wie Adressen, Handynummern oder Geburtstage und Wohnort preisgeben. Bei privaten Informationen sollten die Kinder nur die Informationen posten, die sie auch bereit wären, in ihrer Schule am schwarzen Brett kundzutun. Besuchen Sie die Profile Ihrer Kinder nur, wenn sich ernsthafte Sorgen einstellen. Wer regelmäßig die Einträge seiner Kinder liest, verletzt deren Privatsphäre.

Wie lange sollen Kids ins Netz?

Bei Kleinkindern ist ein wenige Minuten umfassender Online-Aufenthalt völlig ausreichend. Grundschülern sollten Sie Gelegenheit geben, den Computer auch für die Erledigung der Schulaufgaben zu nutzen. Etwa eine Stunde täglich sind hier ein vertretbarer Rahmen. Bei Teenagern ist die tägliche Onlinezeit schwer zu begrenzen. Gestehen Sie Ihren jugendlichen Nachkommen mehr Freiheiten im Netz zu und setzen Sie statt täglicher Grenzen Wochenlimits.

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