Kinder in der Pubertät – Nützliche Tipps für Eltern

Die Pubertät betrifft nicht nur die Teenager selbst, auch für die Eltern ist diese Lebensphase oft gleichermaßen schwierig. Auch für sie erfordert die neue Situation eine Umstellung, denn mit der sich neu entwickelnden Persönlichkeit der Kinder will Umgang durchaus erst einmal gelernt sein. Der Nachwuchs wächst heran, verbringt mehr Zeit mit Freunden als Familie, präsentiert sich launisch und nabelt sich somit bewusst vom Elternhaus ab. Ein wichtiger Prozess im Leben der Kinder, denn erst so wird die Persönlichkeit und Identität geformt, die einen als Erwachsenen letztendlich auszeichnet. Weiterhin werden Themen wie Alkohol, Partys und Sex in der Pubertät ein immer präsenteres Thema, welchen sich anzunehmen die Eltern nicht fürchten müssen.

Verständnis, Konsequenz und klare Regeln

Die Erziehung funktioniert meist einwandfrei solange sich die Pubertät noch nicht bemerkbar gemacht hat. Wenn jedoch die Hormone das Tanzen beginnen, ist es nicht verwunderlich, wenn Eltern ihre eigenen Kinder zeitweise kaum noch wieder erkennen. Oft stellt sich die Frage, wie dieses Dilemma abzuschalten ist, doch abgeschaltet werden muss im Grunde gar nichts. Ebenso wichtig wie klare Regeln ist es, Verständnis für den Prozess zu zeigen, der in den Kindern vorgeht. Aber was kann man durchgehen lassen und wo sind klare Schranken aufzuweisen? Grundsätzlich sind hier Mittelwege eine gute Taktik, denn Teenager müssen wissen, wo ihre Grenzen sind. Einen großen Teil tragen bereits ein geordneter Tagesablauf und ein geregeltes Familienleben bei. Regeln sollten nicht streng diktiert sondern mit realistischen, nachvollziehbaren Gründen aufgestellt werden. Der Teenager benötigt vor allem Vorbilder und es ist für Eltern durchaus lohnenswert, sich diesen anzunähern und dem Nachwuchs den Rücken zu stärken.

Vertrauen in den Nachwuchs haben

Auch wenn die Teenager den Eindruck machen, die Eltern oder den Rest der Familie meiden zu wollen, steckt nicht unbedingt Ablehnung dahinter. Psychischer und auch körperlicher Beistand gehört nach wie vor zu den wichtigsten Aufgaben des Elternhauses, auch, wenn es immer schwieriger wird, dafür den richtigen Zeitpunkt zu finden. Gute Tipps und Ratschläge sind immer gern gesehen, doch es sollte auch nicht übertrieben werden, denn das Kind muss sich schließlich auch selbstständig entfalten können. Wichtig ist dabei in jedem Falle das Thema Aufklärung, auch, wenn sich die Kids darüber sowieso schon untereinander austauschen. Ganz wichtig: Den Kindern muss trotz klar geregeltem Familienleben Freiraum gelassen werden. Sie müssen selbst in der Lage sein, sich sozial weiterzuentwickeln und Anschluss an eine Gruppe zu finden und dürfen deshalb nicht eingesperrt werden. Hier müssen die Eltern einfach einen gewissen Grad an Vertrauen in den Nachwuchs setzen, auch wenn das häufig schwerfällt.

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