Reisen in fremde Länder – was es bei der Ernährung zu beachten gilt

Die schönste Zeit des Jahres, das ist für viele Berufstätige, aber auch für die meisten anderen Erholungsbedürftigen, die Ferienzeit. Doch solange man zuhause für alle und jeden erreichbar ist, stellt sich in den seltensten Fällen ein wirkliches Urlaubsgefühl ein. Das wusste schon der von 1921 bis 1988 lebende Oliver Hassenkamp, der die Entfernung des Reiseziels zum Maßstab seiner Definition erhob: Eine Fahrtstrecke von bis zu 200 Kilometern beschreibt einen Besuch, bis zu 500 Kilometern ist es ein Ausflug und erst ab einer Distanz von 1000 Kilometern zwischen Heimat und Ferienort verdient die Reise die Bezeichnung Urlaub und entspricht auch dem Erholungswert eines solchen.

Je mehr Kilometer jedoch zwischen den Gewohnheiten des Daheimseins und der Außergewöhnlichkeit der Ferne liegen, desto größer wird auch das Risiko, sich in der Fremde nicht mehr wohl zu fühlen. Der Zusammenhang liegt hierbei weniger in der Überwindung von Sprachbarrieren oder kulturellen Gräben zwischen den Nationen. Vielmehr wird der eigene Magen dabei des Öfteren zum Rebell, der sich gegen die Verdauung der exotischen Nahrung wehrt. Wenn der Magen-Darm-Trakt jedoch streikt, dann sind Reisekrankheiten, wie Übelkeit und Durchfall die Folgen und die verderben einem die Ferienzeit sogar noch mehr, als der oft lästige Überraschungsbesuch der Bekannten, Nachbarn und Verwandten.

Zur Vermeidung des Ansturms ungebetener Urlaubsgäste können wir Ihnen zwar keine guten Ratschläge liefern, aber gegen Montezumas Rache haben wir schon jetzt die passenden Tipps, bevor Sie bei Ihnen wirksam wird. Lesen Sie hier, was Sie in Sachen Ernährung beim Urlaub in fremden Ländern beachten sollten:

Gold, Gewürze und der Geist der Eroberer

Die Faszination, unbekannte Länder kennen zu lernen, fremden Kulturen zu begegnen und den Horizont des eigenen, meist begrenzten Lebensraumes, zu erweitern, begleitet den Menschen erst seit Marco Polo oder Christoph Kolumbus. Meist war es zu jener Zeit aber nicht die reine Reiselust, sondern mehr der Eroberergeist und die Gier nach Gold, welche die Entdecker der Welt motivierte, ihre Heimat zu verlassen.

Doch das Reisen erweiterte nicht nur den Horizont der Entdecker und Eroberer, sondern trug auch Krankheiten auf dem Seeweg in fremde Länder. So verbreitete sich zum Beispiel auch die Pockenkrankheit, an welcher nach dem Einzug des spanischen Eroberers Hernán Cortés in Tenochtitlán am 8.November 1519, viele Ureinwohner des heutigen Mexiko City starben. Dass es sich bei Cortés nicht um den vermeintlichen Gott Quetzalcúatl handelte, den die Azteken zurückerwarteten, nachdem eine Prophezeiung besagte, dass er in den Osten wiederkehren würde, merkte der Herrscher des Reiches der Azteken, Montezuma, zu spät. Nachdem die Pocken einen Großteil der Eingeborenen dahingerafft hatten, war es für die spanischen Eroberer ein Leichtes, ihren Herrscher in einen Hinterhalt zu locken und ihn am 30. Juni 1520 zu töten. Zuvor aber, so beschreibt es die Legende, sprach er einen Fluch aus, nach welchem seine Rache alle Eindringlinge, die sein Land betreten würden, mit fürchterlichen Leiden treffen sollte.

