So halten Notebook-Akkus wesentlich länger

Je länger, desto besser: Wenn Sie mit dem Notebook unterwegs sind, ist eine möglichst lange Akkulaufzeit das A und O. Mit einigen pfiffigen Tricks und Kniffen verlängern Sie die Laufzeit des Notebook-Akkus um wertvolle Minuten. Folgende Tipps haben sich bewährt, um die Laufzeit der Notebook-Batterie erfolgreich zu erhöhen:

– Nicht benötigte Geräte abstöpseln
Wichtigste Stromsparmaßnahme: Schließen Sie nur die Gräte an das Notebook an, die Sie zum Arbeiten brauchen. Nicht benötigte Geräte sollten Sie abstöpseln. Per USB angeschlossenen Geräte wie Kartenleser oder Mobiltelefone beziehen über den USB-Bus Strom und belasten den Notebook-Akku. Auch Geräte wie USB-Lampen sind nur unnütze Stromverbraucher. Prüfen Sie zudem, ob im PCMCIA-Slot (PC-Card-Slot) noch Karten stecken, die Sie nicht benötigen – beispielsweise Netzwerkkarten oder Mobilfunkkarten. Wenn Sie diese entfernen, muss das Notebook die Geräte nicht mehr mit Strom versorgen.

 

– Bildschirm dunkler machen
Der Notebook-Bildschirm gehört zu den größten Stromfressern. Verzichten können Sie darauf nicht – Sie können ihn aber dunkler machen. Je heller der Bildschirm eingestellt ist, umso mehr Akkustrom wird benötigt. Probieren Sie, ob nicht auch mit einem etwas dunkleren Bildschirm ein Arbeiten möglich ist. Ebenfalls hilfreich: Verwenden Sie einen möglichst dunklen Bildschirmhintergrund – das spart noch einmal Strom.

– Verzicht auf Bildschirmschoner und andere Spielereien
Schön, aber wahre Stromfresser: Verzichten Sie auf die Bildschirmschoner. Stellen Sie stattdessen im Energiesparmenü der Systemsteuerung ein, dass der Monitor nach 5 Minuten Eingabepause ausgeschaltet werden soll. Gehen Sie hierzu in die Systemsteuerung (Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | Energieoptionen), und wählen Sie im Feld Monitor ausschalten die Option Nach 5 Min. Bei Windows Vista sollten Sie die Aero-Oberfläche deaktivieren, um Strom zu sparen. Der Grund: Aero verwendet die leistungsintensiven 3D-Funktionen der Grafikkarte, die jede Menge Strom verbrauchen. Wie Sie Aero abschalten, erfahren Sie in unserem Ratgeber Die Akkulaufzeit bei Windows Vista verlängern.

– Nicht benötigte Hardware abschalten
Viele Notebooks sind bereits von Hause mit jeder Menge Zusatz-Hardware ausgestattet: Infrarot-Port, WLAN, Bluetooth, Netzwerkkarte, Modem, Firewire-Schnittselle, Drucker-Port und vieles mehr. Damit wird das Notebook zwar zum universellen Arbeitsgerät. Allerdings auch zum universellen Stromverschwender. Denn alle integrierten Komponenten brauchen Strom. Daher unser heißer Tipp: Schalten Sie alle Zusatzgeräte aus, die Sie nicht benötigen. Wenn Sie beispielsweise nur via WLAN ins Netz gehen, können Sie die integrierte Netzwerkkarte und Bluetooth ausschalten. Das spart Strom und Prozessorleistung.

Der beste Weg hierzu: Gehen Sie ins BIOS des Notebooks und deaktivieren Sie dort die nicht benötigten Geräte. In den meisten Fällen finden Sie die Einstellungen unter Integrated Devices oder Integrated Peripherals. Markieren Sie das entsprechende Gerät, und wählen Sie die Option Disabled. Ideale Stromspar-Kandidaten sind zum Beispiel:

– Interner WLAN-Adapter

– Internes Modem

– Interne Soundkarte

– Interne Netzwerkkarte/LAN-Controller

– Integrierte MiniPCI-Schnittstelle

– Serielle Schnittstelle

– Parallele Schnittstelle (Drucker-Schnittstelle)

– Integrierter Infrarot-Port

– Firewire-Schnittstelle (IEEE 1394)

Falls sich die Komponenten im BIOS nicht abschalten lassen, können Sie hierzu auch den Geräte-Manager von Windows verwenden. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie den Computer nicht neu starten müssen, wenn Sie das Gerät wieder aktivieren möchten. Ein Mausklick im Geräte-Manager genügt, um beispielsweise den WLAN-Adapter wieder zum Leben zu erwecken. Klicken Sie im Geräte-Manager (Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | System | Hardware | Geräte-Manager) auf das gewünschte Gerät, und rufen Sie den Befehl Aktion | Deaktivieren auf. Im Geräte-Manager erscheint dann vor dem Gerät ein kleines, rotes X.

– Stromsparfunktionen nutzen
In vielen Notebooks sind moderne Stromspar-Mechanismen integriert. Diese sollten Sie aktivieren und nutzen. Notebook-Prozessoren von Intel verwenden beispielsweise die so genannte SpeedStep-Technologie. Der Trick: Wird das Notebook per Netzteil versorgt, steht die komplette Rechenleistung steht zur Verfügung. Befindet sich das Notebook allerdings im Akkubetrieb wird der Prozessor automatisch den Rechenanforderungen angepasst. Er arbeitet nur so schnell, wie gerade benötigt. AMD verwendet die Technologie unter dem Namen Cool’n’Quiet (kühl und leise).

Prüfen Sie im BIOS Ihres Notebooks, ob die SpeedStep- bzw. Cool’n’Quiet-Funktion verfügbar und eingeschaltet (Enabled) ist.

Im BIOS können Sie noch weitere Stromspar-Funktionen einschalten. Achten Sie darauf, dass die Funktionen APM (Advanced Power Management) bzw. ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) aktiviert (Enabled) sind. APM und ACPI arbeiten Hand in Hand mit dem Betriebssystem und sorgen für einen minimalen Energieverbrauch. In der Systemsteuerung von Windows können Sie dann den Stromsparmodus aktivieren. Gehen Sie hierzu in die Systemsteuerung (Start | Systemsteuerung | Leistung und Wartung | Energieoptionen), und wählen Sie aus der Liste Energieschemas den Eintrag Minimaler Energieverbrauch oder Minimale Batteriebelastung.

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