Prism, Tempura & Co.: Schützen sie sich, Ihre Daten und Ihren PC vor Spionage

Die Welt ist in Aufruhr. US-amerikanische Unternehmen gestatten Geheimdiensten des Landes Zugang zu den Daten der Benutzer. Darüber hinaus werden weltweit Telefongespräche abgehört und E-Mails mitgelesen. Mit den großen Wellen dieses Skandals müssen sich die Politiker der Welt befassen. Sie können jedoch auch etwas tun, damit Sie und Ihre Lieben von Spionage aus dem Internet bestmöglich geschützt sind. Bevor Sie die Tipps lesen, sollten Sie sich jedoch bewusst sein, dass so gut wie alle Aktivitäten im Internet auch Dritten zugänglich gemacht werden können. Sie können nur für sich das Bestmögliche tun. Alles andere liegt ohnehin nicht in Ihrer Hand.

Der ganz große Umbruch: Die Betriebssysteme

Ob es sich um einen PC, ein Notebook, einen Tablet PC oder ein Smartphone handelt, die Betriebssysteme aller Geräte, mit denen Sie im Internet kommunizieren, kommen fast zu 100 % aus den USA. Sie stammen von Microsoft, Google oder Apple. Dies sind genau die Unternehmen, die den Spionagetätigkeiten Tür und Tor öffnen (müssen). Für die Nutzung von PCs, Mac-Rechnern oder Notebooks ist ein Linux-System die beste Alternative. Ubuntu und Linux Mint sind die derzeit beliebtesten Derivate. Angeblich sicher vor Hackerangriffen soll das QubesOS Linux sein.

 

Kommt für Sie der Umstieg von Windows nach Linux nicht in Frage, sollten Sie Ihre Anwendungen nach Benutzer-IDs von amerikanischen Plattformen durchforsten. Beenden Sie möglichst alle Dienste und löschen Sie die entsprechenden Accounts wie Ihre Apple ID, ihren Google Account oder Ihr Microsoft-Konto. Je weniger Sie nutzen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, von Spionagecomputern auf der anderen Seite des Atlantiks virtuellen „Besuch“ zu bekommen.

Multimedia, Google-Alternativen und Soziale Medien

Sollten Sie Facebook noch weiterhin nutzen wollen, melden Sie sich wenigstens nicht bei anderen Webseiten mit Ihrem Facebook-Account an. Man mag es zwar kaum glauben, aber die Suchmaschine von Google ist alles andere als konkurrenzlos. Gute Google-Alternativen sind zum Beispiel:

  • Exalead – Von der EU geförderte Suchmaschine, praktisch das europäische Google
  • MetaGer – Meta-Suchmaschine, die gleichzeitig mehrere deutsche Suchmaschinen durchforstet
  • DuckDuckGo – Liefert die Original-Google-Suchergebnisse, allerdings anonymisiert und ohne digitale Fingerabdrücke zu hinterlassen (ohne Tracking)
  • StartPage.com – Ebenfalls eine Suchmaschine, die die originalen Google-Suchergebnisse liefert, aber keine Nutzerdaten wie IP-Adressen oder Tracking-Cookies erfasst; ausgezeichnet mit dem Eruopäsischen Datenschutz-Gütesiegel.

Eine große Anzahl an Multimedia-Stores im Internet kommt aus den USA. Auch hier gibt es im Land der Dichter und Denker jede Menge Alternativen.

Open Source statt „open door“?

Im Prinzip gibt es für alle Fragen rund um Computer und Internet eine Open Source-Variante. Vom schon erwähnten Linux-Betriebssystem über Webbrowser und Office-Produkte bis zum Messenger gibt es vieles auch kostenlos und aus unabhängiger Hand.

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