Signierte und nicht signierte Treiber

In Sachen Treiber ist Windows wählerisch. Bei früheren Windows-Versionen haben schlampig programmierte Treiber immer wieder zu Hardwareproblemen oder kompletten Systemabstürzen geführt. Das hat Microsoft dazu bewegt, das System der signierten Treiber einzuführen.

Dabei handelt es nicht um Autogramme oder ähnliches, sondern vielmehr um sogenannte Digitale Unterschriften, bzw. Signaturen. Dies bedeutet, dass alle Treiberdateien dritter Hersteller, die für Windows von Microsoft signiert (geprüft) werden sollen, zuvor Ihre korrekte Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Erst dann erhalten Sie ihr „Zertifikat“ für den Einsatz unter Windows. Ein nicht signierter Treiber kann unter Umständen zu Problemen und Abstürzen führen. Die Betonung liegt auf kann, denn auch viele nicht signierte Treiber funktionieren reibungslos unter Windows.

Trifft Windows während der Installation eines Geräts auf einen nicht signierten Treiber, erscheint eine Warnmeldung. Hier können Sie selbst entscheiden, ob Sie den Treiber installieren möchten oder nicht. Mit einem Mausklick auf Diese Treibersoftware trotzdem installieren setzen Sie sich über die Warnung hinweg und führen die Treiberinstallation trotzdem weiter. Auf diese Weise können Sie übrigens auch „alte“ Windows-XP-Treiber unter Windows weiter nutzen. Das ist meist die beste Notlösung, falls der Hersteller keinen Windows-Treiber zur Verfügung stellt.

Unsere Empfehlung: Installieren Sie nicht signierte Treiber nur, wenn Sie den Treiber direkt vom Hersteller erhalten haben.

Bei Windows 64 Bit ist die Signatur Pflicht

Die 64-Bit-Version ist in Sachen Treiber besonders wählerisch. Bei der 64-Bit-Version von Windows müssen Kernelmode-Treiber (hardwarenahe Treiber) immer digital signiert sein. Ohne Signierung läuft in Sachen Treiber beim 64-Bit-Windows nichts.

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