Phishing: Sicher surfen mit dem Phishingfilter

Im Kampf gegen Phishing-Angriffe werden Sie vom Betriebssystem bzw. dem Browser unterstützt. Ab der Version 7 ist im Internet Explorer ein Phishingfilter integriert. Bei jeder aufgerufenen Webseite prüft der Browser, ob die Webadresse „sauber“ ist oder eventuell auf einer Liste der „Schwarzen Schafe“ steht. Erst wenn der Phishingfilter keine Gefahr sieht, wird die Seite angezeigt. Kommt dem Filter etwas verdächtig vor, erscheint statt der Webseite eine Warnmeldung.

Welche Version des Internet Explorers auf Ihrem Rechner installiert ist, erfahren Sie über das Fragezeichenmenü und den Befehl Info. Sollte noch eine alte Version installierten sein – etwa Internet Explorer 6 –, sollten Sie den Browser aktualisieren. Die neueste Version inklusive Phishingfilter finden Sie auf der Webseite www.microsoft.com/germany/windows/ie. Eine gute Alternative sind Firefox (www.mozilla.com) oder Opera (de.opera.com ), die ebenfalls mit Phishingfiltern ausgestattet sind.

Der Internet Explorer unterscheidet zwischen gelben und roten Warnungen. Gelb gekennzeichnete Seiten weisen zwar die typischen Eigenschaften einer Phishingwebseite auf, sind jedoch nicht auf „Schwarzen Liste“ der bereits gemeldeten Phishingseiten. Daher sollten Sie bei diesen Seiten besonders vorsichtig sein und keine persönlichen Daten, Kennwörter oder PIN/TAN-Nummern eingeben.

Eindeutig ist die Sachlage bei rot markierten Webseiten. Da es sich hier eindeutig um Phishingseiten handelt, wird die Webseite vom Internet Explorer blockiert und gar nicht erst angezeigt.

Dass der Phishingfilter im Hintergrund eine Seite prüft, können Sie leicht erkennen. Während des Prüfvorgangs, der in der Regel nur wenige Augenblicke dauert, erscheint in der Statusleiste des Browsers ein kleines Fenstersymbol mit Ausrufezeichen. Sollte das kleine Icon nicht erscheinen, ist der Phishingfilter deaktiviert. Rufen Sie in diesem Fall den Befehl Extras | Phishingfilter | Phishingfiltereinstellungen auf, und prüfen Sie, ob im Abschnitt Phishingfilter die Option Automatische Websiteprüfung einschalten aktiviert ist.

Sollten Sie nicht sicher sein, ob der Browser die aktuelle Webseite geprüft hat oder nicht, können Sie die Prüfung manuell wiederholen. Wählen Sie hierzu im Menü Extras den Befehl Phishingfilter | Diese Webseite überprüfen. Bedenken Sie, dass Phishingfilter keinen hundertprozentigen Schutz von Webbetrügern bieten. Mitunter kann es passieren, dass Sie trotz eingeschaltetem Filter auf einer Phishingseite landen. Vertrauen Sie nicht blind der Schutzfunktion des Browser, und beachten Sie auch weiterhin die oben genannten Sicherheitshinweise im Umgang mit E-Mails und Webseiten.

Übrigens: Sollte Ihnen eine Webseite verdächtig vorkommen, können Sie sie Microsoft melden. Wenn Sie den Befehl Extras | Phishingfilter | Diese Webseite melden aufrufen, wird die Seite von den Phishing-Experten überprüft gegebenenfalls in die „Schwarze Liste“ aufgenommen.

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