PC Grundlagen: Was ist eigentlich Spyware?

Spyware ist ganz schön gemein: Wie ein digitaler Spion nistet sich der Spyware tief im System ein und beobachtet Sie und Ihr Surfverhalten. Das Schnüffelprogramm protokolliert zum Beispiel, welche Webseite Sie wann besuchen oder welches Programm Sie am liebsten starten. Alle gesammelten Daten wandern anschließend über das Internet zum Programmierer der Spyware – natürlich still und heimlich im Hintergrund. Anhand der Daten werden Nutzerprofile erstellt, um Ihnen gezielt Werbung zu unterbreiten. Das ist nicht nur störend und lästig, sondern macht Ihren PC langsamer. Schlimmstenfalls spioniert der Eindringling sogar Kennwörter oder PIN- und TAN-Nummern aus.

Stellt sich die Frage, wie die Spione eigentlich auf den Rechner kommen. Ganz einfach: sie gelangen „Huckepack“ mit anderer Software ins System. Viele Freeware- und Shareware-Programme, aber auch einige kommerzielle Softwarepakete, sind zusätzlich mit Spyware ausgestattet. Neben dem eigentlichen Programm wird still und heimlich hinaus auch der digitale Spion eingerichtet. Mittlerweile gibt es über 150.000 solcher Datenschnüffler.

Welche Programme mit Spyware „verseucht“ sind, erfahren Sie auf der Webseite www.virenschutz.info/spyware-lexikon.html. Hier ist für jedes Programm aufgeführt, mit welchen Schnüffelattacken der Spitzel Sie ausspioniert.

Zum Glück können Sie sich gegen die Spione wehren. Spezielle Antispyware-Programme machen den Schnüfflern den Garaus. Die Sicherheitstools durchforsten den Rechner und löschen die Spitzel. Daher gehört – nach Virenscanner und Firewall – unbedingt auch Antispyware zu den Pflichtprogrammen eines jeden Internet-PCs.

Spyware und die Folgen

Da Spyware unbemerkt im Hintergrund agiert, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, ob der eigene Rechner bereits ausspioniert wird oder nicht. Meist erkennen Sie installierte Spyware an typischen Symptomen. Wenn der Rechner beispielsweise außergewöhnlich langsam reagiert oder Webseiten nur noch im Schneckentempo geöffnet werden, könnte Spyware die Ursache sein. Gleiches gilt, wenn im Internet-Browser die Startseite geändert wurde oder sich Werbefenster öffnen, die in keinem erkennbaren Zusammenhang zur besuchten Seite stehen. Hellhörig sollten Sie auch werden, wenn sich der Rechner selbständig mit dem Internet verbindet oder die Firewall sporadisch Verbindungsversuche von Programmen meldet.

Spätestens wenn eines der Symptome auftritt, sollten Sie handeln und den Rechner mit einer Antispywareprogramm ausstatten. Innerhalb weniger Minuten machen sie die Spitzel unschädlich.

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