Übelkeit statt Urlaubsfreude

Ob nun die Geschichte um den Fluch des Aztekenherrschers eher in den Bereich der Spökenkiekerei einzuordnen ist, oder ob Montezumas Rache die Reisenden noch knapp 500 Jahre nach seinem Tod trifft, wird man wohl nie in Erfahrung bringen. Fakt bleibt jedoch, dass nicht nur rund 40 Prozent aller Mexikourlauber, sondern ein Großteil aller Fernreisenden, an der sogenannten Reisediarrhoe erkranken. So wird das Urlaubsglück schon im Vorfeld durch die Sorge getrübt, dass der Genuss fremder, aber landestypischer Speisen nicht nur zu einer Bereicherung des Gaumens werden könnte, sondern auch, oder vor allem, zu einer Belastung des Magen-/ Darmtraktes mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Tatsächlich drohen nach Ansicht der Verbraucherzentrale Schleswig Holstein http://www.verbraucherzentrale-sh.de/ nicht nur Infektionen, welche durch die eher noch harmloseren Kolibakterien ausgelöst werden, sondern sogar lebensgefährliche Erkrankungen wie Typhus, Cholera und Hepatitis A, verbunden mit ihren typischen Symptomen, wie heftiger Übelkeit, schwersten Durchfällen und Fieberschüben, welche jedoch nicht immer sofort eindeutig diagnostiziert werden können. Verursacht werden solche ernsten Krankheiten meist durch Viren, eine bakterielle Infektion mit Salmonellen oder durch den Kontakt mit verunreinigtem Trinkwasser. Zurückzuführen sind sie darum vor allem auf mangelnde Beachtung der Hygieneregeln.

“Cook it, boil it, peel it or leave it” oder zu Deutsch: “Koche es, siede es, schäle es oder vergiss es“, sollte zur Maxime jedes Urlaubers werden, der seine Ferien in Richtung Karibik, Pazifik und Co. zu legen plant. Selbstverständlich locken dabei gerade die kulinarischen Köstlichkeiten, wie die reichhaltige Vielfalt exotischer Früchte sowie der großen Auswahl an Gemüse-. Fisch-, Muschel-, Krustentier- und Fleischsorten, die als Ingredienz vieler Gerichte an Straßenständen verkauft werden. Allerdings sorgen die Temperaturen im oberen Quecksilberbereich und die hohe Luftfeuchtigkeit, zusammen mit den mangelnden Kühlmöglichkeiten für unzureichende Hygienebedingungen, die keinesfalls mit denen zu vergleichen sind, welche die Lebensmittelkontrolleure deutschen Imbissstandbetreibern auferlegen, um die Möglichkeiten des Wachstums und der Vermehrung von Krankheitserregern wie Salmonellen deutlich einzuschränken. Salmonellen gedeihen genau dort am besten, wo sie ideale Bedingungen, wie auf tierischen Lebensmitteln, finden. Rohe Eier und alle aus ihnen hergestellten Speisen, wie Mayonnaise, Milchspeiseeis oder cremige Desserts, sowie Fleisch und Fisch, sind potentielle Brutstellen für die stäbchenförmigen Bakterien. Allerdings sind sie nicht die einzigen Feinde des Gourmet-Urlaubers. Unzureichend gegartes Geflügelfleisch, welches mit zu wenig Hitze oder zu kurz gebraten, beziehungsweise gekocht wurde oder Rohmilchprodukte, können Krankheitserreger, wie Campylobakterien, enthalten. Im weiteren können Trinkwasser und Lebensmittel mit Kot kontaminiert werden, der Darmbakterien aus dem Stamm der Escherichia-Coli-Bakterien enthielt. Wer nicht abgekochtes Wasser trinkt oder nicht durchgegarte Nahrungsmittel isst, riskiert eine Lebensmittelinfektion, die in der Regel von Durchfällen begleitet wird.

Zwölf goldene Regeln zur Vorbeugung vor Reisekrankheiten

1. Verwenden Sie weder zum Trinken noch zum Zähneputzen Leitungswasser, sondern immer nur Mineralwasser oder Wasser, welches als Trinkwasser abgepackt verkauft wird. Sollte Kaffee oder Tee mit Leitungswasser zubereitet worden sein, ist es wichtig sicher zu gehen, dass es mindestens fünf Minuten sprudelnd gekocht hat und im Idealfall durch einen Filter gegeben wurde, bevor damit die aromatischen Heißgetränke aufgebrüht worden sind. Nur so ist gewährleistet, dass auch alle Bakterien und eventuelle Parasiten vernichtet wurden

2. Verzichten Sie zum Schutz Ihrer Gesundheit auch auf Eiswürfel in Erfrischungsgetränken, denn für ihre Herstellung wird in der Regel Leitungswasser benutzt.

