Warum Windows ohne Virenscanner ausgestattet ist

Leider ist beim Betriebssystem Windows von Hause aus kein Virenscanner enthalten. Microsoft hat den Virenschutz nicht einfach vergessen, sondern vor allem aus kartellrechtlichen Bedenken nicht selbst integriert. Wäre in Windows ein Virenscanner integriert, könnte Microsoft dadurch auf dem Markt für Antivirussoftware eine marktbeherrschende Stellung einnehmen. Der Windows-Hersteller umgeht die Problematik, indem er den Virenschutz als Zusatzprodukt namens Microsoft OneCare anbietet.

Viele PC-Hersteller statten neue Rechner mit einem Virenschutzprogramm eines Drittherstellers aus. Leider handelt es sich hierbei nur um Testversionen mit einer begrenzten Laufzeit von 30 oder 90 Tagen. Nach Ablauf der Testphase, müssen Sie auf eine kostenpflichtige Version umsteigen. Als Alternative bieten sich kostenlose Virenscanner an.

Bevor Sie ein eigenes Virenschutzprogramm installieren, sollten Sie prüfen, ob auf Ihrem Rechner nicht bereits eine Antiviruslösung installiert ist. Ein Blick ins Sicherheitscenter genügt:

1. Klicken Sie im Startmenü auf Systemsteuerung.

2. Klicken Sie auf Sicherheit sowie Sicherheitscenter.

3. Ob und welches Virenschutzprogramm installiert ist erfahren Sie in der Zeile Virenschutz bzw. Schutz vor schädlicher Software.

Ist die Zeile grün markiert und wird ein Antivirenprogramm genannt, verfügt Ihr Computer bereits über ein Schutzprogramm von Computerviren. Die Installation eines weiteren Antivirentools ist dann nicht notwendig – und auch nicht ratsam, da sich zwei Schutzprogramme nur gegenseitig in die Quere kommen.

Taucht jedoch in der Zeile Schutz vor schädlicher Software der Eintrag Nicht gefunden auf, ist Ihr Rechner Computerviren schutzlos ausgeliefert. Sie sollten umgehend einen Virenscanner nachrüsten.

Achten Sie im Sicherheitscenter auch darauf, dass in der Zeile Schutz vor schädlicher Software keine Sicherheitswarnung wie Nicht aktuell auftaucht. Dann ist zwar ein Antivirusprogramm installiert, die Schutzfunktion ist aber eingeschränkt. Antivirusprogramme können nur erfolgreich vor Viren schützen, wenn sie stets aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Das ist wichtig, da fast täglich neue Computerviren entdeckt werden. Nur wenn der Virenscanner auch über die neuesten Viren informiert ist, ist der Rechner optimal geschützt. Gute Antivirenprogramme halten sich selbst aktuell und beziehen über das Internet täglich frische Informationen zu neuen Gefahren.

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