Web 2.0 – Was ist das eigentlich?

Nichts ist mehr wie es war im Internet. Zu Beginn war das Internet eine Einbahnstraße. Firmen und Anbieter veröffentlichten auf ihren Internetseiten die unterschiedlichsten Inhalte, die dann zuhause am PC gelesen werden konnten. Mehr aber auch nicht. Das Web ähnelte einer Litfasssäule, auf der die Inhalte angeschlagen wurden. Selbst mitmachen? Fehlanzeige. Die Zeiten sind vorbei. Jetzt funktioniert das Internet in beide Richtungen. Mitmachen ist angesagt. Jeder kann aktiv das Internet mitgestalten und eigene Fotos, Videos, Radioprogramme und Texte veröffentlichen. „Web 2.0“ nennen Experten das und meinen damit das Mitmach-Netz, die zweite Generation des Internets.

Web 2.0 – Was ist das eigentlich?

Vielleicht haben Sie in den Medien oder bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten schon einmal davon gehört, vom „Web 2.0“, gesprochen Web Zweinull oder Web Zwei-Punkt-Null. Die Zahl 2.0 soll – analog zu Versionsnummern bei Programmen – vermitteln, dass es sich um die zweite Version oder Generation des Internet handelt.

Das hört sich zunächst geheimnisvoll an, dahinter verbirgt sich aber nichts mehr als die neuen Möglichkeiten, im Internet mitzumachen. Das „neue“ Internet können Sie aktiv mitgestalten. Und um genau diese neuen Möglichkeiten geht es in diesem Buch: Das Mitmachen im Web, das Gestalten eigener Internetseiten und die aktive Teilnahme an sogenannten Communities, Treffpunkten im Internet.

Web 1.0: Lesen, mehr aber nicht

Um das Besondere des Web 2.0 zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück in die Anfänge des Webs. Die ersten interessanten Internetseiten des Web 1.0 eroberten ab 1996 die heimischen PCs. Zu den Pionieren gehörten unter anderem Suchmaschinen sowie Online-Zeitschriften und –Tageszeitungen.

Das Internet-Angebot glich zu dieser Zeit einer Litfasssäule. Internetnutzer konnten das spärliche Angebot an Webseiten zwar lesen, das Anbringen eigener Plakate, sprich das Veröffentlichen eigener Webseiten, war gar nicht oder nur sehr mühsam möglich. Das Internet war lange Zeit eine Einbahnstraße. Die Informationen flossen nur in eine Richtung: Vom Webseitenbesitzer zum Leser. Das hat sich mit dem Mitmach-Internet, dem Web 2.0 grundlegend geändert.

Web 2.0: Jetzt mache ich mit

Mit dem Web 2.0, das seit ca. 2004 in aller Munde ist, wandelt sich das Gesicht des Internet. Zwar gibt es immer noch eine Fülle von Webseiten, die „nur“ passiv gelesen werden, mehr und mehr aber werden interaktive Webseiten populär. Angebote, die Sie nicht nur durchstöbern, sondern aktiv mitgestalten können. Auch der Aufbau einer komplett eigenen Internetseite inklusive eigener Adresse ist mittlerweile problemlos möglich. Aus der Litfasssäule der ersten Internet-Generation ist mit dem Web 2.0 ein schwarzes Brett geworden, an dem jeder von überall aus mitmachen kann. Im Mittelpunkt stehen beim Web 2.0 nicht die Unternehmen oder Redaktionen, die Inhalte veröffentlichen, sondern Sie: die Leser. Im Web 2.0 wird das Internet von den Lesern gestaltet.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.