PC-Stromversorgung: Optimal ans Stromnetz mit abschaltbaren Steckerleisten und Master-Slave-Steckdosenleisten

Sind Maus, Tastatur, Monitor und Drucker richtig angeschlossen, fehlt nur noch die Stromversorgung. Ganz wichtig dabei: An vielen Netzteilen gibt es einen kleinen Schiebeschalter, um es wahlweise auf 220 bis 240 Volt (für Europa) und 110 Volt (zum Beispiel für Nordamerika) einzustellen. Achten Sie vor dem Einstecken des Stromkabels darauf, dass der Schalter korrekt auf zum Beispiel 230 eingestellt ist.

Stöpseln Sie anschließend das flachere Ende des Stromkabels in das Netzteil des Computers und den Stecker in eine freie Steckdose. Bei fast allen Netzteilen gibt es einen zusätzlichen Wippschalter, um es ein- und auszuschalten. Stellen Sie den Wippschalter zum Einschalten auf die Position 1.

Weniger Stromkosten und mehr Komfort mit abschaltbaren Steckerleisten

Jeder Computer verbraucht nicht nur im eingeschalteten Zustand und im Standby-Betrieb Strom. Selbst im ausgeschalteten Zustand zieht der Rechner Strom aus der Steckdose. Messungen zeigen, dass ein ausgeschalteter Computer noch immer rund 0,3 Watt Strom verbraucht, bei älteren Computern und anderen Geräten sogar noch mehr. Ein Flachbildmonitor gönnt sich beispielsweise im Schnitt 2 bis 3 Watt, ein Tintenstrahler kommt sogar auf bis zu 4,5 Watt. Unser Tipp: Schließen Sie den Computer und andere Geräte an eine abschaltbare Steckerleiste an. Dann können Sie nach dem Herunterfahren des Computers mit einem Griff alle Geräte vom Strom trennen.

Da Computer auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen, sollten Computer und weitere Geräte an eine abschaltbare Steckerleiste angeschlossen werden. Moderne Steckerleisten gibt es auch mit externem Ein-/Ausschalter. (Foto: Hugo Brennstuhl GmbH & Co. KG)

Sehr gut geeignet sind auch sogenannte Master-Slave-Steckdosenleisten. Das sind Mehrfachsteckdosen, die über einen speziellen Master-Steckplatz (Hauptsteckplatz) verfügen. Sobald das Master-Gerät (Hauptgerät) ausgeschaltet wird – zum Beispiel der Rechner selbst –, werden gleichzeitig auch alle anderen Geräte ausgeschaltet. An diese Leiste sollten Sie auch alle anderen Geräte wie Monitor, Drucker, Lautsprecher usw. anschließen.

Mit einer sogenannten Master-Slave-Steckerleiste werden automatisch alle angeschlossenen Geräte ausgeschaltet, sobald das Master-Gerät (Hauptgerät) ausgeschaltet wird. Ein Überspannungsschutz verhindert das Risiko von Schäden bei Blitzeinschlägen und anderen Überspannungen im Stromnetz. (Foto: Hugo Brennstuhl GmbH & Co. KG).

In den meisten Fällen reicht eine normale Steckdose zur Stromversorgung aus. Allerdings besteht dann bei Überspannungen die Gefahr, dass Festplatten und andere Geräte oder der gesamte Computer Schaden nehmen. Überspannungen können durch Blitzeinschlag in der Nähe auftreten aber auch, wenn der Stromversorger einen Schaltvorgang vornimmt oder eine nahe gelegene Fabrik alle Maschinen auf Hochtouren laufen lässt. Die Überspannung wird über das Stromkabel direkt in den Computer geleitet und zerstört die empfindlichen elektronischen Bauteile. Die Daten auf der Festplatte sind dann unwiederbringlich verloren.

Damit es nicht soweit kommt, können Sie den Computer auch an eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz anschließen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Steckerleiste über eine möglichst hohe Absicherung verfügt, statt normalerweise bis 3.000 Ampere zum Beispiel besser bis 30.000 Ampere. Steckerleisten mit Überspannungsschutz bieten allerdings keinen hundertprozentigen Schutz vor Überspannungen. Bei einem direkten Blitzeinschlag ist selbst die beste Steckerleiste überfordert. Unsere Empfehlung: bei einem Gewitter und vor dem Urlaub den Stecker komplett aus der Steckdose ziehen.

Vorsicht bei Tintenstrahldruckern

Wenn Sie einen Tintenstrahl-Drucker an die abschaltbare Steckerleiste anschließen, sollten Sie zuerst den Drucker und erst dann die abschaltbare Steckdosenleiste abschalten. Denn wenn Sie den Tintenstrahldrucker normal ausschalten, werden die Druckköpfe noch in die Parkposition gefahren, um das Austrocknen zu verhindern. Würde der Tintenstrahldrucker plötzlich über die abschaltbare Steckerleiste vom Strom getrennt, können die Druckköpfe die Parkposition nicht mehr erreichen. Die Folge können ausgetrocknete Farbpatronen bzw. verklebte Druckköpfe sein.

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