Microsoft Office – ein Blick auf die vergangenen 25 Jahre

Die Programme der Microsoft Office Suite werden Tag für Tag von Millionen Nutzern eingesetzt. Das war aber nicht immer so, in den Anfangszeiten musste sich Microsoft gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten. Ein Rückblick auf die Entwicklungsgeschichte der Software Sammlung macht deutlich, dass Microsoft seinen hohen Marktanteil vor allem einer fortlaufenden Anpassung zu verdanken hat.

Zunächst gab es kein vollständiges Office Paket

Im vergangenen Jahr feierte die Office Suite ihren 25. Geburtstag. Allerdings bot Microsoft nicht von Beginn eine komplette Sammlung an praktischen Softwarelösungen für das Büro an. Der Grundstein wurde mit Word gelegt, dessen Vorstellung im Jahr 1983 erfolgte. Damals waren PCs bei weitem nicht so verbreitet, wie es heute der Fall ist. Erst die Veröffentlichung einer Version für den Apple Macintosh sorgte für Aufsehen und machte die Software bekannt.

Es dauerte noch bis zum Jahr 1989, als Microsoft sein erstes Office Paket vorstellte. Schon zum damaligen Zeitpunkt waren die Programme für den Einsatz unter Windows ausgelegt. Allerdings war Windows seinerzeit kein eigenständiges Betriebssystem, was den Kreis der potentiellen Käufer überschaubar machte.

Microsoft Office wird erfolgreich etabliert

Mit der Einführung von Windows 95 änderten sich viele Dinge. PCs waren plötzlich leichter zu bedienen und das neue Office 95 überraschte mit Programmen, deren Benutzeroberflächen ein komfortables Arbeiten versprachen. Microsoft konnte den Marktanteil seiner Office Programme signifikant steigern. In den Folgejahren wurden die einzelnen Office Lösungen mit Bedacht weiterentwickelt, es gab keine radikalen Änderungen. So stellte Microsoft sicher, dass die Kundschaft mit den neuen Programmversionen schnell vertraut wird.

Einen Bruch gab es erst mit der Einführung von Office 2007, das mit der neuartigen Ribbon-Oberfläche ausgestattet war. Trotz einiger Proteste wurde die neue Benutzeroberfläche gut angenommen – und seither hat Microsoft auch keine umfassenden Änderungen an ihr mehr vorgenommen.

Integration in die Cloud

Auf den ersten Blick scheint Microsoft Office 2013 gegenüber den Vorgänger keine allzu großen Änderungen mit sich zu bringen. Doch der Anblick täuscht, denn erstmalig verfügen die Office Programme über eine Cloud Anbindung. Für die Nutzer bedeutet dies, ihre Dokumente online ablegen und somit besser über sie verfügen zu können. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, Dokumente mit anderen Nutzern zu teilen oder sogar gemeinsam zu bearbeiten.

Gleichzeitig hat es Microsoft gewagt, sich von der klassischen Installationssoftware zu lösen. Das bisher nur für Unternehmen zugängliche Office 365 wurde auch für Privatanwendern nutzbar gemacht. Diese Office Version bricht mit ihren Vorgängern, da eine klassische Installation nicht mehr erforderlich ist. Anwender loggen sich über den Webbrowser ein, zumal die Nutzung nicht mehr auf den PC beschränkt ist, sondern auch auf dem Smartphone oder Tablet erfolgen kann.

Es bleibt abzuwarten, wie lange Microsoft an zwei solch unterschiedlichen Office Versionen festhalten möchte. Eine Verschmelzung wäre denkbar, wobei jedoch absehbar ist, dass diese nicht von heute auf morgen erfolgen kann. Hierfür wäre es zunächst erforderlich, das Vertrauen in die Cloud zu stärken – denn noch werden entsprechende Services nicht von jedermann genutzt.

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