3. Man sollte nicht davon ausgehen, dass die Hände des Servicepersonals immer sauber sind, wenn sie Gläser und Flaschenhälse anfassen. Vermeiden Sie darum den Kontakt Ihrer Lippen mit dem Flaschen- oder Glasrand und verwenden Sie einen Strohhalm, um Ihre Getränke zu genießen.

4. Auch das Auspressen von Früchten für frischen Obstsaft findet nicht immer unter den hygienischen Bedingungen mit gewaschenen Händen und sauberen Geräten statt, wie man das von Zuhause gewohnt ist. Wenn Sie kein Risiko eingehen wollen, dann trinken Sie nur abgepackte Säfte.

5. Die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist wichtig, denn wenn die ungewohnt hohen Temperaturen Sie ins Schwitzen bringen, verlieren Sie nicht nur Schweiß, sondern damit auch Wasser und Mineralstoffe. Stillen Sie jedoch Ihren Durst mit süßen Fruchtsäften oder Softdrinks, nehmen Sie damit auch große Mengen Zucker zu sich und löschen Ihren Durst nicht nachhaltig. Ebenso sind temperierte Getränke idealer als eiskalte Erfrischungen, denn zum einen stillen sie den Durst besser und zum anderen schonen sie die Magenschleimhaut.

6. Essen Sie Obst am besten nur, wenn Sie die Möglichkeit haben, es vorher mit einem sauberen Messer zu schälen oder waschen Sie es zumindest gründlich mit Mineralwasser oder abgepacktem Trinkwasser ab.

7. Auch wenn Sie Ihr Thunfischsteak lieber in der Mitte glasig mögen, sollten Sie jedweden Fisch, Schalen- und Krustentiere sowie Fleisch nur dann essen, wenn es vollkommen durchgegart ist. Im gesamten Mittelmeerraum, aber auch im Atlantik, können Muscheln mit Hepatitis-A-Viren infiziert sein und um sich nicht mit den Krankheitserregern anzustecken, hilft wirklich nur das starke Erhitzen der Meeresfrüchte.

8. Wachsweiche Eier sind vor allem in Lateinamerika, Asien und Afrika leider auch ein Tabu. Wenn Sie im Urlaub gesund bleiben wollen, verzichten Sie lieber konsequent auf Eier, die nicht durchgegart wurden. Ebenso riskant ist es, Speisen zu sich zu nehmen, welche auf rohen Eiern als Ingredienz hergestellt werden. Dazu gehören Dressings, Mayonnaise, Cremespeisen oder Gebäck mit Cremefüllung, Milchspeiseeis, vor allem Softeis und Soßen, die nicht ausreichend erhitzt werden, wie zum Beispiel die Soße für Spaghetti Carbonara. Wenn Sie sich trotzdem gerne zur Erfrischung ein Eis gönnen wollen, sollten Sie sich im Zweifelsfall lieber für ein industriell abgepacktes Eis entscheiden, als für eines vom Softeisstand oder eines im Hörnchen aus der Eisdiele, welches vielleicht auch noch vom Eisverkäufer angefasst wurde.

9. Was für das Trinkwasser gilt, sollte auch beim Genuss von Milch berücksichtigt werden, denn auch die kann mit Kot kontaminiert sein oder Krankheitserreger beinhalten. Trinken Sie Milch daher nur dann, wenn sie vorher abgekocht wurde oder wenn es sich um pasteurisierte Milch aus der Verpackung handelt. Leider sind auch Köstlichkeiten, wie zum Beispiel der Rohmilchkäse aus der eigenen Produktion, mit dem Risiko behaftet, dass er Krankheitserreger enthält. So schwer in diesem Fall der Verzicht fallen kann, so sehr kommt er doch Ihrer Gesundheit und einem ungetrübten Urlaubserleben entgegen.

10. In der Regel greifen wir zur Rohkost, weil es gesund ist, Salate und Gemüse ungekocht zu essen, denn schließlich überleben viele darin enthaltene Vitamine die Temperaturgrenze von 40 Grad nicht. Leider werden Sie auch diesbezüglich im Urlaub umdenken müssen, denn Krankheitserreger sind deutlich widerstandsfähiger gegen Wärme als Vitamine. Sie können nur durch das Kochen ausgemerzt werden. Abgesehen davon würde nur ein Blick in die Küche Ihnen die Sicherheit geben, dass der Salat und das Gemüse nicht mit Leitungswasser gewaschen wurden und die Küchenhilfe bei der Zubereitung Handschuhe trug.

