Wäschetrockner reinigen – Eine Anleitung

Wäschetrockner sollten möglichst effizient und störungsfrei arbeiten können. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Geräte auch richtig gepflegt und gereinigt werden. Die Ansprüche können hierbei je nach Modell unterschiedlich sein. Hier eine Anleitung.

Wichtige Hinweise

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose
  • Unmittelbar nach der Trocknung können Tür, Trommel sowie Wäsche sehr heiß sein
  • Die Anforderungen an eine sachgemäße Reinigung können je nach Hersteller und Modell ganz unterschiedlich ausfallen. Neben dieser Anleitung sollten Sie demnach im Idealfall auch die Bedienungsanleitung oder Webseiten wie www.waeschetrockner-test.net zu Rate ziehen.

Flusensieb bei allen Trocknern reinigen

Ebenso wie Waschmaschinen besitzen auch Wäschetrockner ein Flusensieb. Schließlich können sich Fusseln aus Wäschestücken auch beim Trocknen lösen. Der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden Haushaltsgeräten ist hierbei, dass das Flusensieb nach jedem Trockenvorgang gereinigt werden sollte. Für gewöhnlich ist das Flusensieb beim Trockner in der Tür eingesetzt und lässt sich mit einem einfachen Handgriff herausnehmen. Bei Wäschetrocknern, welche über einen Wassertank verfügen, bietet sich die Reinigung des Flusensiebs mit dessen Entleerung an. Haben Sie das Flusensieb aus dem Trockner herausgezogen, können Sie die angesammelten Rückstände dadurch entfernen, indem Sie diese mit der Hand herausnehmen und entsorgen. Dies bekommen Sie auch dadurch gut hin, indem Sie mit leicht angefeuchteten Fingern über das Sieb fahren. Alternativ kann zudem eine kleine weiche Bürste nützliche Dienste leisten. In aller Regel kann das Flusensieb über viele Jahre hinweg genutzt werden. Bei Beschädigungen erhalten Sie im Fachhandel schnell Ersatz. Nehmen Sie die Reinigung des Siebes nach jeder Trocknung vor, da andernfalls Flusen in den Heizkanal gelangen oder sich im Gebläse des Gerätes verfangen könnten. Kommen Sie dieser Anforderung nicht nach, kann der Wäschetrockner demnach auf Dauer beschädigt werden.

Feuchtigkeitssensoren der Trockner nicht vergessen

Die Restfeuchte in der Wäsche misst der Trockner anhand von Feuchtigkeitssensoren. Diese sollten auf Kalkablagerung hin überprüft werden, da solche Verunreinigungen zu Fehler führen können. So könnte das Gerät abschalten, weil dieses irrtümlich davon ausgeht, dass die Wäsche bereits trocken sei. Je nach Gerätehersteller können die Sensoren an unterschiedlicher Stelle angebracht sein, wobei sie zumeist an den Trommelrippen sitzen. Angesichts seiner kalklösenden Eigenschaften können Sie zur Reinigung der Sensoren ohne weiteres Essig verwenden. Reiben Sie die Sensoren mit einem Tuch ab, welches Sie zuvor in gewöhnlichem Haushaltsessig getränkt haben. Danach sind die Sensoren wieder zu trocknen. Anstelle des Essigs können Sie selbstverständlich auch auf spezielle Kalklöser setzen, die Sie in jedem Drogeriemarkt erhalten.

Beim Trommeltrockner ist der Wassertank zu leeren

Im Tank des Wäschetrockners sammelt sich die Feuchtigkeit an, die der Wäsche während des Vorgangs entzogen wird. Nach getaner Arbeit muss der Wassertank in jedem Fall entleert werden. Sollten Sie dies vergessen, so führt dies beim nächsten Einsatz des Trockners zu dessen vorzeitigen Abschaltung. Damit würde die Wäsche noch teilweise nass bleiben.

Abluftschlauch beim Ablufttrockner reinigen

Sofern Sie über einen Ablufttrockner verfügen, sind regelmäßig weitere Kontrollen am Gerät durchzuführen. So sollten Sie jedes Vierteljahr den Abluftschlauch auf Ablagerungen hin untersuchen und mit Warmwasser auswaschen. Fusseln im Schlauch können Sie auch mit einem Staubsauger oder einer Bürste entfernen. Auch das Abluftsystem will halbjährlich gewartet werden. Lösen Sie hierzu die Schlauchschelle auf dem Wandanschlussstutzen und reinigen Sie das Innere der Mauerdurchführung mit einer Bürste. Prüfen Sie nebenbei auch den Zustand des Außengitters. Bei Beschädigungen sollte dieses erneuert werden.

Wärmetauscher beim Kondenstrockner reinigen

Besitzen Sie stattdessen einen Kondenswäschetrockner, sollten Sie Ihr Augenmerk auf den Wärmetauscher legen. Auch hierbei ist die Reinigung alle drei Monate angeraten. Am besten Sie nehmen diese mit einem angefeuchteten Schwamm oder Tuch vor. Anschließend sollten Sie den Wärmetauscher gut abtrocknen. Leeren Sie den Kondenswasser-Behälter und reinigen Sie regelmäßig den Kondensator. Entfernen Sie hierzu den Kondensator, indem Sie vorsichtig am Boden der Wartungsklappe ziehen bis sich die Schnappvorrichtung des Trockners herauslöst. Der obere Teil kann dann herausgehängt werden um die Wartungsklappe vollständig entfernen zu können. Zumeist müssen Sie anschließend die zwei Verschlusshebel gegen den Uhrzeigersinn drehen, um den Kondensator herausziehen zu können. Den etwaigen Staub oder Flusen entfernen Sie vorsichtig mit einem Tuch. Anschließend ist eine Reinigung unter laufendem Wasser vorzunehmen. Drehen Sie den Kondensator dabei so, dass das Wasser zur Entfernung der Rückstände zwischen die Platten laufen kann. Danach können Sie den Kondensator wieder einpassen und an seinen Platz drücken. Schließlich kann die Wartungsklappe wieder eingesetzt werden. Nach jeder Anwendungsphase empfiehlt es sich, die Innenseite der Trommel zu wischen und die Tür einige Zeit offen zu lassen. Durch die Luftzirkulation wird sie auf diese Weise schnell wieder trocken.

Nicht nur Innenreinigung

Hin und wieder kann es erforderlich werden, den Trockner auch von außen zu reinigen. Zumeist reicht es hierzu aus, mit einem feuchten Tuch über das Gehäuse des Wäschetrockners zu wischen. Verwenden Sie hierzu keine lösemittelhaltigen Scheuermittel oder Allzweckreiniger. Scheuerschwämme sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Milde Reiniger oder Seifenlauge eignen sich am besten. Schwerer zugängliche Stellen, wie etwa Drehschalter, Innentür oder Türdichtung, können Sie mithilfe eines kleinen Pinsels von Schmutz und Staub befreien. So können Sie am gesamten Gerät ein Ansammeln von Flusen verhindern.

Viel Zeit nimmt die Pflege eines Wäschetrockners nicht in Anspruch. Wenn Sie die hier aufgeführten Hinweise beachten, können Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes deutlich verlängern.

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