Tierschutzlabel: Unterschiede und Stufen des blauen Tierschutz-Siegels

Seit geraumer Zeit ist es möglich, auf Produkten, die im Einzelhandel erhältlich sind, auch ein blaues Symbol zu erkennen. Dies beruht auf einem Vorhaben des Tierschutzbundes in Kooperation mit dem Bundesverbraucherschutz und steht für die Sicherheit, dass bei der Produktion der Ware alle Mindeststandards des Tierschutzes eingehalten wurden. Hierbei werden zum einen die „Einstiegsstufe“ gekennzeichnet mit einem Stern sowie zum anderen die mit zwei Sternen abgebildete Premiumstufe unterschieden.

Tierschutz – garantiert

Wer auf einem Produkt das Tierschutzsiegel ausmachen kann, der kann ebenfalls davon ausgehen, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Tierschutzmaßnahmen auch vom Produzenten umgesetzt worden sind. Hierzu zählen insbesondere die artgerechte Tierhaltung, ausreichend vorhandener Platz in den Ställen oder der bessere Transport zu den Schlachthöfen. Zusätzlich garantiert das Siegel, dass auf diskutierte Praktiken wie der Schweinskastration verzichtet wurde.

Die Einstiegsstufe

Gerade Tierschützer protestieren gegen die Verwendung der Einstiegsstufe auf Tierprodukten. Denn dieses garantiert lediglich einen befristeten Zeitraum des Tierschutzes. So können Produzenten noch jahrelang mit ihrer üblichen Produktion wie der Schweinskastration fortfahren und sich dennoch das Siegel verleihen, bevor sie auf ein artgerechte Produktion umstellen müssen. Für die Tiere bedeutet dies in den meisten Fällen allerdings keine sofortige Verbesserung ihres Daseins.

Die Kontrolle des Tierschutzes

Damit die Regeln zum Schutze der Tiere auch eingehalten werden, müssen die zertifizierten Betriebe in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Dieses Kontrollorgan setzt sich aus 16 Menschen zusammen. Dieser Beirat besteht aus Tierschützern sowie Vertretern aus der Wissenschaft und dem Handel. Auch Fleischproduzenten wohnen dem Aufsichtsrat bei. Allerdings müssen die Betriebe ihre Kontrolleure selbst bezahlen. Der Tierschutzbund verspricht weiterhin, dass die entsprechenden Betriebe regelmäßig und ohne Ankündigung aufgesucht werden.

Die bisherigen Teilnehmer

Bis dato beschränkt sich das Siegel auf Schweins- und Geflügelprodukte. Allerdings gibt es mittlerweile über 50 Betriebe, die zumindest die Einsteigerstufe erreichen konnten. Wird dies allerdings in Relation zu den unzähligen Mastbetrieben in Deutschland betrachtet, ist dies nur eine sehr geringe Zahl. Weitere Informationen zum Tierschutzlabel gibt es auf der Seite www.tierschutzlabel.info.

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