11. Vorsicht ist von Ihrer Seite auch angebracht, wenn von der Vorspeise bis zum Dessert alle Gerichte über mehrere Stunden bei warmen Temperaturen auf Büffets ohne Kühlung angerichtet bleiben. Gewiss fährt man in den Urlaub, um sich zu erholen und nicht, um noch früher aufzustehen, als man es während der Woche von Zuhause gewohnt ist. Trotzdem gilt hier der wohlgemeinte Rat, das Büffet im Hotel oder Restaurant lieber gleich dann zu „stürmen“, wenn es gerade frisch aufgebaut wurde oder nur heiße und frisch gegarte Gerichte, die noch dampfend serviert werden, zu sich zu nehmen, denn Speisen, die lange herumstehen, sind ein idealer Nährboden für Keime und Bakterien.

12. Die Lebensmittelstände am Straßenrand können leider auch hygienisch bedenklich sein, denn abgesehen von den Nahrungsmitteln und Speisen, die sie verkaufen, verwenden sie vielleicht Besteck oder Geschirr, ja sogar Papierservietten, auf welchen sich Bakterien munter tummeln könnten.

Vorsicht hot and spicy!

Auch wenn Sie bereits das Gefühl haben, dass diese Regeln vor allem dazu dienen, Ihnen den Urlaubsgenuss deutlich einzuschränken, basieren diese Ratschläge auf dem Wissen und der Erkenntnis von Ärzten, die täglich Reisekrankheiten behandeln und die Risiken der landestypischen Kost für Touristen kennen. Zu Magen-/ Darmproblemen führen jedoch nicht nur eine Vielzahl von Bakterien und diverse Viren.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) warnt zum Beispiel auch davor, die Verzehrgewohnheiten der einheimischen Landesbewohner zu unterschätzen, denn exotische Nahrungsmittel und ihre Zubereitung vor allem durch die, mit „Deutscher Hausmannskost“ nicht zu vergleichenden Öle und vor allem die auf Chili basierenden Gewürze, strapazieren nicht nur die Geschmacksnerven, sondern belasten auch die Verdauung. Zwar machen Gewürzmischungen, wie die für Japan typische „Shichimi tōgarashi“, die in Indien und Pakistan häufig verwendete „Chana Masala“ oder das aus der Indonesischen Küche bekannte „Sambal Oelek“ keinesfalls krank, aber ihre Schärfe fördert die Magenmotorik und die Produktion der Verdauungssäfte und bringt auch einen ansonsten vielleicht eher trägen Magen mächtig in Schwung. Was bedeutet, dass die Verdauung der Nahrung beschleunigt wird und empfindliche Menschen mit Durchfall reagieren.

Wer bereits die Erfahrung machte, dass er zu dieser Gruppe gehört, der sollte die landestypischen, kulinarischen Genüsse am besten nicht dort kosten, wo vor allem Einheimische ihr Essen kaufen, denn dort wird deren Geschmacksnerven entsprochen und dementsprechend auch sehr scharf gewürzt. Ganz verzichten muss man jedoch nicht darauf, den Urlaub auch als willkommene Abwechslung zu den gewohnten europäischen Speisen zu nutzen. Oft haben sich Hotels oder Restaurants in fremdenverkehrsreichen Orten auf die Zubereitung ihrer Gerichte unter Berücksichtigung der eher zart besaiteten Gaumen ihrer Gäste eingerichtet und gehen in ihrer Küche sparsamer mit der Schärfe um, wenn sie Touristen bewirten und ihnen ihre exotischen Köstlichkeiten servieren.

Die Vorsorge aus der Spritze

In der Regel werden viele Urlauber die Aussicht auf den doch sehr eingeschränkten Zugang zur exotischen Kulinarik der landestypischen Küche zwar betrüblich finden, aber das Risiko, sich den Gefahren einer Krankheit auszusetzen, die man sich über Viren und Bakterien einfangen kann, trotzdem zu vermeiden bemüht sein. Doch kann man damit auch jedwede Gefahr einer durch Viren oder Bakterien hervorgerufenen Krankheit ausschließen?

