Mit innerer Balance unbeschwert durchs neue Jahr

Die Zeit von Weihnachten bis zum kurz darauf folgenden Jahreswechsel ist eine Zeit voller Ruhe und Besinnlichkeit im harmonischen Kreis der Familie. So viel zum Klischee, das jedes Jahr aufs Neue von der Werbeindustrie verbreitet wird. Die Realität sieht in den meisten Fällen leider anders aus, denn das Zusammentreffen der ganzen Familie über mehrere Tage birgt einiges an Konfliktpotential in sich.

In den meisten Fällen entlädt sich dieses in harmlosen Kabbeleien und Streitereien, die zwar anstrengend, aber nach der Abreise auch schnell wieder vergessen sind. Es gibt jedoch auch Familien und Menschen, in denen besonders während der Feiertage die Erinnerung an vergangene Traumata und ungeklärte Konflikte wieder an die Oberfläche kommen und für die der Versuch, diese im Familienkreis zu besprechen und auszudiskutieren, schnell im Desaster enden kann.

Familienstrukturen akzeptieren

Generell sollte man bedenken, dass es selten eine gute Idee ist, Probleme im Rahmen einer Familienfeier zu klären. Die Erwartung einer ruhigen, fairen Aussprache mit anschließender Versöhnung wird nur in den absoluten Ausnahmefällen erfüllt und wahrscheinlich eher in ihr Gegenteil umgekehrt. Es ist deshalb sinnvoller, tiefgehende familiäre Probleme und den Umgang mit ihnen für sich selbst zu klären und die eigene Familie einfach zu nehmen, wie sie ist. Das würde sich zudem gut als Vorsatz für das neue Jahr eignen, denn es ist ein realistisches Ziel, das man für sich selbst auf höchst unterschiedlichen Wegen, von denen nur einige nachfolgend vorgestellt werden, erreichen kann.

Esoterik

Ganz allgemein gesagt, hilft diese seit der Antike bekannte spirituelle Lehre dabei, Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens und die eigene Rolle darin zu finden. Die Konzentration auf die innersten Wünsche und Gedanken helfen dabei, zu erkennen, welche Art von Mensch man ist und sein möchte. Verschiedene der Esoterik entlehnte Disziplinen können deshalb dabei unterstützen, in seiner eigenen Persönlichkeit zu ruhen und unabhängig von der Meinung anderer, auch innerhalb der Familie, sein Leben zu führen.

  • Lesen:
    Das Lesen und anschließende Überdenken und Diskutieren philosophischer oder genuin esoterischer Schriften ist dabei einer der Grundsteine der Esoterik. Viele Schriften des Buddhismus und Hinduismus, aber auch moderner Philosophen, Anthroposophen und Wissenschaftler wie Aleister Crowley, Rudolf Steiner, Friedrich Nietzsche und C.G. Jung bieten ausreichend Stoff zum Nachdenken und Philosophieren über die großen Fragen des Lebens.
  • Kartenlegen:
    Des Weiteren ist das Legen von Tarot-Karten und die anschließende Interpretation eine oft genutzte Möglichkeit mehr über den eigenen, unbewussten Seelenzustand und mögliche Entwicklungen in der Zukunft erfahren zu können. Das könnte zwar mit Hilfe von Büchern und Anleitungen jeder für sich selbst versuchen, aber vor allem zu Beginn sollte die Sitzung von erfahrenen Berater/-innen durchgeführt werden. Auf diese Weise erhält man eine neutralere Interpretation der Karten, als wenn man diese, gefangen in der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt, selbst für sich liest.
  • Meditation:
    Die Hinwendung zum Inneren kann man aber auch ganz ohne fremdes Zutun, nämlich durch verschiedene Formen der Meditation, erreichen. Ob dabei die klassische Variante, im Schneidersitz auf einem Kissen nach innen blickend, oder eine eher aktive Form der Meditation, wie beim Yoga oder auch während künstlerischer Betätigungen gewählt wird, muss im Endeffekt jeder für sich selbst herausfinden.

Therapie

Stellt man jedoch fest, dass sich das eigene Wohlbefinden trotz allem nicht verbessert und dass man nach wie vor in familiären Strukturen gefangen ist, die verhindern, dass man sich im Leben nach vorne bewegt, sollte man keinesfalls davor zurückschrecken psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Jeder Psychotherapeut wird zunächst zwischen bis zu fünf probatorische Sitzungen abhalten, in denen festgestellt wird, ob überhaupt ein tiefgehendes psychisches Problem vorliegt und ob eine Therapie den gewünschten Erfolg bringen könnte. Während dieser Zeit kann man die Therapiesituation kennenlernen und schon eine erste Ahnung bekommen, ob man einen Schritt in die richtige Richtung getan hat und eine Chance darauf besteht, das nächste Weihnachtsfest tatsächlich weitgehend unaufgeregt zu überstehen.

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