Softwarebasierte Untertitel mit dem Matroska-Video-Codec anzeigen

Fans von ausländischen Filmen und Serien, beispielsweise japanischen Animes oder US-Serien, deren Erfolgschancen für eine Synchronisierung zu gering sind, veröffentlichen oftmals sogenannte „Soft-Subs“ („weiche Untertitel“), die unabhängig von den Videodateien produziert wurden und über ein spezielles Codec aktiviert werden. Softwarebasierte Untertitel haben den Vorteil, dass die Dateien relativ klein sind und mit allen gängigen Videoformaten kompatibel sind. Dafür werden sie im Matroska-Container-Format abgespeichert, das als Endung .mkv nutzt. Trotz hoher Auflösungen und Framerates sind Matroska-Videos speicher- und ressourcenschonend und das dazugehörige Codec wird unter der GPL-Lizenz veröffentlicht, kann also von den Nutzern beliebig verändert und nach eigenen Wünschen angepasst werden.

Übersicht über die Matroska-Containerformate

Je nach Serie werden die sogenannten „Fansubs“ wie www.fan-sub.de in ganz unterschiedlichen Formaten veröffentlicht. Das Format MKV enthält alle Dateien, die zum Anschauen nötig sind und wird aus urheberrechtlichen Gründen nur bei in Deutschland nicht lizensierten Filmen und Serien angewandt.

Innerhalb der MKV befindet sich die Videodatei, eine oder mehrere Audiospuren und die Untertitelspur. Bereits lizensierte Filme dürfen aber nicht veröffentlicht werden, weswegen hier auf das MKS-Format ausgewichen wird, das nur die Untertitelspur enthält. Werden mehrere Tonspuren angeboten, werden diese als MKA-Dateien verwendet, müssen dann aber manuell in den Film „gemuxt“ werden und erfordern eine Neukodierung des Bildmaterials. Dazu können beispielsweise externe Programme wie VobSub oder das professionelle Adobe Premiere verwendet werden.

Installation des Matroska-Video-Codecs und ein Ausblick auf den VLC-Media-Player

Um Filme und Serien im Matroska-Video-Format anzuzeigen, benötigt man zunächst das entsprechende Codec. Am einfachsten geht dies mit dem „Combined Community Codec Pack (CCCP)“, das unter www.cccp-project.net erhältlich ist. Dies enthält bereits den Matroska-Splitter, den DirectShowFilter sowie die SubFilter für Audio, Video und Untertitel. Das CCCP kann ganz einfach über die .exe installiert werden und steht nach einem Neustart des Rechners sofort zur Verfügung.

Unterstützt wird der Windows-Media-Player, der Mediaplayer Classic, der DivX Plus Player und der Open-Source Player „Video LAN Client“, kurz VLC genannt. Dieser ist extra für MKV-Dateien ausgelegt und bietet zudem einige Sonderfunktionen, wie die Anpassung des Schriftfonts, der Schriftfarbe und das Verändern von Timings. Matroska-Dateien werden immer über den Container geöffnet, danach sucht der Splitter nach weiteren Komponenten wie Untertiteln und Audiospuren und fügt diese automatisch ein.

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