Personensuchmaschinen nutzen: Zeigt her Eure persönlichen Daten oder ‚Der digitale Striptease‘

Bevor Sie loslegen und in Communities oder Blogs mitmachen, ein wichtiger Hinweis vorab: Wer im Internet selbst aktiv wird und sich in Communities oder im eigenen Blog präsentiert, lässt – bildlich gesprochen – die Hosen herunter. Sie verraten damit meist, wer Sie sind, wo Sie wohnen, was Ihre Hobbies sind, wo sie arbeiten und vieles mehr. Alles, was Sie in der Community, im Blog oder auf der eigenen Homepage bekannt geben, ist öffentlich für Jedermann sichtbar.

Wer im Internet nach Personen oder Namen recherchiert, kann erstaunliche Dinge über seine Mitmenschen herausfinden. Eine einfache Suchabfrage bei der Suchmaschine Google (www.google.de) genügt bereits, um mit wenigen Klicks alle verfügbaren Informationen einer Person zu ermitteln.

Personensuchmaschinen

Es gibt sogar spezielle Suchmaschinen, die sich auf die Personensuche spezialisiert haben. Die Suchmaschine Yasni (www.yasni.de) filtert alle Informationen, die bei Communities wie Xing, Facebook, MySpace oder Stayfriends, in Blogs oder auf eigenen Webseiten veröffentlicht wurden.

Um herauszufinden, welche Informationen über Sie bereits im Netz zu finden sind, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Starten Sie den Internet Explorer (Start | Internet Explorer) und rufen Sie die Webseite www.yasni.de auf.

2. Geben Sie in das Suchfeld Ihren Vor- und Nachnamen ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Klick auf Suchen.

3. Jetzt durchforstet die Personensuchmaschine alle öffentlich verfügbaren Informationen über Sie. Dazu gehören alle Texte und Bilder, die über Sie in Medienberichten, Community-Profilen, Blogs oder Forenbeiträgen veröffentlicht wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Informationen von Ihnen stammen oder von anderen Personen ins Netz gestellt wurden.

Neben Yasni gibt es noch weitere Suchmaschinen, die sich auf das Aufspüren personenbezogener Daten spezialisiert haben. Zu den bekanntesten gehören:

Die digitale Reputation

Unser Rat: Seien Sie sich darüber bewusst, dass alles, was Sie an Informationen über sich ins Netz stellen, öffentlich zugänglich ist. Persönliche oder intime Daten gehören daher nicht auf die eigene Webseite. Im Blog oder auf der eigenen Homepage sollten Sie nur das veröffentlichen, was Sie auch Fremden Menschen auf der Straße erzählen würden.

Die digitale Reputation kann auch außerhalb des Internet eine große Rolle spielen, zum Beispiel bei Bewerbungen. Viele Personalabteilungen führen zunächst Suchabfragen bei Personensuchmaschinen durch, um sich bereits im Vorfeld ein Bild über den Bewerber zu machen. Und wer dort mit peinlichen Fotos oder extremen politischen Ansichten von sich reden macht, hat schlechte Karten. Zumal das Netz nichts vergisst: Was einmal in den Suchmaschinen gespeichert ist, lässt sich kaum wieder entfernen lassen.

Ein Kommentar

  1. Wolfgang Jung 28. September 2016

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