Licht am Fahrrad: Keine Dynamo-Pflicht mehr für Fahrräder

Vor Kurzem hat der Bundesrat eine Entscheidung gefällt und die Dynamo-Pflicht für Fahrräder gekippt. Jetzt können Radfahrer selbst entscheiden, welche Beleuchtung sie für ihren Drahtesel nutzen wollen. Ein 40 Jahre altes Gesetz hatte es bisher vorgesehen, dass alle Räder mit einer dynamobetriebenen Lampe fahren müssen. Wer ohne sie erwischt wurde, musste mit einer Geldstrafe rechnen.

Trotz der Vorschrift, entwickelte sich unter den Radfahrern in den letzten Jahren ein Trend in Richtung der akkubetriebenen oder batteriebetriebenen Beleuchtung.

Gute Idee, aber nicht so gut umgesetzt

Auch den Gesetzgebern ist dieser Trend aufgefallen, und so beschlossen sie nicht mehr gegen Verstöße der Dynamopflicht vorzugehen, sondern änderten das Gesetz zu Gunsten der freien Beleuchtungsauswahl.

Das Problem ist dabei jedoch, dass egal, ob die Lampe mit einer 6 Volt Batterie betrieben wird, oder mit einem Akku, das Gesetz vorsieht, dass die Lampe stets fest am Fahrrad montiert sein muss. Das beliebteste Beleuchtungsmittel sind jedoch die Stecklampen, die man beim Losfahren in die dafür vorgesehene Halterung einsetzt und nach der Fahrt wieder abnimmt. In dieser Hinsicht hat das Gesetz im Vergleich zur alten Regelung nichts verbessert.

Besserung in Sicht

Dieser Missstand ist inzwischen ebenfalls dem Verkehrsministerium aufgefallen, und so soll dem bestehenden Gesetz eine sogenannte Auslegungshilfe zugefügt werden. Darin wird den Ländern vom Ministerium empfohlen, das Gesetz so zu interpretieren, dass Fahrradbeleuchtung nur während der tatsächlichen Fahrt fest montiert sein muss. Das macht Stecklampen immer noch nicht völlig legal, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Länder sich an diese Auslegungshilfe halten.

Besonders die sogenannten Pedelecs und E-Bikes profitieren von dem neuen Gesetz, denn diese Batteriebetriebenen Elektrofahrräder mussten die Energie bisher ebenfalls von einem Dynamo beziehen und können nun den Strom ihrer Batterien zur Beleuchtung ihrer Räder nutzen.

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