Mit einem Stromanbieterwechsel Geld sparen

Alle Jahre wieder bereiten die Stromversorger ihren Kunden ein unbeliebtes Geschenk: eine Strompreiserhöhung. Seit der Strommarktliberalisierung im Jahr 1998 sind die Preise kontinuierlich gestiegen. Viele Verbraucher wissen auch heute nicht, dass sie mit einem Wechsel viel Geld sparen können.

Warum sich ein Wechsel lohnt

Ob die großen vier Stromanbieter oder kleinere Stromversorger, alle erhöhen in regelmäßigen Abständen ihre Preise für den Saft aus der Steckdose. Der Grund ist den Unternehmen zufolge eine Steuer, den sie an die Kunden weiterreichen oder höhere Preise an der Strombörse. Die deutschen Kunden nehmen die Preiserhöhung in der Regel ohne wenn und aber hin – müssen sie aber nicht. Jeder Verbraucher hat das Recht, bei einer Strompreiserhöhung zu wechseln. Das Sonderkündigungsrecht macht es möglich.

Aber auch ohne geplante Preiserhöhung sollte jeder Stromkunde überprüfen, ob der Wechsel zu einem anderen Versorger die Kosten senkt. Der Wechsel lohnt sich fast immer, laut der Verbraucherzentrale NRW beziehen 45 Prozent aller privaten Haushalte den verhältnismäßig teuren Tarif der Grundversorgung. Die möglichen Einsparungen sind von Region zu Region unterschiedlich, möglich sind Einsparungen in Höhe von 50 Euro, aber auch 200 Euro im Jahr.

Den günstigsten Anbieter finden

In Deutschland gibt es viele große und kleine Anbieter, die wiederum viele Tarife anbieten. Ohne einen Vergleichsrechner kommen Kunden nicht aus. Das Vergleichsportal check24.de bietet Abhilfe, hier können Stromkunden kostenlos, und ohne Registrierung die Tarife verschiedener Stromversorger vergleichen. Dazu benötigen sie lediglich ihre Postleitzahl und den Jahresverbrauch. Letzterer ist auf der Stromrechnung zu finden. Generelle Richtwerte:

  • Singles: 1.500 kWh
  • Paare: 2.800 kWh
  • Familien: 4.000 kWh
  • Großfamilien: 6.000 kWh

Wichtige Daten für den Stromanbieterwechsel

Beim Wechsel eines Stromanbieters benötigen Stromkunden neben den persönlichen Daten diese Angaben:

  • den gewünschten Liefertermin,
  • ihre Zählernummer,
  • den Namen des aktuellen Versorgers,
  • die Kundennummer.

Der Zählerstand wird erst beim tatsächlichen Wechsel abgelesen.

Gründe, warum die Deutschen nicht wechseln

Ein häufiger Grund, warum sich Stromkunden in Deutschland nicht den Versorger wechseln, ist die Angst vor einer möglichen Stromunterbrechung. Gerade diese Angst ist völlig unbegründet, denn die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert. Sollte es tatsächlich beim Wechsel zu Problemen kommen, wird der Strom von der Grundversorgung zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Grund ist die Bequemlichkeit und die Angst vor dem bevorstehenden Formalitäten. Letztere übernimmt in der Regel der neue Stromanbieter. Dazu gehört auch die Kündigung beim aktuellen Versorger.

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