Schutz vor Spam: Spamfilter einsetzen

Auch wenn Ihre E-Mail-Adresse trotz aller Vorsicht in die Mühlen der Spammer gelangt ist, ist der Kampf gegen die Werbeflut noch nicht verloren. Als letztes Mittel können Sie einen Spamfilter einsetzen. Der Filter wirkt wie ein Sieb, das alle eingehenden E-Mails überprüft. Handelt es sich eindeutig um Spam, werden sie automatisch ausgefiltert und landen erst gar nicht im Posteingang.

Die Spamfilter versuchen, anhand von charakteristischen Merkmalen Spam von „echten“ E-Mails zu unterscheiden. Dabei kommen meist ausgeklügelte Wortfilter zum Einsatz, um etwa Werbung für Viagra – in welcher Schreibweise auch immer –gar nicht erst durchzulassen. Auch Merkmale wie dubiose Anhänge, übertriebene Geldversprechen, der massive Einsatz von Grafiken und vieles mehr sind für Spamfilter ein sicheres Indiz für Werbemüll.

Viele Mailprogramme sind bereits von Hause aus mit Spamfiltern ausgestattet. Ab der Version 2003 ist zum Beispiel im E-Mail-Programm Outlook ein Spamfilter aktiv, der recht zuverlässig Spam erkennt und in einen eigenen Ordner Junk-E-Mail (Müll-E-Mail) verschiebt.

Werbung lässt sich auch direkt beim Internetanbieter filtern. Viele Internetprovider wie Web.de (www.web.de), GMX (www.gmx.de) oder 1&1 (www.1und1.de) bieten für das Mailpostfach einen integrierten Spamfilter. Ideal ist eine Doppelstrategie: Verwenden Sie sowohl den Spamfilter des E-Mail-Anbieters als auch den Spamfilter des Mailprogramms. Dabei sollten Sie den Filter des Internetproviders auf Niedrig stellen, um zunächst nur die eindeutigen Fälle herauszufiltern. Der lokale Filter im Mailprogramm kann dann in der Stufe Hoch den Rest erledigen.

Wenn Sie einen Spamfilter zum ersten Mal einsetzen, sollten Sie ihm zunächst einige Wochen auf die Finger schauen. Denn oftmals werden „echte“ Mails fälschlicherweise als Spam erkannt und ausgefiltert. Werfen Sie daher regelmäßig einen Blick in die Spam-Ordner, um fälschlich aussortierte Werbung wieder als unbedenklich zu kennzeichnen. Bei den meisten Spamfiltern können Sie zudem eine Whitelist aller Empfänger anlegen, die niemals als Spam aussortiert werden. Hier sollten Sie alle Freunde, Bekannte und Familienmitglieder eintragen.

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