PowerLAN: Das eigene Heim mithilfe des Stromnetzes und Powerline-Adaptern vernetzen

Immer mehr Geräte werden mit Netzwerkschnittstellen ausgestattet und profitieren so von nützlichen Zusatzfunktionen, die per Internet oder Heimnetzwerk verfügbar werden. Längst ist es nicht mehr nur der PC oder Laptop, der über das Netzwerk kommuniziert, sondern auch Fernsehgeräte, Satelliten- oder Kabelreceiver und sogar Kühlschränke oder die Hauselektrik können mit dem Internet verbunden werden. Meist ist für solche Zwecke eine LAN Schnittstelle integriert, über die das Gerät per Kabel mit dem Internetrouter verbunden werden kann. Doch leider sind in den meisten Wohnungen oder Häusern die entsprechende Infrastruktur und Verkabelung nicht verfügbar, um in jedem beliebigen Raum Geräte an das Netzwerk anschließen zu können.

Manchmal kann man sich mit der drahtlosen Vernetzung per WLAN weiterhelfen. Doch nicht alle Geräte können auch mit WLAN Adaptern aufgerüstet werden und manchmal verhindern auch bauliche Besonderheiten ein leistungsfähiges und funktionales Funknetz. In solchen Fällen können so genannte Powerline-Adapter (auch PowerLAN genannt) die Lösung sein. Diese vernetzen über das heimische Stromnetz beliebige Geräte miteinander. Sie benötigen lediglich eine Stromsteckdose in der Nähe. Hier ein paar Tipps und Hinweise, was Sie bei der Vernetzung per Powerline Adapter beachten sollten.

Beim Kauf von Powerline- oder PowerLAN-Adaptern müssen Sie zunächst die Leistungsdaten beachten. Erreichten die ersten Adapter lediglich Bruttobandbreiten von 85 MBit/s, haben heutige Adapter Bruttobitraten von 200 oder 500 Megabit pro Sekunde. Da sich alle Adapter im Stromnetz diese Bandbreite teilen müssen und zudem die Nettobandbreite nur bei ca. nur 30 Prozent liegt, greifen Sie am besten zu Geräten mit 500 MBit/s. Damit lassen sich auch datenhungrige Anwendungen, wie Videostreaming in HD Qualität, realisieren.

Weiteres Merkmal beim Kauf sollte die Möglichkeit zur Verschlüsselung sein. Da die hochfrequenten Signale selbst am Stromzähler nicht Halt machen und eventuell auch im Stromnetz der Nachbarwohnung auftreten können, verschlüsseln Sie am besten mit einem dafür geeigneten Adapter Ihre Daten.
Haben Sie die entsprechende Zahl an geeigneten Adaptern gekauft, ist die eigentliche Vernetzung ein Kinderspiel. Verwenden Sie einen Adapter zum Anschluss an einen LAN Port an Ihrem Router und verbinden Sie diesen mit dem Stromnetz. Von nun an können Sie weitere Adapter in jede beliebige Steckdose platzieren und damit verbundene Endgerät können sofort mit Ihrem Router und dem Internet kommunizieren. Damit Sie optimale Geschwindigkeit und Leistung erreichen, achten Sie darauf, dass Sie die Adapter in keine Mehrfachsteckdosen stecken, sondern immer nur als einziges Gerät je Steckdose.

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