So geht’s: Mit dem Fernseher ins Internet

Immer mehr Fernseher bieten einen Internetanschluss, doch kaum jemand nutzt diesen. Dabei ist das Surfen vom Sofa aus ganz leicht. Wir erklären, wie Sie die sogenannten Smart-Fernseher optimal nutzen.

Fast alle TV-Modelle ab dem mittleren Preissegment verfügen über eine Internet-Funktion. Wer viel Wert auf die neueste Technik und eine hohe Bildauflösung legt, kauft die Internet-Option meist mit. Laut Bitkom haben rund zehn Millionen Deutsche einen Hybrid- bzw. Smart-TV bereits in ihrem Wohnzimmer stehen, und wissen es gar nicht. Nur 13 Prozent davon gehen mit ihrem Fernseher wirklich online. Dabei können die Geräte mit Internetanschluss viele Dinge, die über den normalen Gebrauch hinausgehen.

LAN-Kabel oder WLAN ist nötig

Den Fernseher mit dem Internet zu verbinden, passiert je nach Gerät auf verschiedene Art und Weise: Fernseher können eine Netzwerkbuchse haben, die sich entweder über LAN-Kabel oder WLAN-Adapter mit dem Router verbinden lässt. Ist der Fernseher mit dem Kabel verbunden, müssen Verbraucher nichts weiter tun. WLAN-Adapter müssen zuerst mit einem Kabel am Computer angeschlossen werden, um so diese für das gewünschte Netz zu konfigurieren. Der Adapter wird anschließend am TV-Gerät angeschlossen. Wenn ein Fernseher WLAN besitzt, wird es einfacher. Hier muss man im entsprechenden Menü die Zugangsdaten für den Router eingeben.

Ist der Zugang zum Internet einmal hergestellt, lässt sich das World Wide Web problemlos erkunden. Der Nutzer kann von der Couch aus auf YouTube-Clips zugreifen, ausführliche Programminformationen abrufen oder bei Wikipedia die Antwort zur Quizfrage nachschlagen. Auch die Programmliste lässt sich mit zusätzlichen Sendern erweitern. Mehr und viel sehen mit multithek beispielsweise heißt, neben neuen Sendern unabhängig von festen Sendezeiten auf Reportagen und Serien zuzugreifen. Alles was man dazu braucht, ist ein internetfähiger Fernseher und eine Internetverbindung. Aber aufgepasst: Eine volumenunabhängige Flatrate ist dabei Pflicht, sonst kann der TV-Genuss schnell ins Geld gehen.


Bild: k-artz-Fotolia.com

Seite öffnen per Knopfdruck

Was fast alle internetfähigen Fernseher gemeinsam haben, sind vordefinierte Widgets. Per Knopfdruck liefern sie bestimmte Internetinhalte. So entfällt ein umständliches Eingeben einer Internetadresse. Mit der Fernbedienung lassen sich einfach und bequem die Widgets zum Beispiel für Facebook oder YouTube öffnen. Widgets sind mit den bekannten Apps auf einem Smartphone vergleichbar.

Es gibt auch Fernseher mit integriertem Browser. Das Surfen ist hier allerdings etwas umständlicher, da die Eingabe von Internetadressen recht kompliziert ist. Um das Surfen via Fernbedienung zu erleichtern, gibt es auch spezielle Tastaturen, die mit dem Fernseher verbunden werden können. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass Internet-Angebote, die nicht nur gelesen werden, mit einem Fernseher in der Regel nicht funktionieren – wie zum Beispiel ein Datei-Download oder Online-Banking.

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