Videos und Filme am PC schneiden, bearbeiten und brennen

Digitale Videokameras – auch Camcorder genannt – werden immer beliebter. Bei Einstiegspreisen um 400 Euro kann heute jedermann eigene Videofilme drehen. Das Beste an digitalen Camcordern: Die Bedienung ist so einfach, dass auch Laien im Handumdrehen den eigenen Film „im Kasten“ haben. Aber auch wenn die Kamera noch so leicht zu bedienen ist und tolle Zusatzfunktionen bietet, macht sie nicht automatisch gute Filme. So wie der Film aus der Kamera kommt, ist er meist nur eine lieblos aneinandergereihte Serie einzelner Szenen; meist mit kaum zu vermeidenden Wacklern, zu schnellen Schwenks oder störenden Hintergrundgeräuschen. Präsentieren lässt sich der Film in der Rohfassung nur selten. Wer das Video richtig in Szene setzen möchte, muss nach dem Dreh noch einmal Hand anlegen und die Einzelaufnahmen zu einem spannenden Gesamtwerk zusammensetzen. Das ist gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Es gibt viele gute Programme, die aus dem eigenen Rechner einen virtuellen Schneidetisch zaubern. Damit erstellen auch Anfänger im Handumdrehen Filme wie die Profis – natürlich inklusive Menü, Titeln, Übergängen und natürlich Musik.

Eigene Filme am PC erstellen

Mit Videoprogrammen Liste zaubern Sie im Handumdrehen aus einzelnen Filmschnipseln ein aufregendes Gesamtkunstwerk. Die Vorgehensweise ist simpel. Zuerst übertragen Sie den Film von der Videokamera in den Rechner. Danach kann die Arbeit am „Schneidetisch“ beginnen. Meist müssen Sie nur die gewünschten Szenen vom Ablagebereich auf den Filmstreifen ziehen. Aus den Einzelsequenzen entsteht so Stück für Stück ein neuer Film. Anschließend müssen Sie die einzelnen Szenen nur noch beschneiden. Über Schieberegler legen Sie Start und Ende fest. Natürlich dürfen auch raffinierte Übergänge nicht fehlen. Um elegant von Szene zu Szene zu wechseln, stehen im Videoprogramm Dutzende Varianten vom klassischen Überblenden bis zu raffinierten 3D-Übergängen mit Spezialeffekten zur Verfügung. Wie wäre es zum Beispiel mit einer zerspringenden Glasscheibe oder einer Schere, die durchs Bild schneidet?

Vorspann, Titel und Hintergrundmusik

Neben raffinierten Übergängen gehört zu einem Profifilm ein Vorspann mit Titel und ergänzenden Informationen. Wer den Vorspann nicht selbst kreieren möchte, kann dabei auf Profi-Vorlagen zurückgreifen. Einfach die Vorlage auswählen, per Drag and Drop in den Filmstreifen ziehen und Text, Schriftart, Farben und Effekte anpassen. Genauso einfach lassen sich eigene Videos nachvertonen. Das ist bei vielen Urlaubsdrehs auch dringend notwendig, da die Original-Tonaufnahmen meist nur wenig Spannung erzeugen. Interessanter wird der Film, wenn er mit passender Hintergrundmusik hinterlegt wird. Für einen Spanien-Urlaub zum Beispiel mit einem rasanten Flamenco. Bei spannenden oder skurrilen Szenen sind Toneffekt angebracht, etwa ein Tusch, ein Pistolenschuss oder prasselnder Regen. Für die Nachvertonung gibt es im Videoschnittprogramm eine eigene Tonspur. Hier können Sie Musik und Soundeffekte sekundengenau den Filmszenen zuordnen und elegant ein- und ausblenden. Wer keine eigene Musik – etwa im MP3-Format – importieren möchte, kann auf fertige Soundeffekte und Musikstücke zurückgreifen.

Fertige Filme auf DVD und Blu-ray brennen

Sobald der Film fertig ist, fehlt nur noch der letzte Schritt, das Brennen auf DVD. Auch das Erledigen Sie mit der Videosoftware in wenigen Schritten. Das fertige Werk speichern Sie wahlweise als Datei, brennen es auf DVD, spielen es wieder zurück auf eine Videokassette oder bereiten es für das Internet auf, etwa für die Videoplattform YouTube. Im Assistenten wählen Sie einfach das gewünschte Zielformat aus – zum Beispiel AVI, MPEG, Realaudio, iPod oder Sony Playstation Portable – und legen die Qualität fest. Den Rest erledigt das Videoprogramm für Sie.

Die besten Videotools

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