Das Online Magazin www.focus.de berichtete beispielsweise im Sommer 2010, dass einer portugiesischen Studie zufolge 95 Prozent von 16 untersuchten Badestränden rund um Lissabon mit Hepatitis-A-Viren sowie 27 Prozent mit Noroviren verunreinigt sind, obwohl die Wasserqualität an diesen Stränden als „exzellent“ bewertet wurde. Woran liegt das? Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln beantwortet diese Frage mit der Begründung, dass die üblichen Badewasser-Qualitätstests nicht aussagekräftig sein können, weil sie in der Regel nur Bakterien, aber keine Viren nachweisen würden. Aus diesem Grund wird Urlaubern geraten, sich vor einer Reise ans Mittelmeer impfen zu lassen, da die Chance, dass man beim Baden und Schwimmen Wasser schluckt, gerade bei Kindern groß ist.

Zu einer Schutzimpfung vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt, rät auch die Verbraucherzentrale Schleswig Holstein http://www.verbraucherzentrale-sh.de/ und verweist dabei neben der Beratung durch den Hausarzt, auch auf die Unterstützung der Gesundheitsämter und Tropeninstitute in Deutschland, welche Urlauber umfassend und fachkompetent über die passenden Reise- und Standardschutzimpfungen informieren. Die besonders gute Nachricht dabei ist, dass einige Krankenkassen die gesamten Kosten der Impfungen übernehmen, die weniger gute Nachricht ist jedoch, dass es noch längst nicht gegen jedes Virus und jedes Bakterium einen Gegenangriff aus der Spritze gibt. Teilweise wird das Risiko der Nachwirkungen einer Schutzimpfung auch höher eingestuft, als die Gefahr, sich mit dieser Krankheit zu infizieren. So kann man sich zum Beispiel gegen Cholera impfen lassen, die vor allem in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern über mit Bakterien dieser Krankheit verseuchtes Trinkwasser verbreitet wird. Cholera geht mit schweren Durchfällen einher, die im schlimmsten Fall zur Dehydrierung des Patienten mit nachfolgendem Organversagen führen. Allerdings gehen Ärzte davon aus, dass der normale Tourist mit diesen gefährlichen Bakterien nicht in Berührung kommt und somit eine Impfung nicht unbedingt zu den Vorbeugemaßnahmen gehören muss, die man als Urlauber treffen sollte, wenn man seine Ferien in fernen Ländern plant.

Erste Hilfsmaßnahmen gegen Reisediarrhoe

In der Regel wird von Ärzten geraten, bei plötzlich auftretender Übelkeit und/ oder Durchfall auf fetthaltige Nahrungsmittel und Speisen, auf Milchprodukte und auf scharf gewürzte Gerichte zu verzichten und die traditionell bei Magen-/Darmerkrankungen verordnete, kohlenhydratreiche Schonkost mit Zwieback, Toast, Reis und Bananen einzuhalten.

Zwar wurde der Information der Internetseite www.mexiko-lexikon.de zufolge von der Universität Texas in Houston eine Studie durchgeführt, bei welcher die Mediziner die Genesung von zwei Patientengruppen verglichen und dabei feststellten, dass die Schonkost den Patienten keine Vorteile bei der Gesundung brachte, aber hier wurden auch beide Gruppen mit Antibiotika behandelt und erhielten den Rat viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch den Durchfall auszugleichen. Während nun eine Patientengruppe sich an eine strikte Schondiät hielt, durfte die andere ihrem Appetit folgen und essen, auf was sie Lust hatte, wobei schlussendlich beide Patientengruppen nahezu zeitgleich beschwerdefrei wurden.

Stehen jedoch nun zunächst keine Antibiotika zur Verfügung, empfehlen auch die Mediziner der Universität Texas in Houston, mit kohlenhydratreicher Nahrung das angeschlagene Verdauungssystem zu entlasten. Manchmal führt diese Schonkost bereits zu einer raschen Besserung des Befindens.

Autor: Florian Dargatz schreibt als Redakteur für das Urlaubsmagazin der Ferienwohnungen.com GmbH.

Ein Kommentar

  1. Andreas Nöthen 15. Juli 2012

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