Weniger ist mehr – Warum zu viele Programme bremsen

Es ist fast wie ein Naturgesetz: Auf dem PC vermehren sich Programme und Anwendungen praktisch von Woche zu Woche. Das Start | Programme-Menü quillt über vor Programmen. Links neben der Uhr in der Taskleiste geben sich die Programmsymbole die Klinke in die Hand.

Kein Wunder: Neue Programme sind schließlich ruckzuck installiert. Jeden Monat liegen Fachzeitschriften CDs oder gar DVDs randvoll mit kostenloser Software bei. Download-Portale im Internet mit Gratis-Software in Hülle und Fülle laden geradezu ein, zu installieren, was das Zeug hält.

Ohne Folgen bleiben solche Installations-Orgien allerdings nicht: Auch wenn die Festplatte die Datenmengen locker wegsteckt: An Windows gehen die installierte Programme nicht spurlos vorüber.

Das Problem ist vergleichbar mit einem wackeligen Gerüst: Zu Beginn ist das Gerüst noch stabil und ausgewogen. Je mehr Bauteile (Software) Sie auf das Gerüst, desto wackeliger wird es allerdings. Keine Sorge: Das Windows-Gerüst wird schon nicht zusammenstürzen, doch es ächzt unter Last zu vieler Programme. Die Hauptgründe:

* Schlechte oder fehlende De-Installation: Die Geister, die Sie riefen, werden Sie mitunter nicht mehr los. Viele Programme lassen sich zwar kinderleicht installieren – man wird sie nur nicht mehr los. Entweder fehlt die De-Installations-Funktion vollständig, oder es entfernt nicht restlos alle hinterlassenen Dateien und Fußspuren. Was bleibt sind Datei- und Ordner-Leichen auf der Festplatte oder noch schlimmer: Im Speicher.

* Gut versteckt im Autostart-Ordner: Viele Programme halten sich für so wichtig, dass sie bei jedem Start von Windows automatisch mitgestartet werden – ob notwendig, oder nicht. Je mehr Programme sich im so genannten Autostart-Ordner tummeln, umso enger wird es im Arbeitsspeicher von Windows. Und umso langsamer startet das Betriebssystem.

* Im Hintergrund geht’s rund: Einige Programme verwenden „kleine Helferlein“, die ständig im Arbeitsspeicher bleiben und mehr oder weniger nützliche Dinge erledigen. Erstes Indiz hierfür: In der Task-Leiste bedeutet jedes kleine Symbol links neben der Uhr eines der kleine Helfer-Programme. Da kann es mit der Zeit im Arbeitsspeicher ganz schön eng werden für die vielen kleinen Helferlein.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Programme Sie installieren, desto schneller arbeitet Windows. Begrenzen Sie die Installation weitestgehend nur auf die Programm, die Sie zum Arbeiten oder Spielen auch tatsächlich benötigen. Gier und grenzenloses Installieren endet zwangsläufig in eine Performance-Sackgasse. Enthaltsamkeit in Sachen Software-Installation belohnt Windows hingegen mit einem schnelleren Arbeitstempo.

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