Sicherheit beim Fahrradfahren

Im vergangenen Jahr war die Zahl schwerer Fahrradunfälle in Deutschland zwar so niedrig wie noch nie, doch gerade Fahrradfahrer sollten sich mehr schützen. Noch immer stirbt statistisch gesehen ein Fahrradfahrer pro Tag. Trotz alle dem, fahren lediglich elf Prozent in Deutschland mit Helm. Dabei ist das Risiko sich schwer zu verletzen um ein Vielfaches höher, wenn man seinen Kopf nicht ausreichend schützt.

Jeder zweite Fahrradunfall der in Krankenhäusern aufgenommen wird, besteht aus einer Kopfverletzung. Eine Helmpflicht gibt es hier zu Lande zwar nicht, doch appellieren der ADAC und Fahrradverbände an alle Radfahrer, einen Helm zu tragen.

Vorschriften

Jeder der sein Rad im deutschen Straßenverkehr benutzen will, muss trotzdem folgende Vorschriften beachten. So ist es zum Beispiel Pflicht eine „helltönende“ Glocke an seinem Drahtesel anzubringen. Auch eine funktionierende Bremse schreibt das Gesetz vor, dies sollte jedoch selbstverständlich sein. Machen die Bremsen des Rads keinen guten Eindruck mehr, sollte man es zum nächstgelegenen Fahrradhändler bringen. In der Regel kann man hier, möchte oder kann man es nicht selbst erledigen, für wenige Euro seine Bremsen nachziehen lassen um sein Fahrrad auf Vordermann zu bringen. Vor allem bei Dämmerung, Nacht und schlechten Sichtverhältnissen ist die richtige Fahradbeleuchtung für die Sicherheit unerlässlich. Hier ist nicht nur eine helle Vorderleuchte, sondern auch eine rote Rückleuchte Pflicht.

Bußgelder

Wer sich nicht an die Vorschriften hält, wird zu Kasse gebeten. Für ein fehlendes Licht, sofern es die Sichtverhältnissen erfordern, muss man mindestens zehn, bei einem Unfall sogar bis zu 35 Euro berappen. Wird man ohne funktionierende Bremsen oder eine Klingel erwischt, sind auch zehn Euro fällig. Richtig teuer wird es, wenn man über eine rote Ampel fährt. Dabei können Bussgelder bis zu 180 Euro zustande kommen. Zusätzlich gibt es eine Punkt beim Verkehrszentralregister in Flensburg. Den kompletten Bußgeldkatalog kann man hier nachlesen.

Verkehrserziehung

Gerade Kinder sollten so früh wie möglich mit den Gefahren des Straßenverkehrs vertraut gemacht werden und immer einen Helm tragen. In den meisten Grundschulen wird zwar, meist in der vierten Jahrgangsstufe, ein sogenannter Fahrradführerschein abgelegt, doch das ist nicht immer so. Wer bei seinen Kindern noch Handlungsbedarf sieht, kann sich bei der örtlichen Polizei, dem ADAC oder einem der Fahrradverbände über das lokale Angebot kundig machen.

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