Stromanbieterwechsel: Umkompliziert und vielfach günstiger als beim regionalen Anbieter

Der Strom fällt aus, der Wechsel dauert lange – es gibt viele Gründe, warum sich Verbraucher vor einem Stromanbieterwechsel sträuben. Die meisten Gründe sind jedoch völlig unbegründet. In diesem Artikel erklären wir, warum ein Stromanbieterwechsel unkompliziert ist und dem Verbraucher Geld spart.

Was für den Stromanbieterwechsel spricht

Ob man knapp bei Kasse ist oder nicht – niemand ist dazu bereit, unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen. Auf Strom verzichten kann der moderne Menschen wiederum nicht, schließlich handelt es sich um Energie, die jeder Privatverbraucher benötigt. Auch die besten Tricks zum Stromsparen helfen irgendwann nicht mehr, wenn die Rechnung dennoch Jahr für Jahr steigt. Leider sind sich viele Verbraucher nicht über die großen Kosteneinsparungen bewusst, die ein Anbieterwechsel ihnen bringen könnte. Meist wechseln sie lediglich den Tarif, bleiben aber bei ihrem derzeitigen Anbieter. Dabei ermöglicht die moderne Technologie den Wechsel des Stromanbieters mit einigen wenigen Klicks – völlig unkompliziert und ohne Risiken.

Aktuell wird das bundesweite Stromnetz mit Atomenergie aus Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken sowie Erdgas und erneuerbaren Energien hergestellt. Seit der Freigabe des Strommarktes im Jahr 1998 steht es Stromkunden frei, ihren Anbieter jederzeit zu wechseln. Angesichts der stets steigenden Strompreise, wie diese Statistik zeigt, liegt es in ihrem Interesse, den Stromanbieter zu wechseln. Der Grund: Nur mit einem Wechsel des Stromanbieters sorgen Verbraucher für wachsende Konkurrenz und sinkende Preise. Während der Stromanbieterwechsel vor über 15 Jahren noch mit viel Papierkram verbunden war, ist der heutige Wechsel einfacher denn je zuvor: Mit nur wenigen Klicks können Stromkunden den Preis auf einem Vergleichsportal wie zum Beispiel auf dieser Seite vergleichen und direkt wechseln. Der neue Versorger übernimmt in der Regel auch gleich alle Formalitäten, sodass sich der Stromkunde um praktisch nichts kümmern muss.

Abseits der preislichen Vorteile, die mit einem Stromanbieterwechsel verbunden sind, kommt seit dem Unglück im japanischen Fukushima, als ein Kernkraftwerk durch ein Erdbeben beschädigt und die umliegende Region verseuchte, ein weiterer Grund für den Wechsel hinzu: Menschen wurden durch das Unglück zum Umdenken verleitet. Der Wunsch zur sauberen, sicheren Energie wird größer. Dafür sind viele Menschen bereit, mehr zu zahlen oder zumindest einen Stromanbieter zu wählen, der ausschließlich auf erneuerbare Energien setzt.

Wer den Stromanbieter wechseln darf

Jeder deutsche Verbraucher hat das Recht, seinen Stromanbieter zu wechseln. Dieses Recht gilt sowohl für Immobilienbesitzer als auch Mieter, vorausgesetzt, es besteht ein Vertrag zwischen Stromlieferant und Verbraucher, Stromliefervertrag genannt, sowie eine monatliche Abschlagzahlung. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann gemäß der vereinbarten Kündigungsfrist seinen Stromanbieter wechseln. Nicht wechseln können Mieter, die über keinen eigenen Stromzähler verfügen sowie diejenigen, bei denen der Vermieter die Stromkosten an die Anzahl der Vermieter aufteilt.

Wie der Stromanbieterwechsel funktioniert

Wer sich aus ökologischen oder preislichen Gründen für den Wechsel des Stromanbieters entscheidet, muss sich zunächst für einen neuen Energieanbieter entscheiden. Wie zuvor erwähnt, ist die Suche heute denkbar einfach: Verbraucher können auf Vergleichsportalen mithilfe ihrer Postleitzahl und dem monatlichen Verbrauch Stromanbieter in ihrer Region finden und alle interessanten Daten, etwa der Preis sowie Vertragsbedingungen, erhalten. Eine weitere Hilfe finden Verbraucher bei der Stiftung Warentest, die in regelmäßigen Abständen aktuelle Stromanbieter und ihre Tarife vergleicht.

Hat sich der Stromkunde für einen neuen Versorger entschieden, füllt er einen Wechselauftrag aus und sendet diesen an den neuen Stromanbieter. Mittlerweile übernehmen die neuen Stromanbieter die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Häufig helfen sie auch mit allen Formalitäten.

3 Mythen rund um den Stromanbieterwechsel

Trotz der zahlreichen Vorteile des Stromanbieterwechsels zögern nach wie vor viele Verbraucher. Nachfolgend möchten wir fünf Mythen rund um den Stromanbieterwechsel endgültig zerstören:

  1. Stromausfall: Der häufigste Grund, warum Verbraucher ihren Stromanbieter nicht wechseln möchten, ist die Tatsache, dass sie sich vor einem Stromausfall fürchten. Stromkunden brauchen sich vor einer Versorgungslücke nicht fürchten, denn die Grundversorgung ist gesetzlich garantiert. Vom eigentlichen Stromwechsel bemerkt der Kunde an seiner Steckdose nichts.
  2. Abweisung: Wer zu wenig Strom verbraucht, den werden einige Stromanbieter abweisen. Natürlich ist diese Behauptung völliger Unsinn. Zwar kann niemand ein Unternehmen zwingen, einen Stromkunden aufzunehmen. Die Stromanbieter lösen das Problem mit Kunden, die wenig verbrauchen, dadurch, dass sie von ihnen eine höhere Grundgebühr verlangen.
  3. Hausbesitzer: Wechselmuffel behaupten gerne, dass lediglich ein Hausbesitzer den Stromanbieter wechseln kann. Wie wir bereits zuvor geschrieben haben, stimmt das nicht. Es gibt einige Kriterien für den Stromanbieterwechsel, die Bedingung, dass man ein Hausbesitzer sein muss, ist aber keine davon.

Fazit

Gründe, die gegen den Stromanbieterwechsel sprechen, gibt es keine. Wie dieser Artikel zeigt, spricht alles für den Wechsel des Stromanbieters, wenn man Geld sparen möchte, es sei denn, man nutzt bereits den günstigsten Tarif und ist mit seinem Stromversorger zufrieden.

Ein Kommentar

  1. Christian 8. Januar 2015

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