Ratgeber: Tipps zum Nachfüllen eines Toners für Laserdrucker

Die Druckerhersteller machen es ihren Kunden mit den günstigen Preisen für die Geräte jedoch hohen Kosten für Toner nicht einfach. Viele Verbraucher entscheiden sich, durch das eigenständige Nachfüllen der Toner Kosten zu sparen. Was man dabei beachten muss, zeigt dieser Artikel.

Vorkehrungen und gesundheitliche Aspekte vor dem Nachfüllen

Beim Toner handelt es sich im Sinne des Gesetzes um keinen Gefahrenstoff. Dennoch sollte man beim Nachfüllen den gesunden Menschenverstand walten lassen. In der Zeitschrift „Ökotest“ gab es vor vielen Jahren einen Artikel mit dem provokanten Titel „Außen hui, innen pfui“. Laut diesem Bericht würden Laserdrucker krebserregende und andere Stoffe freisetzen. Hersteller, das Umweltbundesamt sowie Berufsgenossenschaften sind sich jedoch sicher, dass Toner nicht die Gesundheit gefährden. Dennoch handelt es sich bei Toner um einen staubenden Stoff, der, wie jeder andere, in die Lungen eindringen kann. Des Weiteren gehen laut den Herstellern folgende Gefahren aus:

  1. In Kontakt mit Augen kann es zu Irritationen kommen.
  2. Das Einatmen großer Mengen kann Irritationen hervorrufen.
  3. Bei Kontakt mit Haut sollte der Toner mit Wasser ausgewaschen werden.
  4. Bei Kontakt mit Augen diese mit Wasser ausspülen.
  5. Bei Inhalation von der Quelle entfernen und unter Umständen den Arzt aufsuchen.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, beim Nachfüllen eine Atemschutzmaske und Handschuhe zu tragen. So schützt man sowohl die Haut als auch Atemwege vor dem feinen Staub.

Die Vor- und Nachteile des eigenständigen Nachfüllens einer Tonerkartusche

Refill-Toner ist kompatibles Tonermaterial, welches zum Wiederbefüllen verbrauchter Kartuschen verwendet wird. Obwohl die Hersteller von Druckern immer wieder darauf beharren, dass diese Produkte nicht an die Qualität ihrer Toner herankommen, zeigen Testberichte das Gegenteil: Viele von ihnen bieten genau dieselbe Qualität, einige sogar übertrumpfen die der Originalhersteller. Druckerherstellern sind die Nachfüll-Toner ein Dorn im Auge, da sie mit ihren günstigen Preise Profitmargen reduzieren. Für den Verbraucher spielt die Situation keine Rolle: Er möchte die beste Qualität zum günstigsten Preis.

Im Vergleich zum Nachfüllverfahren bei Tintenstrahldruckern, zudem es eine Anleitung hier gibt, entstehen beim Pulver keine Flecken und es gibt somit keine Gefahr, Möbel oder Kleidung zu verschmutzen.

Für unerfahrene Verbraucher kann die Wiederbefüllung von Tonerkartuschen ohne Erfahrung und eine ausführliche Anleitung etwas schwierig sein. Im schlimmsten Fall wird der Laserdrucker stark verschmutzt. Ebenfalls problematisch ist, dass ein Laie die Verschleißteile nicht wechseln kann. Druckerhersteller bauen diese gerne „kurzlebig“, sodass sie nur etwa einen kurzen Gebrauchszyklus besitzen.

Nachfüllen beim Profi oder in Eigenregie

Der Verbraucher hat somit die Entscheidung zu treffen, ob er sich das Nachfüllen selbst zutraut oder diese Aufgabe einem Toner-Refill-Service überlasst. Letzterer besitzt die Erfahrung und das Know-how, den Toner schnell und ohne großen Aufwand zu ersetzen. Gleichzeitig kann der Profi die Verschleißteile austauschen und den Drucker in puncto Funktion und Qualität testen.

Wer sich dennoch zum Nachfüllen in Eigenregie entscheidet, sollte folgende Dinge beachten:

  • Der richtige Nachfülltoner: Für jeden Druckertyp gibt es einen entsprechenden Refill-Toner. Da es im Interesse der Druckerhersteller ist, ihre Refill-Toner zu verkaufen, gibt es keinen „Universaltoner“. Verbraucher sollten sich genau darüber informieren, welcher Toner zu ihrem Gerät passt.
  • Die Nachfüllanleitung beachten: Für das Nachfüllen der Toner gibt es keine universelle Anleitung, da sich die Druckerhersteller nicht auf einen allgemeinen Standard geeinigt haben. Besonders wichtig ist der Zeitpunkt des Nachfüllens: Je nach Druckertyp muss man bis zur kompletten Entleerung warten oder bevor der Toner leer ist.
  • Flaschen mit Tonerpulver: Das Tonerpulver wird in Flaschen geliefert. Diese dienen nur zur Aufbewahrung. Der Refill-Toner muss beim Nachfüllen in die passenden Tonerkartuschen des Laserdruckers umgefüllt werden.

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